08/10/2026
🏎️ Jochen Rindts Jaguar E-Type Roadster - in unrestauriertem Zustand
Das nächste Fahrzeug, das wir euch im Rahmen unseres Oldtimer-Festes vorstellen dürfen, bringen unsere langjährigen Kooperations-Partner vom Gaisbergrennen - großes jährliches Highlight! - nach Mattsee.
Ein ganz besonderes Fahrzeug: der Jaguar E-Type des ersten österreichischen Formel-1-Weltmeisters Jochen Rindt.
Im Jahre 1963 erwarb Jochen Rindt einen brandneuen Jaguar E-Type Roadster aus der ersten Serie - damals DER Sportwagen schlechthin. Dieses Fahrzeug verwendete er zu Testzwecken. Ebenso fuhr er gemeinsam mit seinem Freund, dem Motorjournalisten Helmut Zwickl nachts querstehend über die Wiener Ringstraße - die beiden umschrieben diese Aktionen mit dem Wort „Blasen“. Obwohl Rindt in der Nennliste des Großen Preises von Wien 1963 am Flugfeld Aspern mit dem Jaguar vermerkt ist, fuhr er mit diesem Auto keine Renneinsätze.
Jochen Rindts Hauptaugenmerk galt von nun an dem Formel und GT-Rennsport, was sich später als die richtige Entscheidung herausstellen sollte, wurde er im Jahre 1970 überschattet von seinem tragischen Unfalltod in Monza posthum als erster Österreicher Formel-1-Weltmeister. Ebenso konnte er 1965 gemeinsam mit dem Amerikaner Masten Gregory die 24 Stunden von LeMans in einem Ferrari 250 LM gewinnen.
Unter der langen, schwungvollen Karosserie, die von Malcom Sayer entworfen wurde, befindet sich ein Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Aus einem Hubraum von 3,8 Litern werden somit etwa 240 PS geschöpft. Der Vortrieb endet bei rund 240 km/h, damals wie heute hervorragende Werte. Für Verzögerung sorgen vier Girling-Scheibenbremsen, hinten sogar innenliegend zur Reduktion der ungefederten Massen. Bis heute befindet sich das Fahrzeug weitestgehend im Originalzustand.