Medizinsammlung Inselspital Bern

Medizinsammlung Inselspital Bern Geschichte und Gegenwart der Medizin mit über 10'000 Objekten – entdecken Sie unser digitales Museum oder immer am ersten Sonntag im Monat unser Schaudepot.

🇩🇪 Wir sprechen oft vom hochtechnisierten «Cyborg», aber Medizintechnik beginnt oft ganz nah am Alltag. Brillen, Zahnfül...
03/06/2026

🇩🇪 Wir sprechen oft vom hochtechnisierten «Cyborg», aber Medizintechnik beginnt oft ganz nah am Alltag. Brillen, Zahnfüllungen oder Hörgeräte sind bereits «soziale Prothesen». Sie gleichen Defizite aus, die uns im gesellschaftlichen Leben einschränken würden. Die Evolution dieser Hilfsmittel – von der Schildpattbrille des 19. Jahrhunderts bis zur digital gefertigten Zahnprothese von heute – zeigt: Technik macht uns hier nicht zum «Übermenschen», sondern sichert manchmal einfach unsere Teilhabe an der Gesellschaft.

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🇫🇷 Des lunettes en écaille du XIXe siècle aux prothèses dentaires numériques : la technique assure avant tout notre participation sociale.

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🇬🇧 From 19th-century tortoiseshell glasses to digital dentures: technology primarily serves to ensure our social participation.

🇩🇪 Während Wilhelm Fabry als Stadtarzt weit über Bern hinaus bekannt wurde, blieb das Wirken seiner Ehefrau Marie Coline...
27/05/2026

🇩🇪 Während Wilhelm Fabry als Stadtarzt weit über Bern hinaus bekannt wurde, blieb das Wirken seiner Ehefrau Marie Colinet lange Zeit nur Fachleuten ein Begriff. Dabei war sie eine massgebliche Pionierin der Chirurgie und Geburtshilfe. Um diese historische Lücke zu schliessen, hat das Inselspital im Jahr 2022 eines seiner Gebäude offiziell Marie-Colinet-Haus getauft. Damit erhält ihre medizinische Kompetenz, die bereits im 17. Jahrhundert Leben rettete, einen sichtbaren Platz auf dem modernen Campus.

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🇫🇷 Longtemps restée dans l'ombre de son mari, Marie Colinet est aujourd'hui honorée à l'Inselspital. Depuis 2022, un bâtiment porte son nom, reconnaissant son rôle de pionnière de la chirurgie bernoise.

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🇬🇧 Long in her husband's shadow, Marie Colinet is now officially honored at the Inselspital. Since 2022, a building has carried her name, recognizing her role as a pioneer of Bernese surgery.

🇫🇷 Le saviez-vous ? Le premier hôpital pour enfants de Berne a débuté dans une maison privée en 1862.--🇬🇧 Did you know? ...
20/05/2026

🇫🇷 Le saviez-vous ? Le premier hôpital pour enfants de Berne a débuté dans une maison privée en 1862.

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🇬🇧 Did you know? Bern’s first children’s hospital began in a private residence in 1862.

🇩🇪 Augenheilkunde «Made in Bern»: Das Tonometer nach Hans Goldmann (nach 1974) ist ein Präzisionsinstrument der Firma Ha...
13/05/2026

🇩🇪 Augenheilkunde «Made in Bern»: Das Tonometer nach Hans Goldmann (nach 1974) ist ein Präzisionsinstrument der Firma Haag-Streit. Es misst den Augeninnendruck durch sanftes Abflachen der Hornhaut – ein Standardverfahren zur Glaukom-Vorsorge. Ein Objekt, das zeigt, wie auch Berner Ingenieurskunst und medizinische Forschung die Diagnostik weltweit mitgeprägt haben.

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🇫🇷 Le tonomètre de Goldmann, fabriqué par Haag-Streit à Berne, est devenu la norme mondiale pour mesurer la pression oculaire et prévenir le glaucome.

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🇬🇧 The Goldmann tonometer, manufactured by Haag-Streit in Bern, became the global standard for measuring intraocular pressure and preventing glaucoma.

🇩🇪 Wo endet der Körper, wo beginnt das Ding? Von Herzschrittmachern über künstliche Nieren bis zu Hüftprothesen – der mo...
06/05/2026

🇩🇪 Wo endet der Körper, wo beginnt das Ding? Von Herzschrittmachern über künstliche Nieren bis zu Hüftprothesen – der moderne Mensch ist zunehmend von Technik durchsetzt. In der Medizinsammlung untersuchen wir diese Verschmelzung. Diese Objekte sind nie nur Werkzeuge; in sie sind unsere Vorstellungen von Gesundheit, Leben und der Überwindung körperlicher Grenzen eingeschrieben. Es stellt sich die paradoxe Frage: Führt die Perfektionierung des «Cyborgs» zur Unsterblichkeit oder zum Verschwinden des biologisch Menschlichen?

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🇫🇷 Où s'arrête le corps et où commence l'objet ? Les prothèses et implants transforment l'humain en cyborg, interrogeant notre quête d'immortalité und la nature même de la vie.

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🇬🇧 Where does the body end and the object begin? Prosthetics and implants turn humans into cyborgs, questioning our pursuit of immortality and the very nature of being human.

05/05/2026

Heute ist der Internationale Hebammentag! ✨
Im 17. Jahrhundert, zur Zeit der Wegbereiterin und Hebamme Marie Colinet, war ein Kaiserschnitt oft lebensgefährlich.

Prof. Dr. Hubert Steinke, Direktor des Instituts für Medizingeschichte an der Uni Bern betont, wie mutig und innovativ Hebammen und Ärzt:innen damals agieren mussten, um die Geburtshilfe aus der reinen Tradition in die Wissenschaft zu führen.
Gemeinsam mit Andrea Messer, Dipl. Hebamme und Stationsleiterin Geburtsstation an der Berner Frauenklinik, wirft er ein Schlaglicht auf die Entwicklung von Anästhesie, High-Tech, Innovation und Zukunft.
Ob moderne Anästhesie zur Schmerzlinderung oder hochpräzise Medizintechnik: Technologie unterstützt uns, aber wie Prof. Steinke verdeutlicht, ist die Geschichte der Medizin immer auch eine Geschichte der zwischenmenschlichen Beziehung. Technologie ersetzt niemals die menschliche Nähe. 🤝

«Innovation bedeutet für mich nicht nur technische Revolution, sondern die stete Verbesserung dessen, was Mutter und Kind gut tut,» an sagt Andrea Messer. «Wir verbinden moderne Medizin mit einer Begleitung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Gestern, heute und in Zukunft.» 🕊️

Unser Schaudepot öffnet die Türen! 🏥✨Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie eine Amputationssäge vor 100 Jahren aussah...
29/04/2026

Unser Schaudepot öffnet die Türen! 🏥✨

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie eine Amputationssäge vor 100 Jahren aussah oder wie die ersten Beatmungsgeräte funktionierten? Ab dem 3. Mai macht die Medizinsammlung Bern ihre Schätze öffentlich zugänglich!

An jedem ersten Sonntag im Monat können Sie neu zahlreiche Sammlungsobjekte entdecken, die die Geschichte der Medizin und der Gesundheitsversorgung der vergangenen 200 Jahre widerspiegeln.

• 📅 Wann: Sonntag, 3. Mai (und danach jeden ersten Sonntag im Monat)
• 🕚 Zeit: 11:00 bis 15:00 Uhr
• 📢 Führungen: Öffentliche Führungen starten um 11:30 Uhr und 13:30 Uhr
• 📍 Wo: Murtenstrasse 42, 3008 Bern
Ob spielerisch per digitaler Schnitzeljagd oder fachkundig in der Führung – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

👉 Alle Infos unter: medizinsammlung.ch
Insel Gruppe

🇩🇪 Medizintechnik für den OP:Dieses historische Foto, wahrscheinlich aus den frühen 1930er-Jahren, zeigt Endprodukte der...
29/04/2026

🇩🇪 Medizintechnik für den OP:
Dieses historische Foto, wahrscheinlich aus den frühen 1930er-Jahren, zeigt Endprodukte der Berner Firma Schaerer: seriell hergestellte Autoklaven und Sterilisationsbehälter, gefertigt in der eigenen Werkstatt. Seit der Gründung 1892 durch Maurice Schaerer arbeitet das Unternehmen eng mit Chirurgen wie Fritz de Quervain zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Instrumente und Apparate, die kontrolliertes Operieren ermöglichen. Dazu gehören auch Sterilisationsapparate und -behälter, die am Inselspital und anderen Krankenhäusern zum Einsatz kommen und für einen keimarmen Operationsbereich sorgen. Spuren dieser Geschichte finden sich nicht nur in der Medizinsammlung – von Autoklaven bis zu OP-Tischen –, sondern auch im Archiv des Instituts für Medizingeschichte.

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🇫🇷 Technologie médicale pour le bloc opératoire:
Cette photo des années 1930 montre des autoclaves et bacs de stérilisation fabriqués par Schaerer à Berne. Depuis 1892, l'entreprise collabore avec des chirurgiens renommés, comme Fritz de Quervain, pour créer des équipements garantissant l'asepsie hospitalière. Ces objets et archives subsistent aujourd'hui dans la collection et l'Institut d'histoire de la médecine.

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🇬🇧 Medical technology for the operating room:
This 1930s photo showcases autoclaves and sterilization containers produced in Schaerer’s Bernese workshop. Since 1892, the firm has worked with surgeons like Fritz de Quervain to develop equipment for sterile operating environments, used at hospitals like the Inselspital. Historical traces are preserved in the medical collection and the Institute for the History of Medicine.

🇩🇪 Neben Universität und Inselspital gibt es in Bern eine dritte Institution, die sich seit dem 19. Jahrhundert mit dem ...
22/04/2026

🇩🇪 Neben Universität und Inselspital gibt es in Bern eine dritte Institution, die sich seit dem 19. Jahrhundert mit dem Gehirn befasst – die Waldau. Sie dient seit dem 19. Jahrhundert nicht nur als psychiatrische Klinik, sondern auch als Ort der Hirnforschung. Ab 1934 untersucht der Hirnanatom Ernst Grünthal hier den Aufbau von Gehirnen – nicht nur von Menschen, sondern auch von Tieren, um evolutionäre Unterschiede zu verstehen. In den späten 1960er-Jahren bringt sein Nachfolger Giorgio Pilleri zwei fast blinde Indus-Delfine nach Bern. Die Tiere sind bekannt für ihre ausgeprägte Navigation und Kommunikation. Im eigens eingerichteten «Delfinarium» im Keller des Instituts wollen die Forschenden diese Fähigkeiten studieren. Doch die Delfine verlieren ihre Sprache, die Experimente werden gestoppt.

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🇫🇷 À côté de l’Université et de l’Inselspital, Berne compte une troisième institution dédiée à l’étude du cerveau: la Waldau. Depuis le XIXᵉ siècle, elle sert non seulement de clinique psychiatrique, mais aussi de lieu de recherche. À la fin des années 1960, Giorgio Pilleri y apporte deux dauphins Indus presque aveugles pour étudier leurs remarquables capacités de navigation et de communication. Dans le «dauphinarium» spécialement aménagé, les dauphins perdent leur langage et les expériences sont arrêtées.

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🇬🇧 Besides the University and Inselspital, Bern has a third institution studying the brain: the Waldau. Since the 19th century, it has served not only as a psychiatric clinic but also as a research site. In the late 1960s, Giorgio Pilleri brought two nearly blind Indus dolphins to Bern to study their remarkable navigation and communication skills. In the specially built «dolphinarium», the dolphins lost their language, and the experiments were stopped.

🇫🇷 Le saviez-vous? En 1948, le premier EEG de Berne est installé – mais encore dans un cabinet privé! Werner Bärtschi-Ro...
15/04/2026

🇫🇷 Le saviez-vous? En 1948, le premier EEG de Berne est installé – mais encore dans un cabinet privé! Werner Bärtschi-Rochaix et sa femme F***y y analysent les courbes électriques du cerveau.

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🇬🇧 Did you know? In 1948, the first EEG in Bern is set up – but still in a private practice! Werner Bärtschi-Rochaix and his wife F***y analyze the brain’s electrical curves there.

Adresse

Murtenstrasse 42
Bern
3008

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