Projektraum Viktor Bucher

Projektraum Viktor Bucher projektraum viktor bucher was founded by Viktor Bucher as an alternative exhibition space in 1994

projektraum viktor bucher was founded by Viktor Bucher as an alternative exhibition space in 1995 on an irregular basis. In the following years, the field of activities led to the launch of a gallery. In 1998 the gallery moved to its present location in Praterstrasse 13. the gallery's broad program of exhibitions and artists has brought interesting and regionally diverse young practitioners to Vie

nna - many for the first time. exhibitions have gained critical success in Austria and internationally, and have helped artists to develop and assert themselves strongly on an international level.

CHRISTIAN HUTZINGER MEMORYAusstellungsdauer / duration: 15.4.-16.5.2026  12.5.2026, 19:00 Uhr: Artist talk mit / with Dr...
04/06/2026

CHRISTIAN HUTZINGER

MEMORY

Ausstellungsdauer / duration: 15.4.-16.5.2026

12.5.2026, 19:00 Uhr: Artist talk mit / with Dr. Rainer Fuchs


… Die Arbeiten tragen keine konkreten Titel, weil meine Motive Assoziationen unterschiedlicher Art zulassen (sollen). Die Formensprache hat sich u.a. aus frühen Arbeiten entwickelt, in denen simple, behältnisartige Gebilde im Mittelpunkt standen. Aber auch die Beschäftigung mit dem Scherenschnitt und der Präzision, die damit verbunden ist, war wichtig. Seit vielen Jahren sind es hauptsächlich Beobachtungen der realen Welt, die die Motive und ihre Weiterentwicklung beeinflussen … Oft sind das bestehende Ordnungssysteme, architektonische Gegebenheiten, Grundrisse, aber auch banales Alltagsdesign, etc. Nicht ein bestimmter Gegenstand wird abstrahiert, sondern eher eine Reihe verschiedener Dinge & Eindrücke ergeben neue Bildmotive - Man könnte sagen, die Motive meiner Bilder zeigen „Abstraktionen von Dingen, die es (noch) nicht gibt“…

Über viele Jahre war für mich die Bildfläche insofern als Raum gedacht, als sie als Container/ Behältnis und Zwischenlager für Bildmotive unterschiedlicher Art gedacht wurde. Überlegungen für neue Arbeiten beginnen sehr oft mit einem Blatt Papier und einem darauf gezeichneten leeren Raum und der Vorstellung, an welcher Stelle der Architektur diese Bilder andocken könnten und welche Ergänzung für den Raum sie ergeben könnten. Die Wandmalereien docken tatsächlich an den Raum an (mit Vorliebe für kleine Ungenauigkeiten oder „Fehlern“ der Architektur) und bilden eine oft spielerische, meist temporäre Ergänzung derselben ...

Die frühen Arbeiten mit ihren blassen, pastelligen, fast unangenehm wirkenden Farbkombinationen sollten die Idee einer hermetisch abgeschlossenen Welt, zu der nichts mehr von außen eindringen kann, unterstreichen. Auch der brutale Charme der Farben billiger Hotelzimmer und die Farbigkeit von Dingen, die man in den Bastelabteilungen von Papiergeschäften finden kann, waren u.a. Inspiration für diese Arbeiten. Die Farbpalette hat sich nach und nach reduziert — das Ergebnis waren Bilder, die meist nur noch aus einem einzigen Farbton (oft braun) und mehreren Weissabstufungen desselben bestanden … In gewisser Weise wurde ein Endpunkt erreicht. Jahre später habe ich dann begonnen, für längere Zeit ausschließlich pure, kräftige Farben direkt aus der Tube und ganz ohne Abtönung zu verwenden — durch diesen Bruch in der Farbigkeit haben sich völlig neue Motive ergeben. Grundsätzlich soll die Farbigkeit meiner Arbeiten den organischen Grundgedanken widerspiegeln: Meine Bildmotive sind, obwohl oft streng, nüchtern, manchmal auch technoid anmutend, keine geometrischen Spielereien oder Logos, sondern Gebilde mit Eigenleben, die über die Jahre wachsen, aufblühen, sich weiterentwickeln, wieder zerfallen & sich zu neuen Konstellationen formieren- um es etwas poetisch auszudrücken ;)

MICHAIL MICHAILOV erhielt im museumkrems anlässlich des "Erich Grabner Preis für künstlerische Grafik der Stadt Krems" d...
04/06/2026

MICHAIL MICHAILOV erhielt im museumkrems anlässlich des "Erich Grabner Preis für künstlerische Grafik der Stadt Krems" den mit € 4000 dotierten "Preis des Landes Niederösterreich"! 👍👏

Zum Werk:

„Derzeit sind Schwachstellen in Häusern und Wohnungen für mich eine Metapher für die Schwachstellen im menschlichen Denken und Handeln – auch in Bezug auf globale, vom Menschen verursachte Phänomene wie die globale Erwärmung. Der Zusammenhang zwischen heruntergekommenen Wohngebäuden und Umweltschäden wurde mir bewusst, als ich einmal eine tropfende Decke und die dadurch verursachten Schäden beobachtete – mit dem Unterschied, dass ein defektes Dach viel leichter repariert werden kann als eine nicht mehr intakte Erdatmosphäre.“

Die räumliche Dynamik von Michailovs interaktiver Arbeit lädt uns dazu ein, unsere eigene Wahrnehmung (Fehlwahrnehmung und Selbstwahrnehmung) zu verändern und uns auf eine existenzielle Suche zu begeben: Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Woher komme ich und wohin gehe ich? Existiere ich auch ohne meine Mitmenschen? Wie verantwortlich bin ich gegenüber meiner Umgebung? Diese Fragen werden im Zeitalter der KI immer dringlicher, in dem Mensch und Computer sich dem Ereignishorizont der Singularität nähern.

Michail Michailov, geb. in Veliko Tarnovo , Bulgarien, lebt und arbeitet seit 2002 in Wien. Einzelausstellungen: MSPF, San Francisco (2025); Carlone Contemporary in Belvedere Museum, Wien (2024); re.riddle gallery, San Francisco (2024); Kunstraum Lakeside, Klagenfurt (2023); Galerie Viktor Bucher, Wien (2023); +359 Gallery Sofia (2021); Drawing Lab, Paris (2019); u.v.m

Jurybegründung

Das Stilmittel des Trompe-l’œil, der Augentäuschung, reicht bis zu den Malern des antiken Griechenlands zurück. Der athenische Meister Parrhasios malte einen Vorhang so überzeugend, dass sein Rivale Zeuxis versuchte, ihn zur Seite zu ziehen – nur um zu seinem Entsetzen festzustellen, dass er gemalt war. Zeuxis wiederum schuf ein Traubenstillleben von solcher Wirklichkeitsnähe, dass Vögel herbeiflogen, um die Früchte zu picken. Nachdem diese Kunstform im niederländischen Goldenen Zeitalter des 17. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht hatte, verlor sie jedoch für nachfolgende Künstler:innen-Generationen zunehmend an Bedeutung.

Mit seiner zwischen 2020 und 2025 entstandenen Zeichnungsserie „Weak Points“, ausgeführt in Farbstift auf Papier, greift Michail Michailov diese Tradition auf – allerdings mit einer ganz anderen Intention. Er lenkt unsere Aufmerksamkeit auf banale, aber letztlich kostspielige bauliche Mängel in seinem unmittelbaren Umfeld – wie im Falle eines Künstlers also in seinem Atelier. Mit großer Präzision dokumentiert er Risse in Wänden, Wasserflecken, die durch eindringende Feuchtigkeit entstehen, oder kleine Stellen, an denen sich der Putz gelöst hat. Der Großteil der Papierfläche bleibt dabei unberührt und ist kaum von den weißen Wänden zu unterscheiden, an denen die fertigen Arbeiten schließlich präsentiert werden.

„Schwachstellen in Häusern und Wohnungen sind für mich“, so Michailov, „eine Metapher für die Schwachstellen des menschlichen Denkens und Handelns – auch im Zusammenhang mit globalen, vom Menschen verursachten Phänomenen wie der Erderwärmung. Die Verbindung zwischen baufälligem Wohnraum und Umweltschäden wurde mir bewusst, als ich einmal eine tropfende Decke und die dadurch verursachten Schäden beobachtete – mit dem Unterschied, dass sich ein defektes Dach weit einfacher reparieren lässt als eine beschädigte Erdatmosphäre.“

[Für die Jury: Jasper Sharp]

JULIE HAYWARD & FABIAN SEIZMatters Called ThingsAusstellungseröffnung / opening: 24.2.2026, 18-21 UhrAusstellungsdauer /...
19/03/2026

JULIE HAYWARD & FABIAN SEIZ
Matters Called Things

Ausstellungseröffnung / opening: 24.2.2026, 18-21 Uhr
Ausstellungsdauer / duration: 25.2.-21.3.2026

projektraumviktorbucher
a 1020 wien, praterstrasse 13/1/2
+43 (0) 676 561 988 0
[email protected]
www.projektraum.at

„Matters Called Things" (Angelegenheiten, die man Dinge nennt), bezeichnet einen sprachlichen Ausdruck, bei dem abstrakte Vorgänge, Probleme oder Sachverhalte vereinfacht als "Dinge" oder "Sachen" zusammengefasst werden.
Es handelt sich oft um eine euphemistische oder umgangssprachliche Umschreibung für Angelegenheiten, die man nicht präzise benennen kann- oder möchte. Unangenehme Vorfälle wurden historisch oft mit neutraleren Begriffen wie „Sachen“ benannt, um die negative Konnotation zu mildern.
Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff oft genutzt, um auszudrücken, dass hinter scheinbar einfachen Objekten („Dingen“) komplexe Themen, Probleme oder rechtliche Sachverhalte („Angelegenheiten“) stehen.
Julie Hayward und Fabian Seiz nähern sich dem Thema Matters Called Things auf unterschiedliche und doch auch ähnliche Art und Weise.
Geht man von der Umschreibung für „Dinge“ als komplexe, unangenehme oder unklare Angelegenheiten aus, trifft dies wohl mehr auf die Arbeitsweise von Julie Hayward zu. Hingegen kann die Leseweise, dass „Dinge“ als Gegenstände, Objekte oder Sachen bezeichnet werden bzw. philosophisch betrachtet, eine unabhängige Existenz besitzen, eher den Arbeiten von Fabian Seiz zugeordnet werden.

„Angelegenheiten, die man Dinge nennt“ (oder häufiger: „Dinge, die man Angelegenheiten nennt“), was sich auf die wechselseitige Beziehung zwischen abstrakten Aufgaben und konkreten Objekten bezieht, trifft dann wieder auf beide zu.
Und wenn sich die zwei Künstler*Innen formal von unterschiedlichen Seiten dem Thema nähern, so sind auch inhaltliche Übereinstimmungen zu erkennen, was Alfred Kaufmann folgendermaßen formuliert:

„Julie Hayward und Fabian Seiz nähern sich in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung „Matters Called Things“ dem Topos skulpturale Form sowohl handwerklich wie auch ästhetisch von höchst unterschiedlichen Seiten. In dem Feld dieser Reibungsenergie werden aber die verbindenden Elemente der beiden Arbeitsweisen, wie etwa die grundsätzliche Frage wie das Formal-Haptische mit Inhalten und Bedeutung geladen wird, umso klarer sichtbar.“

"Matters Called Things" is a linguistic expression in which abstract processes, problems, or situations are simplified and summarized as "things" or "matters."
It is often a euphemistic or colloquial way of describing matters that cannot—or should not—be precisely named. Historically, unpleasant incidents were often referred to with more neutral terms like "matters" to soften the negative connotation.
In modern usage, the term is often used to express that complex issues, problems, or legal matters ("matters") lie behind seemingly simple objects ("things").

Julie Hayward and Fabian Seiz approach the theme of Matters Called Things in different yet similar ways.
If one considers "things" as complex, unpleasant, or unclear matters, this probably applies more to Julie Hayward's approach. In contrast, the interpretation that "things" are described as objects, items, or things, or - from a philosophical perspective - possess an independent existence, is more readily associated with the work of Fabian Seiz.

“Matters Called Things” (or more often: “Things Called Matters”), which refers to the reciprocal relationship between abstract tasks and concrete objects, then applies to both. And while the two artists formally approach the topic from different angles, thematic similarities can also be discerned, which Alfred Kaufmann puts as follows:

“In their first joint exhibition, ‘Matters Called Things,’ Julie Hayward and Fabian Seiz approach the topos of sculptural form from highly different perspectives, both in terms of craftsmanship and aesthetics. However, within this field of friction, the connecting elements of their two approaches, such as the fundamental question of how the formal and haptic are imbued with content and meaning, become all the more clearly visible.”

All photos © Julie Hayward 2026

ALFREDO BARSUGLIAEDGAR HONETSCHLÄGER MA  7.11.2025-31.1.2026  #31.1.2026, 14:30: TALK with artists and Fiona Liewehr, Ar...
21/01/2026

ALFREDO BARSUGLIA
EDGAR HONETSCHLÄGER

MA

7.11.2025-31.1.2026

#31.1.2026, 14:30: TALK with artists and Fiona Liewehr, Artistic director fjk3


projektraumviktorbucher
a 1020 wien, praterstrasse 13/1/2
+43 (0) 676 561 988 0
[email protected]
www.projektraum.at

The exhibition MA is not a juxtaposition of two artistic personalities, but rather an exploration of their shared aesthetics, their understanding of space, and a parallel emotional resonance.

MA in Japanese means ‘the space in between,’ like a pause between notes without which there would be no music, or as an expression of wonder: Ma!

Alfredo Barsuglia is an artist who doesn't like to be confined – for example, in the techniques and media he uses: His works range from installations with a performative and participatory approach, to spatial interventions, sculptures, and videos, as well as diverse paintings and drawings.

Thematically, his work is also difficult to define, since his artistic impetus lies precisely in remaining curious, not resting on his laurels, constantly rethinking artistic creation, questioning boundaries of both a formal and conceptual nature, and thus challenging our perception. It is never about the mere presentation of a single work; every painting, every object is part of a larger whole. Barsuglia invents complex narratives, peculiar relationships, and extraordinary dialogues.

Günther Oberhollenzer

Edgar Honetschläger's artistic work has been honored with numerous art and cultural awards in Austria, Japan, and Italy, and has been exhibited at documenta X and the Berlinale. His work encompasses a wide range of media, from drawing, painting, and photography to performance, installation, and short and feature films. Since the 1980s, he has explored the dichotomy of humanity and nature through multimedia. Subtly critical yet poetic and humorous, he challenges conventional perspectives with surprising insights. For Honetschläger, it falls short for art to address the current ecological crisis solely from an aesthetic standpoint. He sees himself as an artist obligated to take concrete action. In response to the catastrophic effects of the Anthropocene, he developed a groundbreaking, comprehensive approach in 2018, combining art with environmental activism through the founding of GoBugsGo – Set Nature Free, a non-profit organization. The international project initiates collective restoration measures to return insects to their original habitat.

As a utopian artistic vision, zones are created from which humans are excluded.

Sabine Fellner

https://www.falter.at/zeitung/20251216/giftpilz-im-obstgarten

Adresse

Praterstrasse 13/1/2
Wien
1020

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 18:00
Mittwoch 14:00 - 18:00
Donnerstag 14:00 - 18:00
Freitag 14:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 15:00

Telefon

+436765619880

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