11/05/2026
Zwischen archaischer Kraft, meisterhafter Handwerkskunst und zutiefst menschlicher Ausdrucksstärke eröffnet die kommende Ausstellung der Familie Netík in der Kunst.Galerie.Waldviertel
einen außergewöhnlichen Blick auf zeitgenössische Skulpturkunst aus Tschechien.
Vom 29. Mai bis 2. Juli 2026 verwandelt sich die Galerie in einen Raum voller Figuren, Formen und Geschichten, die berühren, irritieren und faszinieren. Im Zentrum steht der renommierte tschechische Bildhauer und Restaurator Jiří Netík, dessen Werke weit über die Grenzen Tschechiens hinaus Anerkennung finden. Seine Skulpturen verbinden traditionelle Schnitzkunst mit einer tief spirituellen und zugleich zeitgenössischen Bildsprache. Netík arbeitete ursprünglich als professioneller Musiker, bevor er sich ab den 1980er-Jahren ganz der Bildhauerei widmete. Heute gilt er als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Holzbildhauer Tschechiens. Seine Werke waren international zu sehen und wurden unter anderem als offizielle Geschenke an Papst Benedikt XVI. und den ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Klaus überreicht.
Besonders beeindruckend ist die emotionale Tiefe seiner Arbeiten: In fein ausgearbeiteten Gesichtern, organischen Linien und kraftvollen Körperformen spiegeln sich Themen wie Identität, Spiritualität, Menschlichkeit und die Beziehung zwischen Mensch und Natur wider. Holz wird bei Netík nicht bloß Material, sondern Träger von Erinnerung, Geschichte und Seele.
Gemeinsam mit ihm präsentieren auch Martina Netíková, Mikuláš Netík und Jakub Netík ihre Arbeiten – eine künstlerische Familienkonstellation, die Generationen, Perspektiven und Ausdrucksformen verbindet. Dadurch entsteht eine Ausstellung, die nicht nur einzelne Werke zeigt, sondern einen lebendigen Einblick in eine außergewöhnliche künstlerische Welt eröffnet.
Die Vernissage findet am 29. Mai 2026 um 19:00 Uhr statt und verspricht einen Abend voller Kunst, Begegnung und Atmosphäre.
Im Anschluss lädt um 20:00 Uhr das Duo Maria Kainz & Paul Öller zu einem besonderen Konzerterlebnis in die Galerie.Lounge ein. Nur zu zweit – und doch mit überraschender Klangfülle – verbinden sie Irische Musik und Jazz auf ungehörte Weise. Die warme Stimme des Cellos, der schwebende Klang der Geige und das feine Fingerpicking der Gitarre verschmelzen zu einem intimen Hörerlebnis zwischen beschwingten Jigs und gefühlvollen Balladen. Zwei musikalische Welten treffen hier aufeinander und harmonieren auf faszinierende Weise.
Eine Ausstellung für alle, die Kunst nicht nur sehen, sondern spüren möchten. Eine Einladung, in eine Welt einzutauchen, in der Skulptur lebendig wird.