12/04/2012
«Unternehmen Paradies» – eine Zeitreise und ein Spiel mit Gegensätzen
1308 wird der Habsburger König Albrecht von seinem Neffen ermordet. Seine Witwe, Königin Elisabeth, ihre Tochter Königin Agnes von Ungarn und der Familienrat beschliessen darauf, am Tatort ein Kloster zu stiften – einen Hort des Friedens und der Vergebung. 1312 ziehen die ersten Nonnen in den Klarissenkonvent ein. Ausserhalb der Klostermauern jedoch bleibt die Zeit von gewalttätigen Auseinandersetzungen geprägt, an der die Nachfahren Albrechts lebhaften Anteil haben (zum Beispiel: Schlacht am Morgarten, 1315).
Das Festspiel 2012 schliesst inhaltlich ans Festspiel «Albrecht» von 2008 an. Es setzt mit den Wirren ein, welche der Königsmord nach sich zieht, und verfolgt die beiden Handlungsstränge, die daraus entstehen: Rachedurst und Krieg einerseits, Ringen um Frieden anderseits. Während die königlichen Frauen eine Insel der Harmonie erschaffen, regiert um sie herum das Schwert. Das Unternehmen Paradies erweist sich als «Mission impossible».