Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf 1636-1644 e.V.

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Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf 1636-1644 e.V. Thirty Years War Reenactment Association, Bavarian Dragoons Regiment during the Period 1636-1644 Davor kommandierte der Obrist Wolf das Dragonerregiment Werth.

Das Kurbairische Dragonerregiment Johann Wolf, oder Dragonerregiment Wolf wurde seit etwa 1636 vom Oberst Johann Wolf geführt. Er erhielt sein eigenes Regiment aufgrund seiner Leistungen in bayerischen Militärdiensten verliehen. Nachdem das Regiment Wolf bei der Belagerung der Festung Ehrenbreitstein mitwirkte, kämpfte es vorwiegend an der Westfront gegen die Truppen von Bernhard von Sachsen-Weim

ar und die französischen Truppen zwischen dem Bodensee und dem Rheingau. Durch den tapferen Einsatz des Oberst Wolf und seiner Soldaten wurde bei der Schlacht bei Tuttlingen die gesamte feindliche Artillerie erobert. Johann Heilmann schreibt in seinem Werk "Kriegsgeschichte von Bayern, Franken, Pfalz und Schwaben" - der Oberst Johann Wolf sei wohl der tapferste und unternehmendste Soldat der gesamten bayerischen Armee.

+++english version below+++Nachlese zur Schlacht um Heiligerlee (NL) vom 23. bis 25.05.2025Die größte Veranstaltung dies...
24/10/2025

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Nachlese zur Schlacht um Heiligerlee (NL) vom 23. bis 25.05.2025

Die größte Veranstaltung dieses Jahres führte uns nach Heiligerlee, wo wir an der Nachstellung der berühmten Schlacht von 1568 teilnahmen. Diese Schlacht gilt als die erste ernsthafte militärische Auseinandersetzung des Achtzigjährigen Krieges zwischen den niederländischen Aufständischen unter Ludwig und Adolf von Nassau und den spanischen Truppen. Sie brachte den ersten militärischen Erfolg für die niederländische Sache, wenngleich schon kurz darauf schwere Rückschläge folgten. Historisch erlangte das Gefecht besondere Bedeutung, weil es den Beginn des langen niederländischen Unabhängigkeitskampfes gegen die spanische Herrschaft markierte. Eine besondere Tragik lag darin, dass der niederländische Oberbefehlshaber Adolf von Nassau während der Schlacht fiel. Sein Tod verlieh dem Sieg zwar eine schwere Note, stärkte jedoch auch die symbolische Bedeutung des Kampfes und die Entschlossenheit der Aufständischen.

Für uns war es diesmal eine Besonderheit: Wir kämpften auf der niederländischen Seite und stellten gemeinsam mit Truppen aus den Niederlanden, England und Finnland einen stärkeren Schießflügel dar. So konnten wir eine breite Formation an Musketen und Arkebusen bilden, was das Feuergefecht eindrucksvoll wirken ließ.

Trotz des durchweg regnerischen Wetters geriet die Veranstaltung keineswegs ins Wasser. Im Gegenteil: Wir genossen das abwechslungsreiche Lagerleben, den Austausch mit den internationalen Gruppen und vor allem die beiden gelungenen Schlachtdarstellungen. Das große Highlight hierbei war ohne Zweifel der starke Auftritt der Kavallerie. Neben leichterer Reiterei standen auf niederländischer Seite auch ein Trupp schwer gerüsteter Kürassierreiter im Einsatz – ein Bild, das man bei Nachstellungen von Gefechten nur sehr selten zu sehen bekommt. Ihre Präsenz verlieh der gesamten Darstellung zusätzliche Authentizität und vermittelte einen Eindruck davon, welche Schlagkraft eine solche Reitertruppe im Gefecht entwickeln konnte.

Damit war Heiligerlee nicht nur die größte, sondern auch eine der eindrucksvollsten Veranstaltungen unseres Jahres – ein gelungener Rückblick in die Anfänge des Achtzigjährigen Krieges, der uns allen lange in Erinnerung bleiben wird.

VIVA SANTA MARIA!

Fotos von Kimmo Vuori

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Report on the Battle of Heiligerlee (NL), May 23–25, 2025

This year’s largest event took us to Heiligerlee, where we took part in the reenactment of the famous battle of 1568. This battle is considered the first serious military confrontation of the Eighty Years’ War between the Dutch rebels under Louis and Adolf of Nassau and the Spanish troops. It brought the first military success for the Dutch cause, although heavy setbacks soon followed. Historically, the skirmish gained particular importance because it marked the beginning of the long Dutch struggle for independence from Spanish rule. A special tragedy lay in the fact that the Dutch commander Adolf of Nassau was killed during the battle. His death cast a heavy shadow over the victory, but at the same time strengthened the symbolic importance of the fight and the determination of the rebels.

For us, this time was a special experience: we fought on the Dutch side and, together with troops from the Netherlands, England, and Finland, formed a stronger firing wing. This allowed us to build a wide formation of muskets and arquebuses, which made the firefight especially impressive.

Despite the consistently rainy weather, the event was by no means spoiled. On the contrary, we thoroughly enjoyed the varied camp life, the exchange with international groups, and especially the two successful battle presentations. The great highlight here was without doubt the powerful appearance of the cavalry. Alongside lighter horsemen, there was also a contingent of heavy armored cuirassiers fighting on the Dutch side—something very rarely seen in battle reenactments. Their presence added an extra level of authenticity to the presentation and gave an impression of the striking force such a cavalry unit could unleash in combat.

Thus Heiligerlee was not only the largest, but also one of the most impressive events of our year—a successful look back at the beginnings of the Eighty Years’ War, which will remain long in our memory.

VIVA SANTA MARIA!
Photos by Kimmo Vuori

🇳🇱

+++english Version below +++Neues aus den Regimentswerkstätten: Passend zum neuen Kleid, das wir euch bereits gestern ze...
18/10/2025

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Neues aus den Regimentswerkstätten: Passend zum neuen Kleid, das wir euch bereits gestern zeigten, haben wir ein neues Partlet genäht. Es besteht aus Wollstoff der mit Leinen gefüttert wurde und wird über den Schultern und um den Hals getragen. Es schützt die Trägerin vor Schmutz und Kälte und verdeckt das Dekolleté.

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News from the regiment workshops: To match the new dress we already showed you yesterday, we have sewn a new partlet. It is made of wool fabric lined with linen and is worn over the shoulders and around the neck. It protects the wearer from dirt and cold and covers the décolleté.

+++english Version below+++Neues aus den Regimentswerkstätten: Wir haben für eine unserer Marketenderinnen ein neues Kle...
17/10/2025

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Neues aus den Regimentswerkstätten: Wir haben für eine unserer Marketenderinnen ein neues Kleid genäht! Es besteht aus einem Mieder mit angesetztem Rock. Das Mieder ist mit Buckram verstärkt und über der Brust geschnürt. Der angesetzte Rock besteht aus einem Wolltuch, das wir in Falten gelegt und an das Mieder genäht haben. Wendbare Ärmel vervollständigen das neue Outfit. Als Vorlage dienten verschiedene zeitgenössische Abbildungen.

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News from the regimental workshops: We have sewn a new dress for one of our market women! It consists of a bodice with an attached skirt. The bodice is reinforced with buckram and laced over the chest. The attached skirt is made of woolen cloth, which we pleated and sewed to the bodice. Reversible sleeves complete the new outfit. Various contemporary illustrations served as templates.

+++english Version below+++Neues aus den Regimentswerkstätten! Wir haben aus einem Reststück Kastanienholz ein einfaches...
16/10/2025

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Neues aus den Regimentswerkstätten! Wir haben aus einem Reststück Kastanienholz ein einfaches Schneidbrett angefertigt. Die Verzierung mit einem eingeschnitzten Zickzackmuster ist an ein Stück vom Wrack der „Mary Rose” angelehnt. Auf eine lange Dienstzeit im Regiment! VIVA SANTA MARIA!

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News from the regiment workshops! We have made a simple cutting board from a piece of leftover chestnut wood. The decoration, featuring a carved zigzag pattern, is based on a piece from the wreck of the Mary Rose. Here's to a long service in the regiment! VIVA SANTA MARIA!

+++english Version below+++Am Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2025 schlugen wir unser Lager auf der Burg Lichtenberg in...
15/10/2025

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Am Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2025 schlugen wir unser Lager auf der Burg Lichtenberg in der Pfalz auf. Die beeindruckende Anlage gilt als längste Burgruine Deutschlands und war bereits im Dreißigjährigen Krieg ein wichtiger strategischer Punkt in der Westpfalz.

Leider spielte das Wetter nicht ganz wie erhofft mit, sodass wir nur einige kurze Regenpausen für Drills und Übungen nutzen konnten. Ansonsten stand das Leben im Feldlager im Mittelpunkt, und unsere Soldaten übten sich in verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten, im Spiel und im Herstellen von Ausrüstung.

Um die Truppe bei Laune zu halten, veranlasste der Hauptmann nach dem Verlesen der Artikelbriefe am Sonntag eine Soldauszahlung. Trotz des durchwachsenen Wetters hatten wir eine Menge Spaß, bedanken uns herzlich für die Gastfreundschaft und hoffen auf eine baldige Wiederholung! VIVA SANTA MARIA!

Fotos von Andreas Rauch und Peter Ripberger

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On the weekend of 3 to 5 October 2025, we set up camp at Lichtenberg Castle in the Palatinate. The impressive complex is considered the longest castle ruin in Germany and was already an important strategic point in the Western Palatinate during the Thirty Years' War.

Unfortunately, the weather did not cooperate as hoped, so we were only able to use a few short breaks in the rain for drills and exercises. Otherwise, life in the field camp took centre stage, and our soldiers practised various crafts, games and equipment manufacturing.

To keep the troops happy, the captain arranged for a payout after reading the articles of service on Sunday. Despite the mixed weather, we had a lot of fun, would like to express our sincere thanks for the hospitality and hope to repeat the experience soon! VIVA SANTA MARIA!

Photos by Andreas Rauch and Peter Ripberger

+++english version below+++Bevor wir heute auf die Burg Lichtenberg abreisen, möchten wir euch noch unser neuestes Werk ...
03/10/2025

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Bevor wir heute auf die Burg Lichtenberg abreisen, möchten wir euch noch unser neuestes Werk aus den Regimentswerkstätten zeigen: einen Spaten.

Auch Schanzarbeiten gehörten zu den alltäglichen Aufgaben von Soldaten. Daher fertigten wir einen Spaten nach historischer Vorlage an. Der Stiel besteht aus Eschenholz, dessen lange Fasern es besonders widerstandsfähig machen – ein Material, das bis heute für Werkzeugstiele verwendet wird. Die Schneide ist mit einem Stahlblech verstärkt, wodurch die Haltbarkeit der Klinge deutlich erhöht wird.

Auf eine lange Dienstzeit im Regiment! VIVA SANTA MARIA!

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Before we depart for Lichtenberg Castle today, we would like to show you our latest creation from the regimental workshops: a spade.

Entrenching work was also part of the soldiers' daily tasks. That is why we made a spade based on historical models. The handle is made of ash wood, whose long fibres make it particularly durable – a material that is still used for tool handles today. The cutting edge is reinforced with sheet steel, which significantly increases the durability of the blade.

Here's to a long service in the regiment! VIVA SANTA MARIA!

+++english version below+++Neues aus den Regimentswerkstätten! Bei der Zubereitung von Speisen im Feldlager sind Schneid...
02/10/2025

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Neues aus den Regimentswerkstätten! Bei der Zubereitung von Speisen im Feldlager sind Schneidbretter ein unentbehrliches Utensil. Eines unserer Bretter entstand aus einem Reststück Eschenholz, das beim Bau unseres Tisches übriggeblieben war. Ein weiteres Brettlein fertigten wir aus Kastanienholz. Die Formen sind schlicht gehalten und lassen sich in verschiedenen historischen Bildquellen wiederfinden. Auf eine lange Dienstzeit im Regiment! VIVA SANTA MARIA!

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News from the regiment workshops! Cutting boards are an indispensable utensil when preparing food in the field camp. One of our boards was made from a piece of ash wood left over from the construction of our table. We made another small board from chestnut wood. The shapes are simple and can be found in various historical image sources. Here's to a long service in the regiment! VIVA SANTA MARIA!

+++english Version below+++Teil 4: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bi...
30/09/2025

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Teil 4: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bis 20.04.2025

Auch in diesem Jahr war ein Teil unserer Soldaten und Marketenderinnen bei der Living History-Veranstaltung „Landleben 1625“ der Reihe „Anno Domini“ im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen zu Gast. Das diesjährige Motto lautete „Wundersame Zeichen“. Anlass hierfür waren verschiedene Naturphänomene, die im Frühjahr 1625 rund um Schwäbisch Hall beobachtet wurden: mehrfarbige Regenbogen, unbekannte Lichtspiele in der Abenddämmerung, rot gefärbte Seen und seltsame Himmelserscheinungen – allesamt deuteten Zeitgenossen als „merkwürdige“ Zeichen, die in Flugblättern und Chroniken dokumentiert wurden. Diese Themen bildeten den thematischen Rahmen für das historische Szenario und inspirierten zu vielen Gesprächen und Darstellungen während der Veranstaltung.

Gleichzeitig war die Region durch die Einquartierung des kaiserlichen Reiterregiments Wittenhorst geprägt, das im Frühjahr 1625 in und um Hall stationiert war. Um diese militärische Situation authentisch darzustellen, passte einer unserer Dragoner seine Ausrüstung eigens an und übernahm die Rolle eines Kürassierreiters. Hierfür wurde eigens ein Reiterharnisch im Stil der 1620er Jahre angefertigt. Die detailreiche Rüstung und das imposante Pferd zogen während der Veranstaltung viel Aufmerksamkeit auf sich und wurden wiederholt Gegenstand von Erklärungen und Vorführungen.

Nach der Unterbringung der Soldaten und Marketenderinnen in den Häusern begann der Alltag: Die Soldaten kümmerten sich um ihre Pferde, pflegten Ausrüstung und Uniform, und verrichteten die üblichen militärischen Pflichten. Auch die Marketenderinnen waren im Einsatz: Sie kochten, versorgten die Gäste und Soldaten mit Speis und Trank und kümmerten sich um Haushalt und Wirtshaus. Im Verlauf der Veranstaltung wurden zahlreiche Programmpunkte geboten: Waffenschau, Alarm- und Schützenschießen, Andachten unter freiem Himmel, Tanz und Musik, Szenen aus dem Wirtshausleben und verschiedene Miniaturen aus dem Alltag der Zeit. Die Besucher erlebten hautnah, wie die Gegenwart der Soldaten das Gemeindeleben beeinflusste, wie Bauern und Händler auf einquartierte Truppen reagierten und wie Versorgungsengpässe, Disziplin oder auch die Angst vor etwaigen Übergriffen zum Alltag gehörten. Viele Fragen zur Ausrüstung, Motivation und dem Soldatenleben wurden beantwortet, und nicht selten entstanden angeregte Fachgespräche.

Ausführlicher Bericht:
- Teil 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Fotos von Stefan Winter & Annika Kemmer

VIVA SANTA MARIA!

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Part 4: Review of the event “Country Life 1625” at the Open-Air Museum Wackershofen, April 18–20, 2025

This year again, part of our soldiers and camp followers took part in the living history event “Country Life 1625” of the “Anno Domini” series at the Hohenlohe Open-Air Museum Wackershofen. The theme of this year’s edition was “Wondrous Signs.” It was inspired by several natural phenomena that were observed around Schwäbisch Hall in the spring of 1625: multicolored rainbows, unknown light displays at dusk, lakes turned red, and other strange heavenly apparitions. Contemporary witnesses interpreted all of these as “remarkable” signs and recorded them in broadsheets and chronicles. These accounts provided the thematic framework for the historical scenario and inspired many conversations and portrayals during the event.

At the same time, the region was marked by the quartering of the imperial cavalry regiment Wittenhorst, which was stationed in and around Hall in the spring of 1625. To represent this military situation authentically, one of our dragoons specially adapted his equipment and took on the role of a cuirassier. For this purpose, a cavalry armor in the style of the 1620s was crafted. The detailed armor and the imposing horse attracted much attention throughout the event and became the subject of repeated explanations and demonstrations.

After the soldiers and camp followers had been accommodated in the houses, daily life began: the soldiers cared for their horses, maintained their equipment and uniforms, and performed their usual military duties. The camp followers were equally busy: cooking, serving guests and soldiers with food and drink, and managing household and tavern work. Throughout the event, a wide range of program points were offered: weapon displays, alarm drills and musket firing, open-air devotions, dance and music, tavern scenes, and various vignettes of everyday life. Visitors experienced first-hand how the presence of soldiers influenced community life, how peasants and merchants reacted to billeted troops, and how supply shortages, discipline, or fears of possible excesses shaped daily reality. Many questions about equipment, motivations, and the life of soldiers were answered, and lively expert discussions often developed.

Detailed report:
- Part 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Photos by Stefan Winter & Annika Kemmer

VIVA SANTA MARIA!

+++english Version below+++Teil 3: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bi...
29/09/2025

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Teil 3: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bis 20.04.2025

Auch in diesem Jahr war ein Teil unserer Soldaten und Marketenderinnen bei der Living History-Veranstaltung „Landleben 1625“ der Reihe „Anno Domini“ im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen zu Gast. Das diesjährige Motto lautete „Wundersame Zeichen“. Anlass hierfür waren verschiedene Naturphänomene, die im Frühjahr 1625 rund um Schwäbisch Hall beobachtet wurden: mehrfarbige Regenbogen, unbekannte Lichtspiele in der Abenddämmerung, rot gefärbte Seen und seltsame Himmelserscheinungen – allesamt deuteten Zeitgenossen als „merkwürdige“ Zeichen, die in Flugblättern und Chroniken dokumentiert wurden. Diese Themen bildeten den thematischen Rahmen für das historische Szenario und inspirierten zu vielen Gesprächen und Darstellungen während der Veranstaltung.

Gleichzeitig war die Region durch die Einquartierung des kaiserlichen Reiterregiments Wittenhorst geprägt, das im Frühjahr 1625 in und um Hall stationiert war. Um diese militärische Situation authentisch darzustellen, passte einer unserer Dragoner seine Ausrüstung eigens an und übernahm die Rolle eines Kürassierreiters. Hierfür wurde eigens ein Reiterharnisch im Stil der 1620er Jahre angefertigt. Die detailreiche Rüstung und das imposante Pferd zogen während der Veranstaltung viel Aufmerksamkeit auf sich und wurden wiederholt Gegenstand von Erklärungen und Vorführungen.

Nach der Unterbringung der Soldaten und Marketenderinnen in den Häusern begann der Alltag: Die Soldaten kümmerten sich um ihre Pferde, pflegten Ausrüstung und Uniform, und verrichteten die üblichen militärischen Pflichten. Auch die Marketenderinnen waren im Einsatz: Sie kochten, versorgten die Gäste und Soldaten mit Speis und Trank und kümmerten sich um Haushalt und Wirtshaus. Im Verlauf der Veranstaltung wurden zahlreiche Programmpunkte geboten: Waffenschau, Alarm- und Schützenschießen, Andachten unter freiem Himmel, Tanz und Musik, Szenen aus dem Wirtshausleben und verschiedene Miniaturen aus dem Alltag der Zeit. Die Besucher erlebten hautnah, wie die Gegenwart der Soldaten das Gemeindeleben beeinflusste, wie Bauern und Händler auf einquartierte Truppen reagierten und wie Versorgungsengpässe, Disziplin oder auch die Angst vor etwaigen Übergriffen zum Alltag gehörten. Viele Fragen zur Ausrüstung, Motivation und dem Soldatenleben wurden beantwortet, und nicht selten entstanden angeregte Fachgespräche.

Ausführlicher Bericht:
- Teil 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Fotos von Sophia Brandus

VIVA SANTA MARIA!

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Part 3: Review of the event “Country Life 1625” at the Open-Air Museum Wackershofen, April 18–20, 2025

This year again, part of our soldiers and camp followers took part in the living history event “Country Life 1625” of the “Anno Domini” series at the Hohenlohe Open-Air Museum Wackershofen. The theme of this year’s edition was “Wondrous Signs.” It was inspired by several natural phenomena that were observed around Schwäbisch Hall in the spring of 1625: multicolored rainbows, unknown light displays at dusk, lakes turned red, and other strange heavenly apparitions. Contemporary witnesses interpreted all of these as “remarkable” signs and recorded them in broadsheets and chronicles. These accounts provided the thematic framework for the historical scenario and inspired many conversations and portrayals during the event.

At the same time, the region was marked by the quartering of the imperial cavalry regiment Wittenhorst, which was stationed in and around Hall in the spring of 1625. To represent this military situation authentically, one of our dragoons specially adapted his equipment and took on the role of a cuirassier. For this purpose, a cavalry armor in the style of the 1620s was crafted. The detailed armor and the imposing horse attracted much attention throughout the event and became the subject of repeated explanations and demonstrations.

After the soldiers and camp followers had been accommodated in the houses, daily life began: the soldiers cared for their horses, maintained their equipment and uniforms, and performed their usual military duties. The camp followers were equally busy: cooking, serving guests and soldiers with food and drink, and managing household and tavern work. Throughout the event, a wide range of program points were offered: weapon displays, alarm drills and musket firing, open-air devotions, dance and music, tavern scenes, and various vignettes of everyday life. Visitors experienced first-hand how the presence of soldiers influenced community life, how peasants and merchants reacted to billeted troops, and how supply shortages, discipline, or fears of possible excesses shaped daily reality. Many questions about equipment, motivations, and the life of soldiers were answered, and lively expert discussions often developed.

Detailed report:
- Part 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Photos by Sophia Brandus

VIVA SANTA MARIA!

+++english version below+++Neues aus den Regimentswerkstätten!Passend zu unserem Kürassierharnisch, den wir für die Vera...
28/09/2025

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Neues aus den Regimentswerkstätten!
Passend zu unserem Kürassierharnisch, den wir für die Veranstaltung Landleben 1625 anfertigten und euch bereits vor einigen Tagen hier gezeigt haben, haben wir auch eine kaiserliche Kürassierstandarte hergestellt. Da wir in unseren Recherchen keine originale Standarte des Wittenhorstschen Regiments ausfindig machen konnten, wählten wir eine erbeutete kaiserliche Standarte aus dem Armeemuseum Stockholm als Vorlage. Diese zeigt ein helles bzw. gräuliches Andreaskreuz mit Dornen auf rotem Grund.

Unsere Replik besteht aus Seide, die auf mehreren Lagen Trägerstoff fixiert wurde. Damit die Seide des Andreaskreuzes beim Aufnähen nicht ausreißt, verstärkten wir die Kanten zunächst mit Gummi Arabicum. Anschließend wurde das Kreuz sorgfältig aufgenäht. Eine seidenene Fransenborte fasst die Standarte ein. Da wir keine rote Borte in passender Ausführung beschaffen konnten, entschieden wir uns im Gegensatz zum historischen Vorbild für eine hellbeige Variante.

Die Standarte wird an einer Stange aus Eschenholz getragen, die sich zum Griff hin verjüngt und von dort in beide Richtungen schmaler zuläuft. Um ein Verlieren zu verhindern, kann die Standarte in einen an einer eisernen Stange gelagerten Ring eingehängt werden – ein Detail, das auch bei zahlreichen historischen Originalen zu finden ist. Abgeschlossen wird das Ganze von einer eisernen Spitze.

Quelle der Vorlage: https://digitaltmuseum.se/021016856202/avbildning-i-gouache-forestallande-falttecken-taget-som-trofe-av-svenska

Auf eine lange Dienstzeit im Regiment! VIVA SANTA MARIA!

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News from the regimental workshops!

To match the cuirassier’s armor we made for the event „Landleben 1625“ and showed you here a few days ago, we have also produced an imperial cuirassier standard. Since our research did not yield any surviving original standard of the Wittenhorst Regiment, we chose as a model a captured imperial standard from the Army Museum in Stockholm. This one shows a light or grayish St. Andrew’s cross with thorns on a red field.

Our replica is made of silk, mounted on several layers of backing fabric. To prevent the silk of the cross from fraying during sewing, we first reinforced the edges with gum arabic. Afterwards, the cross was carefully stitched on. A silk fringe trims the edge of the standard. Since we could not acquire a suitable red fringe, we decided—unlike the historical original—to use a light beige version instead.

The standard is carried on an ash wood pole that tapers toward the grip and narrows from there in both directions. To prevent it from being lost, the standard can be hung in a ring mounted on an iron rod— a detail also found on numerous historical originals. The whole is completed with an iron finial.

Source of the model: https://digitaltmuseum.se/021016856202/avbildning-i-gouache-forestallande-falttecken-taget-som-trofe-av-svenska

To many years of service in the regiment! VIVA SANTA MARIA!

+++english Version below+++Teil 2: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bi...
27/09/2025

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Teil 2: Nachlese zur Veranstaltung „Landleben 1625“ im Freilandmuseum Wackershofen vom 18. bis 20.04.2025

Auch in diesem Jahr war ein Teil unserer Soldaten und Marketenderinnen bei der Living History-Veranstaltung „Landleben 1625“ der Reihe „Anno Domini“ im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen zu Gast. Das diesjährige Motto lautete „Wundersame Zeichen“. Anlass hierfür waren verschiedene Naturphänomene, die im Frühjahr 1625 rund um Schwäbisch Hall beobachtet wurden: mehrfarbige Regenbogen, unbekannte Lichtspiele in der Abenddämmerung, rot gefärbte Seen und seltsame Himmelserscheinungen – allesamt deuteten Zeitgenossen als „merkwürdige“ Zeichen, die in Flugblättern und Chroniken dokumentiert wurden. Diese Themen bildeten den thematischen Rahmen für das historische Szenario und inspirierten zu vielen Gesprächen und Darstellungen während der Veranstaltung.

Gleichzeitig war die Region durch die Einquartierung des kaiserlichen Reiterregiments Wittenhorst geprägt, das im Frühjahr 1625 in und um Hall stationiert war. Um diese militärische Situation authentisch darzustellen, passte einer unserer Dragoner seine Ausrüstung eigens an und übernahm die Rolle eines Kürassierreiters. Hierfür wurde eigens ein Reiterharnisch im Stil der 1620er Jahre angefertigt. Die detailreiche Rüstung und das imposante Pferd zogen während der Veranstaltung viel Aufmerksamkeit auf sich und wurden wiederholt Gegenstand von Erklärungen und Vorführungen.

Nach der Unterbringung der Soldaten und Marketenderinnen in den Häusern begann der Alltag: Die Soldaten kümmerten sich um ihre Pferde, pflegten Ausrüstung und Uniform, und verrichteten die üblichen militärischen Pflichten. Auch die Marketenderinnen waren im Einsatz: Sie kochten, versorgten die Gäste und Soldaten mit Speis und Trank und kümmerten sich um Haushalt und Wirtshaus. Im Verlauf der Veranstaltung wurden zahlreiche Programmpunkte geboten: Waffenschau, Alarm- und Schützenschießen, Andachten unter freiem Himmel, Tanz und Musik, Szenen aus dem Wirtshausleben und verschiedene Miniaturen aus dem Alltag der Zeit. Die Besucher erlebten hautnah, wie die Gegenwart der Soldaten das Gemeindeleben beeinflusste, wie Bauern und Händler auf einquartierte Truppen reagierten und wie Versorgungsengpässe, Disziplin oder auch die Angst vor etwaigen Übergriffen zum Alltag gehörten. Viele Fragen zur Ausrüstung, Motivation und dem Soldatenleben wurden beantwortet, und nicht selten entstanden angeregte Fachgespräche.

Ausführlicher Bericht:
- Teil 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Teil 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Fotos von Michael Leyendecker

VIVA SANTA MARIA!

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Part 2: Review of the event “Country Life 1625” at the Open-Air Museum Wackershofen, April 18–20, 2025

This year again, part of our soldiers and camp followers took part in the living history event “Country Life 1625” of the “Anno Domini” series at the Hohenlohe Open-Air Museum Wackershofen. The theme of this year’s edition was “Wondrous Signs.” It was inspired by several natural phenomena that were observed around Schwäbisch Hall in the spring of 1625: multicolored rainbows, unknown light displays at dusk, lakes turned red, and other strange heavenly apparitions. Contemporary witnesses interpreted all of these as “remarkable” signs and recorded them in broadsheets and chronicles. These accounts provided the thematic framework for the historical scenario and inspired many conversations and portrayals during the event.

At the same time, the region was marked by the quartering of the imperial cavalry regiment Wittenhorst, which was stationed in and around Hall in the spring of 1625. To represent this military situation authentically, one of our dragoons specially adapted his equipment and took on the role of a cuirassier. For this purpose, a cavalry armor in the style of the 1620s was crafted. The detailed armor and the imposing horse attracted much attention throughout the event and became the subject of repeated explanations and demonstrations.

After the soldiers and camp followers had been accommodated in the houses, daily life began: the soldiers cared for their horses, maintained their equipment and uniforms, and performed their usual military duties. The camp followers were equally busy: cooking, serving guests and soldiers with food and drink, and managing household and tavern work. Throughout the event, a wide range of program points were offered: weapon displays, alarm drills and musket firing, open-air devotions, dance and music, tavern scenes, and various vignettes of everyday life. Visitors experienced first-hand how the presence of soldiers influenced community life, how peasants and merchants reacted to billeted troops, and how supply shortages, discipline, or fears of possible excesses shaped daily reality. Many questions about equipment, motivations, and the life of soldiers were answered, and lively expert discussions often developed.

Detailed report:
- Part 1: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/04/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 2: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/05/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html
- Part 3: https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2025/06/wundersame-zeichen-miracolous-signs.html

Photos by Michael Leyendecker

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