Das Museum Zurholt wurde durch den privaten Sammler Eugen Zurholt 2010 gegründet und wird jetzt von der Gemeinde Altenberge und freien Mitarbeitern betrieben. Es präsentiert auf ca. 100 qm Fläche eine umfangreiche Sammlung seltener Fossilien und Findlinge vom Altenberger Höhenrücken. Neben der Ausstellung geologischer Fundstücke stehen den Besuchern Auflicht- und Durchlichtmikroskope zur Verfügung
, um Gesteine und ihre Bestandteile zu betrachten. Das Museum verfügt hierzu über eine umfangreiche Sammlung von Dünnschliffpräparaten. Neben vielen Informationen zur geologischen Geschichte des Münsterlandes gibt es eine umfangreiche Ausstellung von Eiszeit-Geschiebe. Anhand dieser Fundstücke wird den Besuchern anschaulich der Zusammenhang zwischen der geologischen Entwicklung des Münsterländerlandes und seiner Klimageschichte vermittelt. Durch diese Verbindung aus Geologie und Klimageschichte wählt das Museum einen umfassenden Ansatz zur Vermittlung der Geologie des Münsterländer Kreidebeckens. Es ist somit das einzige Museum im Münsterland, das sich auf lokale Geologie spezialisiert hat. Sammlungsschwerpunkte
Sammlungsschwerpunkte des Museums sind eiszeitliche Findlinge, Kalkstein-Fossilien, Fossilien im Feuerstein sowie Mikrofossilien im Mergelschlamm (Foraminiferen). Neben größeren Fossilien können sich die Besucher unter dem Mikroskop auch Mikrofossilien anschauen und bekommen dadurch eine Vorstellung davon, wie sich aus dem Kalk-Skelett der Meeresbewohner vor ca. 80 Mio. Viele Karten und Darstellungen machen diese Erdgeschichte für Besucher anschaulich. Dokumentation des Regionale Kalksteinabbaus in Altenberge
Über die reine Geologie hinaus dokumentiert das Museum auch den handwerklichen-industriellen Abbau des Kalksteins um Altenberge (http://www.museum-zurholt.de/index.php/mnu-historischer-kalksteinabbau-in-altenberge). Der Kalkstein fand vielfältige Verwendung als Baumaterial für Häuser, Kirchen und Schlösser. die Verwendung im Bau des Münsteraner Doms im 12. Jahrhundert sowie für die Restaurierung der Kriegsschäden des 2. Weltkriegs nach 1945. Führungen für Kindergärten, Schulen und Interessierte
Als Außerschulischer Lernort (https://www.lwl.org/paedagogische-landkarte/Start) bietet das Museum auch besondere Führungen für Kinder und Jugendliche an. Hier haben Kindergärten und Schulen die Möglichkeit, Themen der klassischen Heimatkunde (Saurier, Fossilien, Eiszeiten, Klima und Klimawandel) in das Lernfeld einzubeziehen und zu vertiefen. Viele zugängliche Exponate und die Möglichkeiten, Steine unter dem Mikroskop selbst anzuschauen, entspricht den Bedürfnissen der Kinder, die Dinge einmal selber “anpacken” zu können und erweitert in einer ganz eigenständigen Form den heimatkundlichen Praxisbezug. Mit dem Einbeziehen von neuen Medien (Virtual Reallity, VR) verfolgt das Museum zudem einen ganz neuen Ansatz zu geologischen Themen, der in besonderem Maße auch junge Menschen anspricht. Auch Besuchergruppen, die sich für besondere Themen interessieren, sind uns willkommen. In der Vorbesprechung können Führungen zu Spezialthemen abgestimmt werden wie beispielsweise das Thema Eiszeit oder Klimaentwicklung, die in der Führung besonders behandelt werden. Vorträge, Kunst & Kultur im Museum
Das Museum bietet regelmäßige Mit-Mach-Veranstaltungen für Familien oder künstlerisch Interessierte an. Darüber hinaus können Besucher in Vorträgen und Exkursionen geologische Themen vertiefen, wozu das Museum mit externen Geologen zusammenarbeitet. Außerdem bietet das Museum in lockeren Abständen Veranstaltungen zu künstlerischen Themen an wie beispielsweise die Ausstellung „Malerei und Kunst - Inspirationen aus der Natur" (2014) oder den Workshop zur Fresko-Malerei (2018).