05/06/2026
Am 6. Mai 1933 plünderten Studenten und Mitglieder der SA das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin. Ein Ziel war es, die beschlagnahmten Bücher der Institutsbibliothek am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz zu verbrennen. Die Unterdrückung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt war ein zentrales Ziel der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen. Es sollte definiert werden, was deutsch sei und was nicht. Vielfalt sollte nicht dazu gehören.
Umso erfreulicher war es, dass seit August 2023 die Treppe am Ort der Göttinger Bücherverbren-nung in Regenbogenfarben bemalt war. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2026 wurde diese Bemalung überstrichen und gleichzeitig die Gedenktafel an die Bücherverbrennung beschmiert.
Wir verurteilen diesen Angriff auf die Erinnerung an die Bücherverbrennungen und diese Erniedrigung der Verfolgten des Nationalsozialismus!
Vielen Dank an die Schüler*innen und die Lehrer*innen des Max-Planck-Gymnasium Göttingen, die bereits am Morgen des 3. Juni das Denkmal wieder gereinigt haben.