23/09/2026
🐟🐒🦓🐆🍃Fokus auf "Luzia Hürzeler & Gäste. Was sich als Natur zeigt": Jürg Kreienbühl🍃🐆🦓🐒🐟
Der Basler Künstler Jürg Kreienbühl (1932–2007) zog bereits früh nach Paris und malte, was andere lieber übersahen: Müllhalden, Baracken, Vorstädte, Arbeiter, Verlierer des Fortschritts. Im Jahr 1981 wurde er eingeladen, die Zoologische Galerie im Pariser Jardin des Plantes zu besuchen, die seit 1965 wegen Baufälligkeit geschlossen war. Wie ein Reporter und Dokumentarist hielt Kreienbühl das im Niedergang begriffene Kulturdenkmal fest, das den Menschen von damals ein Gefühl für ihre anthropologische Überlegenheit geben sollte. Tatsächlich wurde die Zoologische Galerie später restauriert und unter der neuen Bezeichnung Grande Galerie de l’Évolution 1994 von Staatspräsident Mitterrand wiedereröffnet, wobei eine neue Szenografie das historische Arrangement ablöste.
The Basel artist Jürg Kreienbühl (1932–2007) moved to Paris as early as 1956 and painted what others preferred to overlook: Garbage dumps, shacks, suburbs, workers, the victims of progress. In 1981, he was invited to the Jardin des Plantes in Paris to visit the Galérie de Zoologie, which had been closed due to disrepair since 1965. Much like a reporter and documentary filmmaker, Kreienbühl captured this run-down cultural monument, which had once been intended to give people a sense of their anthropological superiority. The zoological gallery was in fact restored and reopened in 1994 by President Mitterrand under the new name Grande Galerie de l’Évolution, with a new exhibition design to replace the historical layout.
📸 Jürg Kreienbühl, La Galerie de Zoologie: Mit Affen und Quastenflosser, 1984
Dispersion auf Leinwand, 162 x 114 cm
Privatbesitz
Jürg Kreienbühl, Der Giessen nach dem Gewitter, 1993
Öl auf Leinwand, 143,5 x 108,8 x 5,5 cm
Archäologie und Museum Baselland, Liestal
Fotos: David Aebi