Das historische Köln

Das historische Köln Das historische Köln im 19. und frühen 20. Jahrhundert "Das historische Köln" ist ein ehrenamtliches Projekt.

Hierzu hat sich die Kölner Produktionsfirma WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann, mit einem Kreis von Historikerinnen und Historikern mit unterschiedlichen Expertisen zusammengetan, um die Stadtgeschichte Kölns zu erforschen und einem interessierten Publikum historische Bilder, Filme und aus den Ergebnisse der Forschungen entstandene Dokumentarfilme zu präsentieren. Das Ganze geschieht ehrenamtlich

, da wir der Überzeugung sind, dass die Geschichte Kölns den Bürgerinnen und Bürgern gehört und ab einem gewissen Alter nicht kommerzialisiert werden sollte. Informationen zu unserem Projekt und alle unsere Dokumentarfilme zur Kölner Stadtgeschichte finden Sie auf unserer Webseite https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln/ und auf YouTube https://www.youtube.com/

Wir blicken vom 2. Obergeschoss in den großen Lichthof des Kaufhauses der Leonhard Tietz AG an der Hohe Straße 41-53. Da...
20/06/2026

Wir blicken vom 2. Obergeschoss in den großen Lichthof des Kaufhauses der Leonhard Tietz AG an der Hohe Straße 41-53. Das Gebäude wurde durch Kriegseinwirkungen beschädigt, steht aber im Wesentlichen bis heute und beherbergt in unseren Tagen die Galeria Kaufhof. Der Lichthof, der heute kein Glasdach mehr hat, ist im Inneren des Gebäudes immer noch zu sehen.
Die Leonhard Tietz AG eröffnete das Haus 1914 auf einem Grundstück mit 5500 m² und 36.200 m² Verkaufsfläche als Flaggschiff des Kaufhauskonzerns. Das Haus besaß ursprünglich ein Schieferdach, damit es sich besser in das damalige Stadtbild einpasste. 1925 gab es hier die erste Rolltreppe in einem deutschen Warenhaus zu bestaunen, die von den Kölnerinnen und Kölnern mit viel Interesse ausprobiert wurde.
Gebaut wurde das Haus, wie viele andere Häuser der Leonard Tietz AG ebenfalls, von der Allgemeinen Hochbau-Gesellschaft AG (AHG) in Düsseldorf, die in ihrem in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre erschienenen Werbekatalog für Geschäfts- und Warenhausbauten dem Kölner Warenhaus gleich fünf Seiten mit heute fast unbekannten Fotos zur firmeninternen Dokumentation und Werbung verwendete.
[KH]

Foto: Fotograf unbekannt, Katalog der Allgemeinen Hochbau-Gesellschaft AG Düsseldorf für Geschäfts- und Warenhausbauten, Erscheinungsjahr: nach 1922 bis vermutlich 1925.

Recherche, Fotorestaurierung, Kolorierung: WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann

Wir sehen die nordwestliche Ecke des Neumarkts mit St. Aposteln 1913.Links neben St. Aposteln befinden sich noch die kla...
19/06/2026

Wir sehen die nordwestliche Ecke des Neumarkts mit St. Aposteln 1913.
Links neben St. Aposteln befinden sich noch die klassizistischen Häuser, die später abgerissen wurden.
Am rechten Straßenrand und vor St. Aposteln parken jeweils eine elektrisch angetriebene Motordroschke, während wir links noch Pferdedroschken sehen. Elektroautos waren in dieser Zeit in den Straßen Kölns eine Normalität, wenn auch, wie Kraftwagen generell, in dieser Zeit nicht sehr zahlreich.

Die Geschichte der Elektromobilität, die bereits im 19. Jahrhundert begann, ist in Köln, wie auch in anderen größeren Städten der Zeit, sehr überraschend. Zu dieser Zeit war die gesellschaftliche Diskussion noch nicht von ideologischen, dogmatischen und manchmal reaktionären Standpunkten dominiert.

Zur Geschichte der Elektromobilität in Köln haben wir mit Gerd Krebber als Sprecher einen Film produziert, der zeigt, wie unkompliziert der Elektroantrieb gehandhabt wurde und weswegen die seinerzeit noch geringere Reichweite im urbanen Großraum kein Problem war.
Filmlink: https://youtu.be/oFEE71KF7D4

Foto: Fotograf unbekannt, Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_073301, Archivlink: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40022294

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Ein Blick in ein gutes Kochbuch lohnt sich immer. So auch in das Buch "Neue Kölner Köchinn", das wir in einer Ausgabe de...
18/06/2026

Ein Blick in ein gutes Kochbuch lohnt sich immer. So auch in das Buch "Neue Kölner Köchinn", das wir in einer Ausgabe der 6. Auflage aus dem Jahr 1831 in unserem Archiv verwahren.

Wie wäre es mit Kölnischen Huepen (Hippen)? Unter Hippen versteht man Waffeln.

Rezepttranskript:
"Man nimmt 6 Loth Mehl und 6 Loth Butter, treibt solche wohl durch das Mehl, auch 6 Loth Zucker, ein Viertelloth gestoßene Naegelchen, Zimmet, kleingeschnittene Zitronenschalen, 6 Loth kleingestoßene Mandeln, mischt solches alles unter das Mehl, und schlaegt einige Eier daran, bestreicht dann das Eisen mit Wachs, wischt es mit Papier wieder ab, und backt sie schoen aus."

Erklärungen:
- 1 Loth entspricht zu dieser Zeit 14,616 Gramm.
- Naegelchen sind nicht etwa aus Metall, sondern in der Zeit ein geläufiger Name für Gewürznelken.
- Damals rieb man das Eisen mit Bienenwachs ein. Heute empfiehlt sich dazu ein gutes Speiseöl. Das Eisen meint hier ein im Ofen heiß gemachtes Hippeneisen oder Waffeleisen. Heute kann man dazu ein handelsübliches elektrisches Waffeleisen benutzen.

Wer Lust hat kann die Hippen bzw. Waffeln nach diesem historischen Rezept ausprobieren. Wir freuen uns über Eure Erfahrungsberichte.

Das Kochbuch "Neue Kölner Köchin" erschien im 19. Jahrhundert erfolgreich über Jahrzehnte in immer wieder überarbeiteten Auflagen. So liegt in unserem Archiv ebenfalls eine Faksimileausgabe aus dem Jahr 1853. Allerdings ist in keiner Ausgabe eine Autorin oder ein Autor genannt. Das musste wohl ein "Geheimnis" bleiben, denn in der Ausgabe von 1853 werden zwei Frauen als Herausgeberinnen in dieser seltsamem Schreibweise genannt: "Christine Sch...z und Elise Pr...r".

Quelle: "Neue Kölner Köchinn" oder Handbuch der Kochkunst, nebst vollständiger Anweisung zum kunstgerechten Zerlegen der Speisen", 6. Auflage, Verlag Johann Georg Schmitz, 1831, Köln. Das Buch befindet sich in der Originalausgabe im Archiv Martin Junkersdorf, Teil des historischen Archivs der WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann

Scan und Aufbereitung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Informationen zu unserem Projekt "Das historische Köln", unserem Newsletter und 28 unserer Dokumentarfilme zur Kölner Stadtgeschichte, die man dort ansehen kann, gibt es auf unserer Webseite: https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln/

1915 hat der Fotograf Erwin Quedenfeldt für uns die Hafeneinfahrt des Rheinauhafens festgehalten. Links sehen wir den Ma...
17/06/2026

1915 hat der Fotograf Erwin Quedenfeldt für uns die Hafeneinfahrt des Rheinauhafens festgehalten. Links sehen wir den Malakoffturm und noch weiter links davon ein heute nicht mehr vorhandene kleine Bedürfnisanstalt für Männer. Leider gab es in dieser Zeit in Köln etwa die fünffache Anzahl von Bedürfnisanstalten für Männer gegenüber der Anzahl der offiziellen Anstalten, die auch Frauen besuchen konnten.
[KH]

Foto: Erwin Quedenfeldt, Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Wikipedialink: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:5946702.Erwin_Quedenfeldt.jpg

Recherche und Fotorestaurierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Lust auf Auslegeware? - Wir sehen den Teppichsaal des Kaufhauses Tietz (heute Kaufhof an der Schildergasse) um das Jahr ...
16/06/2026

Lust auf Auslegeware? - Wir sehen den Teppichsaal des Kaufhauses Tietz (heute Kaufhof an der Schildergasse) um das Jahr 1914. Hier wurden in orientalisierter Atmosphäre mit aufwendigen Messingleuchtern, einer besonderen Decke, flankiert von aufwendigen Säulen und in langer Flucht Teppiche präsentiert.
Das Foto zeigt mit welcher Pracht die Kaufhäuser dieser Zeit ihre Ware präsentierten. Es waren fast "Erlebniswelten" in die man eintrat, um persönlich beraten eine Kaufentscheidung zu treffen. Orientteppiche waren damals exklusiv und sehr beliebt. Je nach Budget war die Auslegeware echt, oder eine Kopie aus heimischer Produktion.
[KH]

Foto: Fotograf unbekannt, Katalog der Allgemeinen Hochbau-Gesellschaft AG Düsseldorf für Geschäfts- und Warenhausbauten, Erscheinungsjahr: nach 1922 bis vermutlich 1925.

Recherche, Fotorestaurierung, Kolorierung: WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann

Im Jahr 1911 blickte der Fotograf Erwin Quedenfeldt mit seiner Kamera in etwa von der Ecke Mühlenbach in die Matthiasstr...
15/06/2026

Im Jahr 1911 blickte der Fotograf Erwin Quedenfeldt mit seiner Kamera in etwa von der Ecke Mühlenbach in die Matthiasstraße auf die Häuser 21 bis 25.
Das prächtige Haus Nr. 21 mit dem Giebelkran steht in vereinfachter Form bis heute und beherbergt das Hotel Ahl Meerkatzen.
Erwin Quedenfeldt war ein seit 1903 in Düsseldorf ansässiger Fotograf und Chemiker, der dem Werkbund angehörte und bestrebt war die Fotografie zur Kunst zu machen. Er unternahm mit seiner Kamera drei uns bekannte Ausflüge nach Köln, bei denen er viele Fotos von der Stadt mache, die heute von der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf lagern.
[KH]

Foto: Erwin Quedenfeldt, Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Wikipedialink: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:5723005.Erwin_Quedenfeldt.jpg

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Die Elektromobilität in Köln in den Jahren 1898 bis 1930.So modern und zukunftsweisend uns das Thema heute erscheint, so...
14/06/2026

Die Elektromobilität in Köln in den Jahren 1898 bis 1930.
So modern und zukunftsweisend uns das Thema heute erscheint, so alt sind manche Hüte in diesem Zusammenhang, die heute durch die Medien gehen.

Die Elektromobilität war im frühen 20. Jahrhundert weitaus verbreiteter und fortgeschrittener, als man es landläufig annehmen würde. Sogar Probleme, die heute schwierig erscheinen, wurden seinerzeit auf einfache und sehr effiziente Weise dem damaligen Bedarf gerecht gelöst. Mancher Zeitungsartikel der Zeit zum Thema Elektromobilität liest sich fast so, als hätte er heute früh in der Zeitung gestanden. Man erkannte damals sehr klar, worin der Segen der Elektromobilität liegt und was sie nicht leisten kann.

Die Stadt Köln war eine der Großstädte, die sehr früh im städtischen Fuhrpark viele Elektromobile für die unterschiedlichsten Aufgaben erfolgreich betrieb. Ebenso wie die Reichspost, die schon sehr früh im Bereich der Großstädte nur Elektromobile einsetzte. Ein Vorhaben an dem die heutige Post vor einigen Jahren gescheitert ist.
In Köln gab es in der Zeit von 1898 bis 1930 mindestens sieben Hersteller von Elektrofahrzeugen, die zum Teil verblüffende Wagen entwickelten und ihre Fahrzeuge weltweit verkauften.

https://youtu.be/oFEE71KF7D4

Ein Film von Klaus Hausmann
Sprecher: Gerd Krebber
Produktion: WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann © 2024

Weitere Informationen zu diesem Film und vielen anderen Dokumentationen über die Kölner Stadtgeschichte:
https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln

Die Elektromobilität in Köln in den Jahren 1898 bis 1930.So modern...

Am 12. Februar 1896 schoss Wilhelm Scheiner für uns dieses außergewöhnliche Foto. Zu sehen ist ein Teil der mittelalterl...
13/06/2026

Am 12. Februar 1896 schoss Wilhelm Scheiner für uns dieses außergewöhnliche Foto. Zu sehen ist ein Teil der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer am Thürmchenswall. Der Blick geht in Richtung Eigelstein. Die Kamera befindet sich direkt an dem Gelände des im Rahmen der Stadterweiterung zugeschütteten Sicherheitshafen. Heute befindet sich dort der Theodor Heuss Ring.
Besonders spektakulär ist das Foto, weil es unseres Erachtens das einzige Bild ist, dass die Stadtmauer im Augenblick einer Abrisssprengung zeigt und bis zu unserem Fund des Fotos im Archiv Martin Junkersdorf der Öffentlichkeit unbekannt war.
[KH]

Foto: Fotograf: Wilhelm Scheiner, Fotoabzug auf Pappe aufgezogen, Archiv Martin Junkersdorf, Teil des historischen Archivs der WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann, Köln

Recherche, Scan, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Informationen zu unserem Projekt "Das historische Köln", unserem Newsletter und 28 unserer Dokumentarfilme zur Kölner Stadtgeschichte, die man dort ansehen kann, gibt es auf unserer Webseite: https://www.wegen-de-leut.de/dashistorischekoeln/

Ein besonders seltenes Kleinod der historischen Stadtfotografie ist Erwin Quedenfeldt 1911 gelungen: Wir sehen die Gastw...
12/06/2026

Ein besonders seltenes Kleinod der historischen Stadtfotografie ist Erwin Quedenfeldt 1911 gelungen: Wir sehen die Gastwirtschaft "Zur harten Faust" mit der Adresse Weyerstraße 89 an der Ecke Friedrich- und Weyerstraße.
Nach unseren Recherchen gab es hier ein Brauhaus mit dem Namen "Zur harten Faust" in dem der Brauer Arnold Werners bereits seit 1797 sein Bier verkauft haben soll. Am 4. Dezember 1942 fand in der Gaststätte eine Razzia der Gestapo statt, die dort nach Mitgliedern der Kölner Gruppe der Edelweißpiraten (Leipziger Platz) suchte.
Leider können wir nicht nicht berichten, wie lange in dem Gebäude gebraut wurde und ob die Razzia Erfolg hatte.

Foto: Erwin Quedenfeldt, Universitäts- Landesbibliothek Düsseldorf, Wikipedialink: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:5723014.Erwin_Quedenfeldt.jpg

Recherche und Fotorestaurierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

Wilhelm Scheiner hat für uns den Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer am Thürmchenswall nach der Trockenlegung des Si...
11/06/2026

Wilhelm Scheiner hat für uns den Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer am Thürmchenswall nach der Trockenlegung des Sicherheitshafens im Jahr 1896 festgehalten. Die Kamera blickt dabei in Richtung des Rheinufer.
Größere Teilabschnitte der Stadtmauer und Türme wurden trotz der nahen Bebauung in diesen Jahren nicht nur abgetragen, sondern auch gesprengt.
[KH]

Foto: Wilhelm Scheiner, Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_d038745, Archivlink: https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05205499

Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung: Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media

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