Max-Leven-Zentrum Solingen e.V.

Website Kontaktieren Sie das Museum

Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Max-Leven-Zentrum Solingen e.V., Museum, Solingen.

Ziel des Vereins ist es, mit einer Bildungs- und Gedenkstätte die Erinnerung an die Arbeiterbewegung, die Verfolgung und Formen des Widerstands während der NS-Zeit und die Erinnerung an die Solinger Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Lesung Kemna-Krimi„Die Schreie am Rande der Stadt“Freitag, 9. Oktober 2026 um 18.00 Uhrim Max-Leven-Zentrum an der Max-L...
20/09/2026

Lesung Kemna-Krimi
„Die Schreie am Rande der Stadt“

Freitag, 9. Oktober 2026 um 18.00 Uhr
im Max-Leven-Zentrum an der Max-Leven-Gasse 7

Wenn die Erinnerungen geweckt werden…

Stefan Barz‘ Wuppertal-Krimi entspricht nicht dem klassischen Klischee eines Regionalkrimis. Neben der fesselnden Krimi-Unterhaltung rückt er ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte in unheimliche Nähe.

Im Frühling des Jahres 1993 findet der Journalist Martin Tesche bei der Auflösung der Wohnung seines verstorbenen Vaters Johannes ein sechzig Jahre altes Tagebuch. Martin ist erschüttert: Sein Vater verrät darin unmissverständlich, an einem Mord beteiligt gewesen zu sein.

Martin begibt sich auf Spurensuche und reist an Johannes Tesches früheren Wohnort Wuppertal. Dort macht er Gerda Steinjans ausfindig, deren Name ihm in den Aufzeichnungen mehrfach begegnet ist. Die alte Frau kann sich noch gut an seinen Vater erinnern. Und auch an die Freunde Georg, Henri und Friedrich, an die Wandervogel-Gruppe, in der sie damals ihre jugendliche Freiheitsliebe auslebten und sich an der Natur berauschten…

Aber mit den Erinnerungen kehren auch die Schreie wieder zurück, die von der Putzwollfabrik im Ortsteil Kemna zu ihnen herüberdrangen, einer Anlage, in der den Gerüchten nach ein Konzentrationslager eingerichtet worden war. Und der Nebel des Vergessens, der sich über die Mordtat gelegt hat, lichtet sich langsam…

In einem anschließenden Publikumsgespräch gehen wir auch auf Solinger Häftlinge der Kemna ein.

Geboren 1975 in Köln, wuchs Stefan Barz in Kommern auf und lebt heute in Wuppertal. Er studierte Germanistik und Philosophie, wurde Lehrer und begann mit dem Schreiben fiktionaler Texte. 2014 erschien sein erster Kurzkrimi »Erbsünde«, mit dem er für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert wurde.
Im selben Jahr erschien sein Debüt »Schandpfahl«, für den er den »Jacques-Berndorf-Förderpreis« verliehen bekam.

Weitere Infos: stefan-barz.de

Der Eintritt ist frei. Aus Platzgründen ist eine Anmeldung erforderlich: [email protected]



https://max-leven-zentrum.de/lesung-die-schreie-am-rande-der-stadt/8540/

„Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No.11“ beschreibt das Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten ...
13/09/2026

„Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No.11“ beschreibt das Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der französischen Résistance und in der Bundesrepublik. Es lesen seine Tochter Alice Czyborra und sein Enkel Juri Czyborra.

Dienstag, 15. SEPTEMBER 2026 um 18:30 Uhr
Ausstellung Max-Leven-Zentrum, Max-Leven-Gasse 7
Anmeldung unter [email protected]

Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er in Frankfurt/Main den aufkommenden Faschismus und den Antisemitismus, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime. Bereits 1933 emigrierte Peter Gingold mit seiner jüdischen Familie aus Deutschland nach Frankreich. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht schloss er sich mit seiner Frau Ettie dem französischen Widerstand an. Als er in die Hände der Gestapo geriet, gelang es Peter, durch eine unglaubliche Flucht den Faschisten zu entkommen. Die in Paris geborene Tochter Alice hat bei einer Bauernfamilie versteckt überlebt. Nach Deutschland zurückgekehrt gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Wie viele aus dem Widerstand wurde auch er und seine Familie Diskriminierungen und Repressionen ausgesetzt.

Der Eintritt ist frei. Aus Platzgründen ist eine Anmeldung erforderlich: [email protected]

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VVN/BdA Solingen statt.

Verein Lesung „Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No.11“ Daniela Tobias10. August 20267. September 2026 Dienstag, 15. SEPTEMBER 2026 um 18:30 UhrAusstellung Max-Leven-Zentrum, Max-Leven-Gasse 7Anmeldung unter [email protected] „Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin N...

Am Sonntag, 13. September 2026 habt Ihr die Gelegenheit neben der Ausstellung der Bildungs- und Gedenkstätte an der Max-...
09/09/2026

Am Sonntag, 13. September 2026 habt Ihr die Gelegenheit neben der Ausstellung der Bildungs- und Gedenkstätte an der Max-Leven-Gasse auch eine Bunkerführung im gegenüberliegenden Hochbunker zu erleben. Das Bauwerk, das auf dem Gelände des Spar- und Bauvereins steht, wird anlässlich des Tages des offenen Denkmals von 11-16 Uhr geöffnet.

Führungen finden halbstündlich statt, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe werden empfohlen. Das außergewöhnliche doppelläufige Treppenhaus ist nicht barrierefrei. Während des Zweiten Weltkriegs bot der Bunker vom Typ "Winkel" etwa 500 Menschen Schutz vor Luftangriffen.

Die Ausstellung des Max-Leven-Zentrums ist am Sonntag von 11-14 Uhr geöffnet.

Zum Sommer gibt es nochmal ein Paket Infos zu den Schließzeiten während der Ferien, dem Modell der Solinger Synagoge und...
24/07/2026

Zum Sommer gibt es nochmal ein Paket Infos zu den Schließzeiten während der Ferien, dem Modell der Solinger Synagoge und zum Änne-Wagner-Preis, der zum zweiten Mal an einen Abiturienten vergeben wurde. Wer nochmal vorbeikommen will: Sonntag 11-14 Uhr letzte Gelegenheit vor der Sommerpause!

Das Max-Leven-Zentrum Solingen macht im August Sommerpause. Vorher ist die Ausstellung am 26. Juli noch geöffnet. Neu zu sehen ist dort ein Modell der früheren Solinger Synagoge. Außerdem wurde der Änne-Wagner-Preis vergeben.

Letzte Woche brannte der Dachstuhl eines Hauses am Werwolf, das schon lange leer stand und dem Verfall preisgegeben war....
24/07/2026

Letzte Woche brannte der Dachstuhl eines Hauses am Werwolf, das schon lange leer stand und dem Verfall preisgegeben war. Es wurde 1924 von dem Ehepaar Dr. Ida und Dr. Walter Marcus gekauft. Beide waren 1923 nach Solingen gezogen. Am Werwolf 20 (damals Hauptstraße 53) gründeten sie eine Familie und betrieben ihre Kinderarztpraxis, bis sie 1938 wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben wurden. Die Enkelin Karen Marcus schickte uns vor ein paar Jahren Nachkriegsaufnahmen des Hauses und Familienfotos.

Dr. Walter Marcus, der aus Essen stammte, war durch seine älteren Schwestern Toni Michelson und Lina Westheimer nach Solingen gekommen. Ihre Familien leiteten die Stahlwarenfabrik Michelson an der Malteserstraße. Dr. Ida Marcus war in Oxford geboren und in Prag aufgewachsen. Sie war Mitglied der „Liga für Menschenrechte“, der auch Albert Einstein angehörte. Ihr Vater, der Indologe und Sanskritforscher Prof. Moriz Winternitz, war mit dem Physiker befreundet gewesen. Die beiden Kinder Eva und Hans-Werner Marcus wurden 1925 und 1929 in Solingen geboren.

Die Beliebtheit von Dr. Walter Marcus lässt sich daran ermessen, dass auch Eltern aus Gräfrath mit ihren Kindern seine Praxis besuchten, obwohl sie nach 1933 von den Nationalsozialisten boykottiert wurde. Dafür gibt es ein bezeichnendes Beispiel. In dem antisemitischen Schmierblatt „Der Stürmer“, erschien im Februar 1936 eine primitive Denunziation des Pfarrers der Evangelischen Kirchengemeinde Gräfrath. Julius Roeßle wurde zwar namentlich nicht genannt, war aber eindeutig zu identifizieren. Der Wortlaut:

„Ein geistlicher Meckerer in Solingen. In Solingen-Gräfrath wohnt der evangelische Pfarrer Lic[ensiat] R. (Bekenntnispfarrer). Dieser Herr Pfarrer ist Mitglied der NSDAP, will aber vom Nationalsozialismus nicht viel wissen, denn er ist dauernd am Meckern. Dieser Herr Pfarrer läßt seine Kinder von einem Judenarzt (Marcus) behandeln. Wenn dieser Herr Pfarrer Nationalsozialist sein will, dann ist es die höchste Zeit, daß er die Judenfrage studiert und das Meckern aufhört.“ – „Der Stürmer“, Februar 1936

In Deutschland gab es laut der Volkszählung vom Juni 1933 5.557 jüdische Ärzte, nicht gerechnet die aus der jüdischen Gemeinde ausgetretenen oder zum Christentum konvertierten. Das waren 11 % aller deutschen Ärzte.

1936 wurde Dr. Walter Marcus die Kassenarztzulassung entzogen. 1937 erlaubte man ihm noch die Teilnahme an der Internationalen medizinischen Woche in Interlaken. 1938 verlor er schließlich seine Approbation. Da hatten er und seine Frau schon die Auswanderung vorangetrieben. In der Pogromnacht 1938 blieb ihr Haus verschont, weil sie bereits einen „arischen“ Käufer hatten, der sein künftiges Eigentum schützte. Dennoch wurde der Kinderarzt im Zuge der Pogromnacht verhaftet, nach Dachau deportiert und Mitte Dezember 1938 unter der Auflage freigelassen, Deutschland innerhalb von 14 Tagen zu verlassen. Da sie wegen der Kürze der Zeit kein Einreisevisum bekommen konnten, beantragten er und seine Frau Ida, die aufgrund ihrer Geburt in Oxford auch die britische Staatsangehörigkeit besaß, ein Besuchsvisum für Britisch-Palästina, um von dort über England in die USA zu gelangen.

In den USA konnte Walter Marcus, bis er 1943 eine Zusatzprüfung abgelegt hatte, keiner beruflichen Tätigkeit nachkommen und lebte so lange weitgehend von Einnahmen seiner Frau, die als Laborantin zunächst eine unterqualifizierte Arbeit fand. Mitte der 1940er Jahre bekamen beide die Möglichkeit am Thorek Hospital in Chicago zu arbeiten und gründeten später ein eigenes Labor, während Walter Marcus wieder eine eigene Praxis eröffnete.

Ida Marcus starb am 2. Dezember 1958 in Chicago an einer Lungenentzündung, die vermutlich die Folge einer Hirnentzündung war, die sie sich bei der Arbeit im Labor zugezogen hatte. Ihre Beisetzung fand unter großer Anteilnahme statt. Auch der Bürgermeister von Chicago, Richard J. Daley, trug sich ins Kondolenzbuch ein. Ihr Mann Walter heiratete nach ihrem Tod ein zweites Mal und starb am 28. Juli 1973, ebenfalls in Chicago.

Als die Tochter Eva 1968 eine Anfrage aus Solingen von Herbert Weber bekam, der an einer Dokumentation der Pogromnacht in Solingen arbeitete, schrieb sie ihm zurück, dass sie sich nicht an diese unglückliche Zeit erinnern wolle, die sie erfolgreich verdrängt habe.

„Es ist sehr schlimm, wenn Menschen die man kannte und traute, sich in eine wilde, unbeherrschte, irrsinnige Horde wandeln, der man nichts sagen kann, und die mit Wut alles zerstört und verbrennt. Viele andere Menschen haben auch selbst die Aufregung und Verzweiflung erfahren einen Vater oder Gatten im Konzentrationslager zu haben. Aber wie kann man der heutigen freien Jugend solche Tatsachen und Gefühle schildern? Es ist doch nur mehr alte Geschichte. Es tut mir wirklich leid, dass ich Ihnen nicht mehr Unterstützung geben kann, aber meine Erlebnisse bleiben am Besten vergessen.“ – Eva Cohn, geb. Marcus im September 1968

Fotos 1-4: Das Haus der Familie Marcus nach dem Krieg, Foto 5: Walter und Ida Marcus, Foto 6: John Marcus, Foto 7: Eva Marcus, Foto 8: Ida Marcus in ihrem Labor, Foto 9: Ausweis von Ida Marcus, Quelle: Karen I. Marcus, Abbildung 10: Berichterstattung Solinger Tageblatt zum Brand am Werwolf

https://max-leven-zentrum.de/2021JLID/juedische-aerzte-und-aerztinnen/

In den Sommerferien wird das Stadtarchiv Solingen die allgemeinen Öffnungszeiten der Ausstellung an der Max-Leven-Gasse ...
23/07/2026

In den Sommerferien wird das Stadtarchiv Solingen die allgemeinen Öffnungszeiten der Ausstellung an der Max-Leven-Gasse 7 einschränken.

Am 26. Juli ist die Ausstellung noch einmal wie gewohnt Sonntags von 11-14 Uhr geöffnet sein.

Im August 2026 bleibt die Ausstellung geschlossen. Die erste reguläre Öffnungszeit nach der Sommerpause ist am Sonntag, 6. September von 11-14 Uhr.

Anfragen zu Führungen außerhalb der Öffnungszeiten gerne unter [email protected]

Wir wünschen allen eine schöne Sommerzeit und freuen uns auf Euren nächsten Besuch!



https://max-leven-zentrum.de/oeffnungszeiten-in-den-sommerferien-2026/8566/

Aufgrund von aktuellen Abrissarbeiten an der Max-Leven-Gasse bleibt die Ausstellung Mittwoch Abend und Sonntag geschloss...
16/06/2026

Aufgrund von aktuellen Abrissarbeiten an der Max-Leven-Gasse bleibt die Ausstellung Mittwoch Abend und Sonntag geschlossen!

Das Modell der Solinger Synagoge ist heute morgen von der Stadtbibliothek Solingen in die Ausstellung des Max-Leven-Zent...
07/05/2026

Das Modell der Solinger Synagoge ist heute morgen von der Stadtbibliothek Solingen in die Ausstellung des Max-Leven-Zentrums umgezogen. Der ursprüngliche Standort war die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, die das Modell wegen eines Umbaus ihrer Ausstellung letztes Jahr auf Vermittlung des Bergischen Geschichtsvereins nach Solingen gegeben hat. Kommt gerne am Sonntag vorbei, wir sind von 11-14 Uhr da. Ihr findet uns an der Max-Leven-Gasse 7.

Wie nähert man sich historischer Erinnerungsarbeit und wie leitet man ein Museum unter den Bedingungen eines Krieges? Da...
22/04/2026

Wie nähert man sich historischer Erinnerungsarbeit und wie leitet man ein Museum unter den Bedingungen eines Krieges? Das junge Team des Zdolbuniv-Museums in der Ukraine berichtet nächsten Dienstag über seine Arbeit und unser gemeinsames Thema: Fritz Gräbe. Der Solinger Ingenieur rettete im Zweiten Weltkrieg in Zdolbuniv und Riwne zahlreichen Juden und Polen das Leben und sagte später im Rahmen der Kriegsverbrecher-Prozesse gegen die Täter aus. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Austausch über Erinnern und Gedenken im internationalen Kontext. Wenn Ihr bei dem Online-Vortrag dabei sein wollt, schreibt uns eine kurze Mail an [email protected] Teilen erwünscht! Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Falken Bildungs- und Freizeitwerk Bergisches Land statt.

Dienstag, 28. APRIL 2026 um 18 Uhr Oleksandr Chyzhevskyi, der Leiter des Heimatmuseums Zdolbuniv (Ukraine) berichtet von der Entwicklung und der Arbeit des Kultur- und Erinnerungsortes im Gebäude eines ehemaligen NKWD-Gefängnisses aus der Sowjet-Zeit unter den aktuellen Bedingungen des Krieges so

Adresse

Solingen

Öffnungszeiten

Mittwoch 17:00 - 20:00
Sonntag 11:00 - 14:00

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Kontaktieren Sie Das Museum

Nachricht an Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie