19/03/2026
Am 17. März 2026 haben wir eine alte Tradition wieder zum Leben erweckt.
Keramiker, Meister, Lehrlinge und Freunde des gebrannten Tons kamen in Raeren zusammen, um gemeinsam den Töpferinnungstag zu feiern.
Jede*r war eingeladen, ein eigenes Werk mit ins Museum zu bringen und sich darüber vorzustellen. So entstand im Eingangsbereich eine kleine, aber vielfältige Ausstellung mit unterschiedlichsten Stilen und Techniken:
zeigte ein Gefäß aus dem Anagama-Ofen sowie eines aus dem Gasbrand. präsentierte Vasen aus ihrer neuen, farbenfrohen Kollektion.
stellte eine Steinzeugkanne entstanden nach einer eigenen Origami-Vorlage aus Papier, die in Gips abgeformt und im Raku-Verfahren gebrannt wurde.
- Ulrike Trommsdorff zeigte eine große Steinzeugplatte aus dem Schmauchbrand sowie eine Schale mit ihrer unverkennbaren hellblauen Glasur.
- Wolfgang Hille brachte eine Skulptur aus weißem Steinzeug mit, veredelt mit Blattgold.
- Harry Koll und Sabine Steinbock präsentierten eine ihrer Eisenhaltigen Steinzeugplatten mit Wellendekor und Shino-Glasur, die im Gasofen gebrannt wurde.
Nach der Ausstellung ging es gemeinsam mit dem Verwaltungsrat des Töpfereimuseums in die St.-Anna-Kapelle, wo wir eine Messe zu Ehren der Heiligen Gertrudis gefeiert haben.
Die Geschichte dahinter:
Den Raerener Töpfern war es einst verboten, zwischen Allerheiligen und dem 17. März zu arbeiten. Grund dafür waren die schwierigen Bedingungen im Winter - Kälte, wenig Licht und schlecht zu verarbeitender Ton. So sollte die hohe Qualität des Raerener Steinzeugs gesichert werden.
Diese Regelung stammt aus der Zunftordnung von 1619, bestätigt unter Albrecht VII. von Österreich und Isabella Clara Eugenia und später, 1760, von Maria Theresia erweitert.
Wir freuen uns, dass wir diese Tradition nach langer Pause wieder aufleben lassen können
Die Ausstellung wird noch bis zum 27.03. im Eingang der Burg Raeren zu sehen sein!