26/04/2026
Vor reichlich einem Monat kamen einige junge Leute, vom Bahnhof kommend, am Mauritianum vorbei, um zum Schloss zu gelangen. Ein Teil einer jungen Filmcrew, die noch eine Treppe für einen Dreh in Altenburg suchten. Vor dem Museum "lauerte" unser Andreas auf potentielle Museumsbesucher. Nach einem kleinen Gespräch fragte wenigstens einer, ob er mal die Toilette benutzen dürfte. Nun, zwar kein Museumsbesuch aber ... Dann Aufregung, alle sollen doch mal reinkommen und sich das anschauen. Eine Treppe wie aus dem Bilderbuch. Der Direktor wurde geholt und die Frage, ob man hier drehen dürfe ... Na klar. Gern.
Es macht uns sogar stolz, dass wir mit einem Drehort dazu beitragen dürfen, das Buch, welches dem Film zugrundeliegt, etwas mehr publik zu machen. Von der Hitlerzeit in die Stalinzeit zu fallen ist wie vom Regen in die Traufe zu kommen. Denunzierung, Verläumdung, Willkür - es liegt wohl in der Natur des Menschen. Wollen wir hoffen, dass die gegenwärtigen und zukünftigen demokratischen Kräfte stark genug sind, solchen immer wieder aufkommenden Tendenzen Einhalt zu gebieten. Der Film sollte uns daran erinnern. Es ist wichtig, dass keine Zeit ausgeklammert, keine Epoche vergessen wird. Wir wünschen den jungen Filmemachern, dass die Szenen dazu führen, dass sie notwendige Filmförderung erhalten. Viel Glück.
(Videoclip von Olga Dutova)