05/06/2026
Am 5. Juni 1954 wurde das letzte Kapitel eines unglaublichen Kriminalfalles der Musikgeschichte geschlossen: 145 Jahre nach dem Tod Joseph Haydns wurde der Schädel des großen Komponisten endlich mit seinen Gebeinen vereint. Als Haydn 1809 starb, war sein Schädel aus dem Grab gestohlen worden, weil Anhänger der damals beliebten Schädellehre glaubten, aus der Form des Schädels die Genialität eines Menschen erkennen zu können. Die feierliche Überführung des Craniums von Wien über Rohrau nach Eisenstadt, gipfelte in der burgenländischen Landeshauptstadt in einem großen Festakt. Der Bildhauer Gustinus Ambrosi legte schließlich den Kopf Haydns in den Sarg zu dessen Gebeinen in der Bergkirche – ein bewegender Moment und das Ende einer außergewöhnlichen Reise.
Quelle: Überführung des Totenschädls von Joseph Haydn in Eisenstadt. ÖNB. Online unter: http://data.onb.at.ac/rec/baa4675276 und burgenländisches Landesarchiv/Fotosammlung/Gustav Hajek, Wien