RSE-Museum Asbach

RSE-Museum Asbach Museumsbahnhof Asbach
Museum der Rhein-Sieg Eisenbahn
(bis 1921 Brölthaler Eisenbahn AG) Das Ende im Personenverkehr war 1956, im Güterverkehr 1967.

Das Museum widmet sich der Broelthaler Eisenbahn AG (BTE), die ab 1921 Rhein-Sieg Eisenbahn AG (RSE) hieß. 1862 als schmalspurige Pferdeeisenbahn zwischen Hennef (Sieg) und Ruppichteroth gegründet, war sie ab 1870 die älteste öffentliche Schmalspurbahn, die auch Personenverkehr anbot. In Spitzenzeiten betrug das Schienennetz 87,3 km (ohne Anschlußbahnen) zwischen Beuel, Niederpleis, Siegburg, Ober

pleis, Rostingen, Hennef, Waldbröl und Asbach. Das weitgehend erhalten gebliebene Bahnhofsensemble in Asbach wird seit 2000 als Museumsbahnhof Asbach schrittweise wieder in den Zustand zu Betriebszeiten versetzt. Originale Fahrzeuge und Relikte der Rhein-Sieg Eisenbahn AG, ihrer Muttergesellschaft, der Basalt AG Linz, sowie ehemaliger Anschließer bilden den Schwerpunkt der Ausstellung. Teils können wir sie bereits in Bewegung vorführen; mit Fortschreiten der Aufarbeitungen und Erweiterung unserer Gleisanlage wird sich zunehmend mehr bewegen. Darüber hinaus helfen Modelle, Bilder und Rekonstruktionen, den Betrieb dieser Schmalspurbahn wieder erlebbar zu machen.

Öffnungstage 2025 (jeweils von 11 bis 17 Uhr):
13.04.2025 Eröffnung der Jubiläumssaison
10.+11.05.2025
07.+08.06.2025
12.+13.07.2025
09.+10.08.2025
13.+14.09.2025 Jubiläumsfest mit Sonderprogramm / Tag des Offenen Denkmals
11.+12.10.2025
06.+07.12.2025 im Advent zum Asbacher Weihnachtsmarkt

Hinweis: an den Samstagen finden gleichzeitig Arbeiten auf dem Gelände und an den Fahrzeugen statt, so dass es zu kleineren Einschränkungen kommen wird. Sonderöffnungen für Gruppen und Vereine auf Anfrage

Heute vor 75 Jahren…… begann das Sterben unserer Schmalspurbahn. Am 20.05.1951 wurde mit dem Streckenabschnitt Oberpleis...
20/05/2026

Heute vor 75 Jahren…

… begann das Sterben unserer Schmalspurbahn. Am 20.05.1951 wurde mit dem Streckenabschnitt Oberpleis-Rostingen die erste Teilstrecke im Personenverkehr eingestellt. Damit verlor der am 01.10.1902 zwischen Herresbach und Rostingen als letzter eröffnete Streckenabschnitt der RSE auch zuerst wieder den Personenverkehr.

Besonders die Bahnhöfe Quirrenbach und Rostingen lagen aus heutiger Sicht „im Nirgendwo“ nahe Eudenbach in kleinen Dörfern (Rostingen hatte zum Beispiel per 31.12.2025 nur 58 Einwohner).

Aber in den 1920er Jahren war auf dieser Strecke Hochbetrieb dank der Anschlußbahn Rostingen-Rottbitze (dort wo heute das Gewerbegebiet an der A3 Ausfahrt Bad Honnef/Linz liegt), denn dort waren die Steinbrücke Dachsberg (an der Grenze zu Windhagen) und Himberg (heute ein Badesee bei Ägidienberg-Rottbitze) angeschlossen.

Ein letztes Mal herrschte zwischen 1945 und der Währungsreform 1948 Hochbetrieb – die „Hamsterfahrten“, als die Menschen aus den zerbombten Städten auf der Suche nach Lebensmitteln ihre letzten Habseligkeiten gegen Steckrüben oder ähnliches getauscht und dafür in völlig überfüllten Zügen in den vorderen Westerwald gefahren sind.

Bereits einen Monat nach dem Personenverkehr, am 23.06.1951 wurde auch der Güterverkehr Nonnenberg-Quirrenbach-Rostingen eingestellt und damit die erste Teilstrecke stillgelegt. Und in den folgenden 2 Monaten verloren auch die Strecken Oberpleis-Niederpleis, Niederpleis-Siegburg und Hennef-Niederpleis-Beuel den Personenverkehr – etwa die Hälfte des nun stetig schrumpfenden Streckennetzes!

Heute kann man vom (zwar umgebauten, aber erhaltenen) Bahnhof Rostingen zum einen über Quirrenbach bis kurz vor Nonnenberg auf der alten Bahntrasse und in die andere Richtung auf der ehemaligen Anschlußbahn bis Wülscheid wandern. Und an diese Anschlußbahn erinnert die seit August 2025 in unserem Museum beherbergte Dampflok O&K 7729, die 1914 für genau diese Anschlußbahn beschafft wurde. Über die Heimkehr der Dampflok hat unser Mitglied Maxim einen schönen Beitrag in Youtube eingestellt, der auch aktuelle Bilder vom Bahnhof Rostingen und den erhaltenen Teil der Trasse der Anschlußbahn enthält: https://www.youtube.com/watch?v=cTsFkwRb38U

Das Juni-Öffnungswochenende am 13. & 14.06.2026 widmen wir diesem traurigen Ereignis.

03/05/2026
Museumsbahnhof Asbach – Wer sind die „Verrückten aus Asbach“ eigentlich?Vom 04.05.2026 bis zum 10.05.2026 findet in der ...
03/05/2026

Museumsbahnhof Asbach – Wer sind die „Verrückten aus Asbach“ eigentlich?

Vom 04.05.2026 bis zum 10.05.2026 findet in der Verbandsgemeinde Asbach die „Woche der Teilhabe“ statt ( https://www.vg-asbach.de/bildung-soziales/fit-und-gesund-im-asbacher-land/mach-mit-sei-dabei-wdthverkleinert-broschuere.pdf?cid=1b5v ). Hier sollen sich vor allem Vereine und Projektteams vorstellen können, bei denen unabhängig vom Alter in der Freizeit gemeinsam Dinge bewegt werden.

Wir beteiligen uns gern mit unseren Öffnungstagen am 09.05. und 10.05.2026 an dieser Veranstaltungsreihe, da unser Verein ein schönes Beispiel für generationenübergreifende Freizeitbeschäftigung ist. Ob junge, technikaffine Leute in den 20ern oder Zeitzeugen, die unsere Schmalspurbahn in den 1950er und 1960er Jahren noch live erlebt haben – und natürlich auch die Generationen dazwischen – gemeinsam schrauben wir an Fahrzeugen, verlegen Gleise, führen Gäste über unser Gelände und durch unsere Ausstellung, erzählen Geschichte und Geschichten zur ältesten öffentlich betriebenen Schmalspurbahn Deutschlands und haben gemeinsam auch eine Menge Spaß.

Wir lassen hier einfach mal Bilder sprechen…

Lust auf mitmachen? Hier gibt es Infos: https://museum-asbach.de/mitmachen/

Und uns bei der Arbeit über die Schultern schauen können unsere Gäste immer an den Samstags-Öffnungstagen, da das reguläre Arbeitseinsätze sind. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass es dabei zu Einschränkungen für Gäste kommen kann und dass manche Bereiche aus Sicherheitsgründen nicht immer zugänglich sein können und hoffen hier auf Verständnis.

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Eine Bahn versetzt(e) BergeDie Aussage klingt ein wenig seltsam, aber da steckt vi...
08/04/2026

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Eine Bahn versetzt(e) Berge

Die Aussage klingt ein wenig seltsam, aber da steckt viel Wahrheit drin. Die RSE hat alles transportiert, was man mit einer Bahn so transportieren kann – Lebensmittel, Kohle, Erze, Industrieprodukte, Altbatterien, sogar ein Segelboot – aber das wichtigste Transportgut war ab den 1890er Jahren der Basalt!

Das „graue Gold“ des vorderen Westerwalds wurde für den Straßenbau, den Bahnbau (Gleisschotter), aber vor allem auch für den Deichbau benutzt. Wer die Uferbefestigungen an der Nordsee in Deutschland und speziell in den Niederlanden betrachtet, sieht oft die charakteristischen meist 5-6-eckigen Basaltsteine in Deichen verbaut. So wurden tatsächlich Berge versetzt, indem mit ihren Steinen ganz woanders etwas gebaut wurde.

Über die Jahrzehnte waren insgesamt 27 Steinbrüche an das Netz der RSE angeschlossen. Die bedeutendsten waren in Bennau und in Eudenberg. Das war auch der Grund, warum die Basalt AG Linz schon vor dem ersten Weltkrieg die operative Kontrolle über die Bahn und dann konsequenterweise auch die Aktienmehrheit übernahm.

Und das erklärt auch, warum ein Teil unserer Ausstellung sich auch dem Basalt und der Basalt AG Linz widmet. Unsere Gartenbahn, die dieses Jahr wieder aufgebaut wird, wird deswegen auch zukünftig an einem Basaltpark entlangführen. Und nicht zuletzt bereichern beide erhaltenen Dampfloks der Basalt AG Linz in 785 mm Spurweite unsere Sammlung. Neben der O&K 7729, die seit August 2025 bei uns zu sehen ist, ist auch die Jung 8301, die jahrelang in Hennef auf dem Betriebsgelände der RSVG stand, seit 2021 in unserem Bestand (wenn auch zur Zeit in der Werkstatt untergebracht und momentan nur zu besonderen Anlässen zugänglich).

Begeben Sie sich auf die Spur der Steine in unserem Museumsbahnhof Asbach am 11. und 12.04.2026 zu unserer Saisoneröffnung. Auch auf unserem Gelände ist an vielen Stellen wie selbstverständlich Basalt zu sehen – schauen Sie einfach mal genau hin. Und wer auf Entdeckungstour zu den alten Steinbrüchen will – wir geben gerne Tips, wie man auf den alten Trassen der RSE zum Beispiel zum heute schönen See im ehemaligen Steinbruch Bennau (nur ca. 3 km vom Museumsbahnhof entfernt) kommt.

Im Hier und Jetzt standen im März eine Reihe von unspektakulären aber eben wichtigen Arbeiten für unsere Aktiven an – mehr dazu wie gewohnt in Tims Monatsbericht hier: https://museum-asbach.de/maerz-2026/

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Unsere kleinste LokNicht nur die Winterpause neigt sich dem Ende zu – auch das ers...
25/03/2026

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Unsere kleinste Lok

Nicht nur die Winterpause neigt sich dem Ende zu – auch das erste Öffnungswochenende am 11+12.04.2026 rückt näher. Zeit, ein Exponat vorzustellen, welches erst seit September 2025 und zumindest in der Saison 2026 bei uns zu sehen sein wird.

Es handelt sich um die einzige erhaltene Rangierlok der RSE, die Diesellok V5. Gebaut wurde sie 1954 von der Diepholzer Maschinenfabrik (DIEMA) für die Basalt AG Linz. Sie löste 1962 eine Dampflok als Rangierlok im Betriebswerk und Güterbahnhof Hennef ab.

Jahrelang rangierte sie Loks und Waggons im Hennefer Güterbahnhof und im Betriebswerk an der Bröltalstraße in Hennef-Warth. Einige Male zog sie auch für Fotografen und Eisenbahnfreunde unsere Dampflok 53 nach draußen. Später rangierte sie die verbliebenen Fahrzeuge größtenteils zum Schrottgleis. Dieses Betriebswerk war für eine Privatbahn außergewöhnlich groß, aber in Spitzenzeiten hatte die BTE/RSE auch 19 Dampfloks gleichzeitig! Leider fiel das BW Anfang der 2000er Jahre einem Brand und dem anschließenden sofortigen Abriß zum Opfer – heute befinden sich dort eine Tankstelle und einige Einkaufsmärkte.

Nach Betriebseinstellung kam sie zurück zur Basalt AG Linz und später zu einer Baufirma. Danach kam sie an den ehemaligen Bahnhof Niederpleis als Denkmal. Nach Jahren im Freien und den leider üblichen Vandalismusschäden fand sie ein neues Domizil vor Vandalismus geschützt in einem Käfig an der Niederpleiser Mühle, wenige Meter von der ehemaligen Pleistalstrecke entfernt.

Als Leihgabe der Stadt St. Augustin hat sie seit September 2025 einen wetterfesten Platz in unserem Lokschuppen (übrigens auf dem wahrscheinlich einzigen originalen RSE-Gleisstück, das bis heute unangetastet an Ort und Stelle erhalten ist – alle Denkmäler sind später entstanden und das Gleis auf dem Hennefer Bahnhofsvorplatz wurde bei der Umgestaltung herausgenommen und gekürzt neu verlegt). Und an unseren Öffnungstagen zeigen wir sie draußen auf unserer Gleisanlage)

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Was ist eigentlich so besonders an Eurer Bahn?Wir müssen dieses Jahr nicht nur den...
01/03/2026

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Was ist eigentlich so besonders an Eurer Bahn?

Wir müssen dieses Jahr nicht nur den 70. Jahrestag der Einstellung des regulären Personenverkehrs begehen – da kommt leider noch mehr (im Laufe des Jahres). Aber was ist eigentlich so besonders an der RSE? Ab den 1950er Jahren begann in allen Teilen Deutschlands das Sterben der Schmalspurbahnen, also warum ist es wert, gerade über diese Bahn zu berichten?

Die Brölthaler Eisenbahn AG wurde 1862 gegründet und diente anfangs der Beförderung von Eisenerz. 1863 ersetzte die erste Dampflok die Pferde. Da sich der Erzbergbau im Bröltal nicht langfristig rentierte, wurde die Bahn 1869/70 nach Waldbröl verlängert und öffentlich – es gab also Güter- und Personenverkehr wie bei der „großen Bahn“. Sie war damit die älteste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands.

Am 28.07.1892 wurde in Preußen das Kleinbahngesetz beschlossen, das durch vereinfachte Standards die Erschließung des ländlichen Raums erst ermöglichte – parallel gab es entsprechende Gesetze auch in anderen deutschen Teilstaaten. Damals hatte die Brölthaler Eisenbahn AG bereits 64,8 km Streckennetz zwischen (Bonn)Beuel, Hennef, Waldbröl und Buchholz in Betrieb und nur 3 Wochen später wurde auch die 4,7 km lange Strecke Buchholz-Asbach eröffnet. Und die Brölthaler Eisenbahn AG war bereits 30 Jahre alt!

1902 – in einer Zeit, in der in unserer Umgebung im Selfkant, im Westerwald (Hachenburg-Selters) und Brohltal und vielerorts in Deutschland die ersten Schmalspurbahnen eröffnet wurden, hatte die BTE bereits ihr maximales Streckennetz von 87,3 km erreicht (mit Anschlußbahnen wurden das in den Folgejahren rund 100 km) und war damals schon 40 Jahre alt.

Unsere Schmalspurbahn darf zu Recht als Pionier bei der Erschließung des ländlichen Raumes bezeichnet werden und sie trug auch wesentlich zur Entwicklung unserer „steinreichen“ Region im vorderen Westerwald bei (denn der Basalt aus unserer Region war damals überaus wertvoll und diente zum Beispiel dem Deichbau in den Niederlanden).

Genau das fasziniert unsere Aktiven und spornt uns an, die Zeit der RSE/BTE wieder hautnah erlebbar zu machen. Und unser Traum von einem „lebendigen Museum“ wo sich auch was bewegt, wird Schritt für Schritt Realität. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Da wir dieses Wochenende den ersten großen Arbeitseinsatz nach der Winterpause hatten, dauert die Fertigstellung des Monatsberichts noch einige Tage. Also keine Sorge - wir sind aktiv und voller Tatendrang auch 2026! :-)

Vorankündigung: ein trauriger JahrestagEs gibt „Jübiläen“ die will niemand so wirklich feiern. Und in den kommenden Jahr...
15/02/2026

Vorankündigung: ein trauriger Jahrestag

Es gibt „Jübiläen“ die will niemand so wirklich feiern. Und in den kommenden Jahren kommen auf uns „runde Jahrestage“ vor, die nicht so schön sind. Aber auch die gehören zum Leben dazu.

Zum Stichtag 01.08.1956, also vor bald 70 Jahren endete mit der Einstellung des Personenverkehrs auf der Strecke Hennef-Asbach der reguläre Personenverkehr der Rhein-Sieg Eisenbahn AG. Die „Stammstrecke“ im Bröltal war damals schon 2 ½ Jahre Geschichte. Es folgten nur noch Sonderverkehre zur Großkirmes „Pützchens Markt“ und mit einem Straßen-Ersatzverkehr zwischen Niederpleis und Oberpleis dann 1960 dann die allerletzten Personenfahrten der RSE.

Wir haben uns deswegen entschlossen, diesen Jahrestag mit Sonderöffnungstagen am 01.08.2026 und 02.08.2026 zu begehen.

Es wird kein Fest, aber wir werden uns für die beiden Tage ein kleines Sonderprogramm einfallen lassen. Parallel ist in Asbach Kirmes – also fürs Rahmenprogramm ist gesorgt…

Seit letztem Jahr erweitern wir schrittweise unsere Öffnungstage. Es gibt also zunehmend mehr Möglichkeiten, uns zu besuchen. Und wir arbeiten weiterhin rein ehrenamtlich, also alles in der Freizeit unserer Mitglieder. Aktuell gibt es bereits 5 Anfragen für Besuchergruppen, die uns außerhalb der Öffnungstage, auch teils unter der Woche besuchen möchten. Interesse? Dann bitte unter [email protected] melden. Auch für Sonderöffnungen gilt, dass wir keinen regulären Eintritt nehmen. Aber eine schöne Spende für unsere Arbeit ist doch Ehrensache, oder?

Nicht vergessen wollen wir unseren Monatsbericht Januar, der auf unserer Homepage nachzulesen ist. Hier geht es auch um eine Bahn, mit der uns mehr als nur regionale Nachbarschaft verbindet: https://museum-asbach.de/januar-2026/

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Zwei Kölsche Jecke und ein BahnübergangMomentan ist es bei uns ruhiger – Winterpau...
02/02/2026

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Zwei Kölsche Jecke und ein Bahnübergang

Momentan ist es bei uns ruhiger – Winterpause und (unser Museum liegt in der Region um Köln) Karneval! Und ja – Karneval und Eisenbahnmuseum haben manchmal etwas miteinander zu tun.

Wir möchten dieses Jahr verraten, wie einige unserer Aktiven zu uns gestoßen sind. Und als Mitglied unseres Social-Media Teams, der hier viele Posts geschrieben hat, mache ich hier mal den Anfang.

Mein Bruder Dirk und ich (Mark Borutta) sind in der Region zwischen Hennef, Uckerath, Buchholz (Ww) und Asbach aufgewachsen. Zwar haben wir die Bahn um Jahre verpasst, aber die Relikte der Bahn sind uns seit der Jugend immer wieder begegnet.

Es war im Januar 2020. Dirk und ich sind in Köln in einem Karnevalsverein aktiv und haben uns bei Vereinskollegen in Hennef zum „Vorglühen“ vor einer Sitzung mit Freunden getroffen. Auf dem Weg vom Bahnhof Hennef kamen wir in Hennef-Warth am ehemaligen Bahnübergang an der Kirche vorbei. So lange wie wir uns erinnern können, stand da ein inzwischen rostiger Blechkasten herum. Dieses Mal haben wir das Teil im Dunklen fotografiert.

Wenige Wochen später Ende Januar 2020 war eine Modellbahnausstellung in Siegburg, wo ich dann einen Infostand des Museums, dessen Entwicklung wir bis dahin aus der Ferne verfolgt haben, angetroffen und den Kollegen den Tip gegeben habe, sich das Objekt mal anzuschauen.

Was kam ist bekannt – wir alle saßen wegen Corona daheim. Aber im Sommer 2021 durften die Asbacher den Blechkasten abbauen und bergen. Denn es hatte sich gezeigt, dass das tatsächlich die Schaltanlage eines mit Blinklicht gesicherten Bahnübergangs war.

Und als der Kasten dann demontiert wurde, war da nicht nur die kompette Elektrik erhalten – es wurden auch Betriebsanleitung und Schaltpläne in dem Schaltkasten gefunden. Das Papier muffelte zwar, aber war sonst gut erhalten, und das 53 Jahre nach dem Abbau der Strecke! Ein „Full House mit Joker“.

Dirk und ich wollten im September beim ersten Öffnungstag nach der Bergung diesen Schaltkasten mal mit seinem Innenleben sehen, wurden erkannt – und nach einem „kleinen gruppendynamischen Gespräch“ im Bahnhof waren 2 Beitrittserklärungen unterschrieben.

Dirk kümmert sich heute im Rahmen seiner berufsbedingt begrenzten Freizeit um die Elektrik und übernimmt auch immer mal wieder gern Transportaufgaben. Ich bin heute Kassierer im Verein und Teil unseres Social-Media Teams; außerdem mache ich mit 2 Kollegen die Führungen für unsere Gäste.

Und so verwundert es nicht, dass in der Festschrift der Willi-Ostermann-Gesellschaft Köln dieses Jahr Bilder aus unserem Museum zu sehen sind und dass wir gern Anfang Januar 2026 die Ernennung zu Ehrensenatoren durch die KG „Quer durch de Waat“ in Hennef-Warth angenommen haben.

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Altes BlechWährend andere auf Weihnachtsmärkten einen Glühwein tranken, verbrachte...
12/01/2026

Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Altes Blech

Während andere auf Weihnachtsmärkten einen Glühwein tranken, verbrachten einige Aktive des Museums zwei Adventssamstage und den vorletzten Tag des Jahres 2025 in einer ehemaligen Tongrube in Witterschlick.

Dort musste eine Wellblechhalle bis Jahresende demontiert werden. Für den Schrott zu schade und für uns durchaus wertvoll.

Durch die auch teils nicht geplanten Neuzugänge an historisch wertvollen Fahrzeugen fehlt uns der Platz, sie unter Dach zu bringen und daran zu arbeiten. Insbesondere für Holzarbeiten ist eine separate Werkstatt dringend notwendig.

Geplant ist der Bau eines weiteren Gebäudes dort, wo früher der Kohlenschuppen gestanden hat. Der Kohlenschuppen ist nicht genau dokumentiert, so dass eine „originalgetreue“ Rekonstruktion ohnehin nicht möglich ist.

Und hier kommt diese Halle ins Spiel. Von den Abmessungen passt sie genau auf das Baufeld. Und für kleines Geld eine solche Halle zu erwerben, instand zu setzen und aufzubauen war eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen konnten.

Diese Arbeitseinsätze werden uns die Investition in einen Neubau in gut 5-stelliger Höhe (Holzbauweise) ersparen und uns zeitnah dringend notwendige Abstell- und Arbeitsflächen schaffen.

Noch mehr Bilder und was sonst noch so passiert ist im Dezember – leider auch ein trauriges Ereignis – gibt’s wie gewohnt im Monatsbericht hier: https://museum-asbach.de/dezember-2025/

Adresse

Bahnhofsstraße 23
Asbach
53567

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