Zu besichtigen gibt es das Festungsmuseum Crestawald, die Sperre Albula und ab Juni 2021 auch den Kommandobunker Alvaneu. Festungsmuseum Crestawald – mehr als ein Museum
Die 1941 in Betrieb genommene Verteidigungsanlage befindet sich gut versteckt an der Splügen- und San Bernardino-Achse östlich des Dorfes Sufers, der kürzesten Verbindung zwischen Deutschland und Italien. Unter strengster Geheimh
altung war das Artilleriewerk bis zum Ende des zweiten Weltkrieges permanent besetzt. Zahlen und Fakten:
Die Festung Crestawald ist das einzige Artilleriewerk an der Bündner Südgrenze. Die Bewaffnung bestand aus zwei 10,5 cm Befestigungskanonen 39 L42 und zwei Maschinengewehren 7,5 mm. Im Jahre 2000 wurde die Geheimhaltung der Festung aufgehoben und sie ging voll ausgerüstet an die Militärhistorische Stiftung Graubünden.
2001 wurde das Artilleriewerk Crestawald als Museum eröffnet. Aktuelle Sonderausstellung: Luftkämpfe über Graubünden
Mit Wrackteilen abgestürzter US-Bomber, der Rekonstruktion eines Cockpits aus Wrackteilen, zeitgenössischen Dokumenten und Fotos sowie einem Dokumentarfilm aus deinem B-17 Bomber. Führungen:
Anfang Juni bis Ende Oktober immer samstags, 10 – 17 Uhr. Voranmeldung erforderlich. Gruppenführungen auf Anfrage das ganze Jahr über. Erweiterte Öffnungszeiten in der letzten Juli- und den ersten beiden Augustwochen. Information und Anmeldung:
Verein Festungsmuseum Crestawald
www.crestawald.ch
------------------------------
Sperre Albula – Historische Festungsanlagen am Albulapass
Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges wurden in Graubünden diverse Sperren gebaut, um Überraschungsvorstösse der italienischen Alpini zu verhindern. So auch die Bunkeranlage auf dem Albulapass, denn das Albulatal war damals das militärische Zentrum des Kantons Graubünden. Was die Sperre Albula beinhaltet
Festungsanlagen; zur Sprengung vorbereitete exponierte Strassenabschnitte und Brücken; bewegliche Verteidigungsverbände, die die im Fels verbunkerten Kommandoanlagen und die teils oberirdisch angelegten, teils im Felsen geschützten Material- und Munitionsdepots, Treibstofflager, Lebensmittelmagazine und Reparaturwerkstätten schützten. Führungen:
20. Juni bis 17. Oktober 2021 immer sonntags, jeweils 14.00 Uhr (Anmeldung bis jeweils Samstag, 17 Uhr). Individuelle Besichtigungen für Gruppen auf Anfrage möglich. Information und Anmeldung:
Verein Militärhistorische Anlagen Albulatal
www.festung-albula.ch
------------------------------
Kommandobunker Alveneu - Eröffnung 5. Juni 2021
Ein Zeitzeuge des Kalten Krieges ist der Kommandobunker Alvaneu, der Anfang der 60iger Jahre gebaut wurde. Eingestuft als geheime Kommandozentrale galt der Bunker im Ernstfall als wichtigste militärische Schaltzentrale Graubündens – 200 Meter tief im Felsen eingegraben, voll ausgerüstet und atomsicher. Rund 90 Offiziere und Soldaten konnten dort bis zu 30 Tage völlig autonom leben und arbeiten. Besucher:innen erhalten dank multimedialen Präsentationen im 180 Meter langen Zugangsstollen und Augmented Reality-Technologie einen eindrücklichen Einblick in die Anlage. Und die Sonderausstellung «Zivile Telefonie» stellt anhand von rund 1'400 Exponaten die Entwicklung der zivilen Telefonie in der Schweiz dar. Führungen:
An von uns bereits fixierten Daten, jeweils mittwochabends, 18 Uhr. Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen. Information und Anmeldung:
Verein Militärhistorische Anlagen Albulatal
www.kommandobunker-alvaneu.ch