Windjammer-Museum

Windjammer-Museum V.

Museum für Maritime Kunst und Schifffahrtsgeschichte in Barth, mit großer Kapitänsbild- und Schiffsdioramen-Ausstellung, geführt über den eingetragenen Verein:
WINDJAMMER-MUSEUM e.

Druckfrisch: Barther Schiffe unter Schwedens FlaggeUnser neues Buch widmet sich der Geschichte von Schiffbau und Schifff...
06/03/2025

Druckfrisch: Barther Schiffe unter Schwedens Flagge

Unser neues Buch widmet sich der Geschichte von Schiffbau und Schifffahrt im nordwestlichen Teil der ehemaligen Provinz Schwedisch-Pommerns. Dabei geht es den Fragen nach, wann in Barth, Damgarten, auf dem Darß und Zingst der Bau von Handelsschiffen begann, und wie es der Stadt Barth gelingen konnte, von einem ärmlichen Städtchen zu einer bedeutenden Seestadt aufzusteigen.
Es erzählt aber auch von den Wirren der damaligen Zeiten. Es berichtet von Kriegen und Blockaden, von Kaperungen und Gefangenschaft, und von mutigen Seeleuten, die trotz aller Gefahren ihr Glück immer wieder in der Ferne suchten.
Dieses Buch ist das Ergebnis umfangreicher Recherchen in verschiedenen Archiven Mecklenburg-Vorpommerns. Es enthält zusätzlich die erste Liste von Schiffen und Kapitänen der Region, die ein Teil dieser Entwicklung waren und jener Zeit ihre Prägung gaben.

Herausgeber: Stadtarchiv Barth
Autor: Bernd Koppehele
184 Seiten, reich bebildert, 24,90 €
erhältlch im Windjammer-Museum, im Vineta-Museum, in der Barther Stadtinformation und im Online-Shop des Windjammer-Museums: windjammer-museum/shop/.

Äquatortaufe auf der PEKING 19271926/ 1927 war Hermann Piening der Kapitän der PEKING und unternahm mit dem Schiff zwei ...
09/02/2025

Äquatortaufe auf der PEKING 1927

1926/ 1927 war Hermann Piening der Kapitän der PEKING und unternahm mit dem Schiff zwei Chilefahrten, bevor er auf die PADUA wechselte. Bei der Überquerung des Äquators wurde die sogenannte Linientaufe oder auch Äquatortaufe durchgeführt. Ein Ritual, dass bis auf die portugiesischen Entdecker zurückgeht. Ein Taufschein dieser Taufe auf der PEKING hat sich erhalten. Er gehörte dem Barther Jungmann Heinrich Redeker. Auf dem Taufschein steht: „Wir Neptun, von Gottes Gnaden, Herrscher aller Meere, Seen, Bäche, Teiche und Pfützen, tun hiermit kund und zu wissen, dass der Jungmann Redeker beim Passieren der Linie auf den Namen DWARSLÖPER getauft wurde." Unterschrieben wurde der Taufschein von Neptun und auch von Kapitän Piening.
Der Jungmann Redeker wollte übrigens später auch Kapitän werden. Das wurde ihm in Deutschland aber aufgrund seiner eingeschränkten Sehfähigkeit verwehrt. Daraufhin wanderte er 1929 in die USA aus und machte dort sein Kapitänspatent. So wurden die USA für ihn tatsächlich zu einem Land der größeren Möglichkeiten.

Die Bark APHRODITEDieses Schiffsporträt zeigt die Bremer Bark APHRODITE.Das Schiff lief 1878 als RYEVALE bei Birrell, St...
09/02/2025

Die Bark APHRODITE

Dieses Schiffsporträt zeigt die Bremer Bark APHRODITE.
Das Schiff lief 1878 als RYEVALE bei Birrell, Stenhouse & Co in Dumbarton vom Stapel und wurde mit 844 Nettoregistertonnen vermessen. Die Länge (über alles) betrug 59,9 m, die Breite 9,9 m und der Tiefgang 5,6 m. Der erste Heimathafen des Schiffes war Glasgow. 1901 erwarb die Bremer Reederei Carl Johann Klingenberg & Co. das Schiff und nannte es in APHRODITE um. In diesem Jahr wurde das Schiff gleich zweimal von John Henry Mohrmann gemalt. Es sind bisher die einzigen bekannten Bilder dieses Schiffs.
Am 9. Dezember 1904 lief die Bark aus Hamburg mit einer Ladung für Guayaquil aus. Am 10. Dezember strandete das Schiff schon auf Juist. Der Kapitän Hauenstein, wie auch der Steuermann, sollen zu dieser Zeit betrunken gewesen sein. Am 07. Juli 1905 strandete die APHRODITE schließlich beim Einlaufen in die Bucht von Playa Blanca. Dabei ertrank Kapitän Hauenstein in seiner Kajüte, die Mannschaft und der Lotse konnten sich retten.

Der Maler John Henry Mohrmann (1857 – 1916)
Geboren wurde er in Estebrügge. Seine Familie wanderte mit ihm nach San Francisco aus, als er erst zwei Jahre alt war. Dort lief er im Alter von 13 oder 14 Jahren seinen Eltern davon und heuerte als Kajütenwächter auf einem Schiff an. Nach einigen Jahren auf See soll er zwischenzeitlich in England und Deutschland als Kulissenmaler und Restaurator tätig gewesen sein. Seine spätere Frau, Johanna Meyer, lernte er in Urugay kennen und heiratete sie 1886. Das Paar siedelte sich in Antwerpen an, wo Mohrmann als gefragter Schiffsporträtist arbeitete. 1912 gingen zwei seiner Söhne nach Kanada, um dort die Auswanderung der restlichen Familie vorzubereiten. 1913 folgte Henry Mohrmann mit dem Rest der Familie, jedoch waren die Verhältnisse in Kanada schwieriger als erwartet. Er versuchte sich mit verschiedenen Arbeiten über Wasser zu halten, erkrankte aber schließlich und starb 1916 an einer Lungenentzündung und schwachem Herzen.
Das Windjammer-Museum zeigt mit 16 Werken die umfangreichste Sammlung von Schiffsporträts des Malers John Henry Mohrmann in ganz Deutschland. Darunter befinden sich auch die beiden Schiffsporträts der APHRODITE.

Otto Schommartz, der letzte Kapitän der PADUAOtto Schommartz wurde am 29. Januar 1909 in Prerow geboren und wuchs zusamm...
18/01/2025

Otto Schommartz, der letzte Kapitän der PADUA

Otto Schommartz wurde am 29. Januar 1909 in Prerow geboren und wuchs zusammen mit seinen Brüdern in der Langen Straße 7, der Adler-Apotheke seines Vaters, des Apothekers Otto Schommartz und seiner Frau Charlotte, geb. Thomas, auf. Er besuchte die Realschule in Barth und ging 1924 wie seine zwei älteren Brüder und später sein jüngerer Bruder in Hamburg zur See. Er heuerte zunächst als Schiffsjunge auf der ESSEN an und kam später auf die ULUNDI. Sein Herz schlug jedoch für die Windjammer und so bewarb er sich bei Laeisz in Hamburg und machte dort seine erste Fahrt unter Segeln auf der PRIWALL unter Kapitän Jürgen Jürs. 1930 erhielt er das Offizierspatent A5 und drei Jahre später das Patent A6 „Kapitän auf Großer Fahrt“. 1933/34 machte er als Zweiter Offizier auf der PADUA die Wett- und Rekordfahrt der beiden Flying P-Liner Padua (unter Kapitän Jürgen Jürs) und Priwall (unter Kapitän Robert Clauß) nach Australien mit. Im September 1938 übernahm er für wenige Tage das erste Mal das Kommando auf der PADUA, musste es jedoch krankheitsbedingt wieder abgeben. Bis zum Kriegsausbruch hatte er 18-mal Kap Hoorn umsegelt. 1939/40 war er in Vigo (Spanien) interniert. Danach wurde er am 01. April 1941 Kapitän der PADUA, verließ mit dem Schiff aber bis Kriegsende nicht mehr die Ostsee. Am 31.12.1945 erreichte die PADUA Hamburg, von wo aus sie am 11. Januar 1946 ihre Reise über Kiel und Lübeck nach Swinemünde antrat, wo sie als Reparationsleistung an die Sowjetunion übergeben wurde.

Otto Schommartz war Mitglied der Seefahrervereinigung Internationale Bruderschaft der Kap Hoorniers. Er war mit Lotte Schommartz, geb. Müller, verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder (Manfred, Anke und Hermann). 1943 wurde die Familie in Hamburg in der Operation Gomorrha ausgebombt, lebte von 1944 bis 1952 in Glücksburg und danach wieder in Hamburg Hummelsbüttel am Alsterweg. Nach Überbrückung einer schwierigen Zeit wurde Schommartz 1949 Kapitän der Reederei A. Kirsten und dort 1952 bis zu seinem Tod 1964 Nautischer Inspektor. Begraben wurde Otto Schommartz auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf.

Daten zur Viermastbark PADUA
Stapellauf: 11. Juni 1926
Bauwerft: Joh. C. Tecklenborg, Wesermünde
Betreiber: F. Laeisz, als frachtführendes Schulschiff
Abmessungen: Länge über alles 114,50 m, Breite über Spanten 14,04 m, Tiefgang 6,26 m, Tragfähigkeit 4698 Tonnen, Gesamtsegelfläche 3800 qm
Kapitäne: Carl Schuberg (1926 – 1928), Hermann Piening (1928 – 1930), Robert Clauß (1930 – 1932 & 1935 – 1937), Jürgen Jürs (1933 – 1935 & 1937 – 1938), Richard Wendt (1938 – 1940), Otto Schommartz (1941 – 1946)
Verbleib: 1946 an die Sowjetunion übergeben und umbenannt in KRUZENSHTERN, heute vom russischen Ministerium für Fischwirtschaft als Ausbildungsschiff genutzt, mit bis 76 Mann Stammbesatzung und bis zu 160 Kadetten und Trainees.
Trivia: Die PADUA wurde mehrfach als Filmkulisse genutzt, 1935 für den Film „Die Meuterei auf der Elsinore“, 1940 für „Ein Herz geht vor Anker“ und 1944 für „Große Freiheit Nr. 7“ mit Hans Albers.

Verwendete Literatur
Gerdau, Kurt: Viermastbark Padua …ein ruhmreiches Schiff, Köhlers Verlagsgesellschaft MbH Herford, 1978

Erster Höhepunkt des Jahres: Douzette-Ausstellung zeigt neues und bedeutendes GemäldeDas Gemälde „Mondaufgang über winte...
11/01/2025

Erster Höhepunkt des Jahres: Douzette-Ausstellung zeigt neues und bedeutendes Gemälde

Das Gemälde „Mondaufgang über winterlicher Ostseeküste“ ist seit Beginn dieses Jahres Teil unserer Douzette-Ausstellung. Verschiedene Indizien sprechen dafür, dass dieses Bild aber nicht einen beliebigen Platz an der Küste zeigt, sondern das Werftgelände, unmittelbar neben dem Museumsgebäude. Dort gab es im 19. Jahrhundert zwei Werften, von denen eine die Holzerland´sche Werft am Dammtor war.
Der Gründer, Johann Jochim Georg Holzerland, stammte aus dem kleinen Boddendorf Bodstedt. Ab 1854 betrieb er an der Barthe-Brücke eine Werft, auf der bis 1868 mindestens 26 Schiffe - überwiegend Briggs Barken und Schoner - mit einer Tragfähigkeit von bis zu 550 Tonnen vom Stapel liefen. Im August 1867 ging seine neue Werft am Barther Bodden in den Betrieb. Als erster Schiffsneubau lief 1868 die Bark JOHANN HOLZERLAND, mit einer Tragfähigkeit von 223 Lasten (446 Tonnen) für den Reeder J. C. Beug vom Stapel. Das Schiff strandete in der Nacht vom 01. zum 02. November 1879 unter der Führung von Kapitän L. Ziepcke auf der Reise von Rotterdam nach Buenos Aires bei Rio Grande do Sul/ Brasilien. Bis 1873 entstanden sieben weitere größere Schiffsneubauten, darunter die Bark TREUE, mit 307 Lasten das größte je bei Holzerland gebaute Schiff. Die TREUE verbrannte 1884 auf der Reise von Liverpool nach Buenos Aires mit Stückgütern beladen auf dem Atlantik.
1874 übernahm sein Sohn Carl die Leitung der Werft. Aber nur wenige Jahre danach geriet der Holzschiffbau in eine schwere Krise und der Bau von großen hölzernen Frachtseglern kam an der gesamten Küste zum Erliegen. Während alle anderen Barther Werften schließen mussten, gelang es Carl Holzerland durch Holzhandel und Reparaturaufträgen seine Werft zu erhalten. Um 1890 stieg wieder die Nachfrage nach hölzernen Segelschiffen. Allerdings nur nach kleineren Schonern und Galeassen für die Küstenschifffahrt. 1914 übernahm Carl Holzerland Junior die Werft und spezialisierte sich auf den Bau von Dreimastgaffelschonern. Mit der Fertigstellung des Jacht-Schoners ANNA für den Wustrower Schiffer Peter F. Dahm endete 1926 der Bau von Frachtsegelschiffen auf der Holzerland-Werft. Danach wurden an diesem Ort nur noch Fahrzeuge für die Fischerei gebaut und Reparaturen durchgeführt.
Unter drei Generationen von Schiffbaumeistern der Familie Holzerland entstanden am Barther Bodden mindestens 95 Segelschiffe für die Handelsschifffahrt. Die Holzerland-Werft war damit eine der produktivsten und langlebigsten auf den Bau von hölzernen Segelschiffen spezialisierte Werften Pommerns.
Das neue Gemälde ist nun Teil unserer Ausstellung, die inzwischen mehr als 20 Werke des bekannten Malers und Kunstprofessors Louis Douzette (1834 – 1924) umfasst. Fünf seiner Werke zeigen das damalige Werftgelände zu unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Perspektiven. Diese Werke sind nicht nur wegen ihrer künstlerischen Qualität von hohem Wert, sondern auch als Dokumente der Zeitgeschichte bedeutsam.

Unser Museum hat Samstag und Sonntag von 11 - 17 Uhr geöffnet.
Wir freuen uns auf euren Besuch!

Adresse

Hafenstrasse 22
Barth
18356

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+4938231400140

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