18/06/2026
Auf der Suche nach weiteren möglichen Herkunftsorten von Sprichwörtern sind wir in der Baugruppe Eifel fündig geworden: In der Hauswirtschaftskammer des Hauses aus Elsig steht eine große Wäschemangel als Glättrolle für die Wäsche. Sie stammt aus einem gemeinschaftlich genutzten Waschhaus der Herrnhuter Brüdergemeine Neuwied und steht exemplarisch für eine Dorfmangel, die von allen Bewohnern des Dorfes gemeinsam genutzt werden konnte. Außerdem könnt ihr dort auch eine kleinere Mangel und viele Geräte zur Wäschepflege sehen: Waschkessel, Pumpe, Mangel, Stampfer und Waschbrett zeigen auf, wie mühselig die “Große Wäsche” früher war.
Auch hier sind Redewendungen nicht weit: Jemanden durch die Mangel drehen oder in die Mangel genommen werden meint, jemandem mit Fragen zusetzen und ihn in die Enge zu treiben.
Wenn ihr sehen wollt, wie mühsam der Waschtag für die Frauen früher war, kommt doch bei unserer Veranstaltung "Die Große Wäsche" am 19. Juli vorbei. Merkt euch den Termin schon einmal vor!
Foto: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Yvonne Breuer.