25/08/2026
GHK - Kunstwerk im Angebot:
Bernard Schultze
"Zerstrahlt unter heiterem Himmel"
1985
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert.
140 × 200 cm. Herrmann 85/43.
Das Gemälde "Zerstrahlt unter heiterem Himmel" gibt eines der Grundthemen von Bernard Schultzes (1915-2005) Gesamtwerk wieder: Chaos und Struktur. Der Künstler selbst sprach von einem 'provozierten Chaos', das im malerischen Prozess in eine 'komplizierte Ordnung' aufgelöst wird.
Am Anfang von Schultzes Malerei steht die weiße Leinwand. Von einem, häufig auch mehreren Punkten ausgehend, tastet sich Bernard Schultze in den Bildraum vor. Erst treibt er eine Farb-Form ein Stück weit, um sie sich dann verzweigen zu lassen oder abzubrechen, erneut anzusetzen und in eine andere Richtung weiterzuentwickeln. Dabei dreht er verschiedentlich den Bildträger, ändert die Richtungsachsen von Horizontal und Vertikal, Oben und Unten und schafft so während des Malvorgangs neue bildräumliche Situationen.
Die künstlerische Haltung im Schaffensprozess von Schultze ist klar dem Informel verpflichtet, wie ihn der Künstler in Deutschland der 50er Jahre als Protagonist prägte.
Neben dem hier vorgestellten Gemälde zeigt die Galerie Henze & Ketterer in der aktuellen Ausstellung im Kunst-Depot weitere grossformatige Werke des Künstlers, neben dem 4-Meter-Diptychon-Gemälde "Windhimmel" (1990) auch die grosse Migof-Skulptur "Myrrst" (1963), mit welcher Schultze seine Malerei in die dritte Dimension überführt.
25.08.2026