13/10/2026
Gestern fand die Pressekonferenz zu den neuesten archäologischen Entdeckungen auf der ottonischen Königspfalz Helfta statt!
Was jahrhundertelang im Boden verborgen lag, erzählt heute spannende Geschichten aus der Vergangenheit! Bei den aktuellen Ausgrabungen auf der „Kleinen Klaus“ bei Lutherstadt Eisleben sind erneut faszinierende Zeugnisse der mittelalterlichen Geschichte ans Licht gekommen.
Zu den Highlights gehören ein neu entdecktes Steingebäude aus dem 10. Jahrhundert neben dem Palast Kaiser Ottos des Großen, eine steinerne Terrasse, die möglicherweise als Bühne für Versammlungen diente, zahlreiche Fundstücke wie Silbermünzen, kunstvolle Schmuckstücke und emaillierte Gewandspangen, eine nahezu funktionsfähige Knochenflöte und weitere spannende Zeugnisse des mittelalterlichen Alltags.
Die Funde zeichnen ein immer facettenreicheres Bild der einstigen Königspfalz, von der prachtvollen Herrschaftsrepräsentation bis hin zum Leben und Arbeiten der einfachen Bevölkerung. Auch die später entstandene Burg der Familie von Hackeborn gibt weitere Geheimnisse preis.
Die archäologischen Untersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt laufen noch bis zum 24. Oktober 2026. Unterstützt werden die Forschungen von rund 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Die Königspfalz Helfta erweist sich einmal mehr als bedeutender Schauplatz der Landesgeschichte – und zeigt, wie viel Geschichte noch immer unter unseren Füßen verborgen liegt.