04/05/2026
Festival „Stimmen der Wildnis“ – ein Rückblick
Vom 24. bis 26. April 2026 setzte das Festival „Stimmen der Wildnis“ in St. Pölten ein starkes Zeichen: für ein neues Zuhören und für die politische Repräsentation der Natur.
Drei Tage voller Inspiration: Wissenschaft, Kunst und gesellschaftliches Engagement trafen aufeinander – in Vorträgen, Workshops, Diskussionen und künstlerischen Formaten.
Dabei wurden neue Perspektiven auf unser Verhältnis zur Natur eröffnet. Den Auftakt machte der italienische Ökoakustiker David Monacchi mit seiner beeindruckenden Keynote „The Singing of the Forests“. Er ließ die einzigartigen Klanglandschaften der artenreichsten Wälder unserer Erde hörbar werden und verdeutlichte so ihre Zerbrechlichkeit und Schutzbedürftigkeit.
Am Samstag wurde das achtsame Hinhören weiter vertieft: Im Sonnenpark und der Glanzstoff luden Workshops und Vorträge dazu ein, die Natur mit neuen Sinnen wahrzunehmen. Inspirierende Impulse kamen unter anderem von der britischen Ornithologin und Aktivistin Birdgirl Mya-Rose Craig, der Verhaltensbiologin Angela Stöger sowie dem Zoologen und Wildtierökologen Richard Zink.
Ein besonderer Höhepunkt des Festivals war am Sonntag die Gründung des Parlaments der Wildnis unter dem Vorsitz von Irmgard Griss. Die zentrale Frage lautete, wie Natur im demokratischen Prozess vertreten werden kann. Insgesamt wurden elf Anträge aus der Zivilgesellschaft eingebracht. Junge Menschen übernahmen Verantwortung, hörten Anträge, diskutierten und entschieden aus der Perspektive kommender Generationen – und im Sinne der Natur. Begleitet wurde dieser Prozess von Expert:innen aus Wissenschaft, Kunst und Rechtswissenschaft, darunter Thomas Wallentin, Elisabeth von Samsonov sowie Christoph Thun-Hohenstein.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Künstler:innen, Unterstützer:innen, Besucher:innen und Partner:innen, die diese Premiere möglich gemacht haben.
Die Stimmen der Wildnis klingen nach – und setzen wichtige Impulse für die Zukunft.
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Fotos: Katie-Aileen Dempsey
GLOBART SONNENPARK - Park der Vielfalt