Richard Wagner Museum Bayreuth

Richard Wagner Museum Bayreuth Richard Wagner Museum Bayreuth

Das Richard Wagner Museum Bayreuth in Richard Wagners ehemaligem Wohnhaus „Wahnfried“ ist ein bedeutsamer Ort deutscher Kulturgeschichte, an dem Leben, Werk und Wirken Richard Wagners erforscht, auf einzigartige Weise erzählt und für alle Sinne erlebbar gemacht werden.

Im Rahmen des RIWA-Straßenfestes, veranstaltet von .150 | , laden das Richard Wagner Museum, das Franz-Liszt-Museum sowi...
23/05/2026

Im Rahmen des RIWA-Straßenfestes, veranstaltet von .150 | , laden das Richard Wagner Museum, das Franz-Liszt-Museum sowie das Jean-Paul-Museum am heutigen 23. Mai 2026 zu einem Besuch bei freiem Eintritt! Für das leibliche Wohl sorgt das Herzlich Willkommen! ☀️

Heute feiern wir den 213. Geburtstag von Richard Wagner! Und ein weiterer bedeutender Moment in seinem Leben jährt sich ...
22/05/2026

Heute feiern wir den 213. Geburtstag von Richard Wagner!
Und ein weiterer bedeutender Moment in seinem Leben jährt sich dabei ebenfalls: an seinem 59. Geburtstag wurde der Grundstein für das Bayreuther Festspielhaus gelegt. Anlässlich dessen dirigierte Wagner im Markgräflichen Opernhaus die 9. Symphonie Ludwig van Beethovens – ein musikalischer und kulturgeschichtlicher Moment von besonderer Bedeutung, mit Strahlkraft bis heute! Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele wird in diesem Jahr einmal wieder Ludwig van Beethovens 9. Symphonie. aufgeführt - im Bayreuther Festspielhaus!

In großer Vorfreude auf dieses herausragende Jahr, seine Festlichkeiten und einzigartigen Veranstaltungen erinnern wir uns gerne an diesen Moment zu Richard Wagners Jahrestag – vor 154 Jahren von dem Maler und Fotografen Louis Sauter in einer Zeichnung festgehalten.

👉 Passend zur Aufführung der Neunten Symphonie Im Rahmen der Bayreuther Festspiele empfehlen wir Ihnen den Besuch der Kabinettausstellung „Madame Butterfly in Walhall. „Fest-Spiele“ 1945-1950" im Richard Wagner Museum, die noch bis zum 31. Mai 2026 zu sehen ist. Hier erhalten Sie einen vielschichtigen Blick auf eine Zeit, in der im Festspielhaus ganz andere „Fest-Spiele“ gegeben wurden und die Symphonie ebenfalls eine besondere Rolle spielte ...

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Bayreuther Festspiele - Bayreuth Festival

Zurück in Wahnfried! Richard Wagners Steinway-Flügel Ist nach einer mehrmonatigen, hochspezialisierten Restaurierung dur...
17/05/2026

Zurück in Wahnfried! Richard Wagners Steinway-Flügel Ist nach einer mehrmonatigen, hochspezialisierten Restaurierung durch das Atelier Chris Maene (Ruiselede, Belgien) zurück im Richard Wagner Museum … und klingt wie zu Wagners Lebzeiten …

Neben einer zum Substanzerhalt unerlässlichen Generalüberholung wurde der Flügel dank einer vollständigen Restaurierung in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und klingt nun wieder wie zu Wagners Lebzeiten.

Bei einer Pressekonferenz am heutigen Vormittag konnte der authentisch historische Klangcharakter des Instruments mit dem Spiel von Professor Michael Wessel erstmalig in Wahnfried erlebt werden.

Der Konzertflügel mit der Seriennummer 34304 aus dem Hause Steinway & Sons wurde Richard Wagner im Jahre 1876, dem Jahr der ersten Festspiele, von Steinway & Sons New York als Ehrengeschenk übergeben. Seitdem befindet er sich mit Ausnahme der Nachkriegsjahre in Wahnfried.
Angesichts seiner außergewöhnlichen Bedeutung stand der Rückbau moderner Veränderungen, die bei vorherigen Reparaturmaßnahmen vollzogen wurden, im Vordergrund der aufwändigen Restaurierungsarbeiten. So wurde beispielsweise der Resonanzboden komplett neu aufgebaut, um den ursprünglichen Klangcharakter wiederherzustellen. Auch die Saiten und Stege, Stimmstock und Stimmwirbel wurden unter Einhaltung historischer Vorgaben teils neu angefertigt, teils mit Materialien ersetzt, die denen des Jahres 1876 entsprechen. Jeder Schritt des Prozesses wurde unter Berücksichtigung historischer Materialien, Techniken und Ästhetik durchgeführt.

Die enge Zusammenarbeit mit der Bayreuther sorgt dabei für den langfristigen Erhalt der vollends geglückten Maßnahmen.
Im Jahr des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele und des 50-jährigen Bestehens des Museums kann während der Festspiele bei zahlreichen Konzerten des Richard Wagner Museums erstmals der historisch authentische Klangcharakter des Flügels erlebt werden. 🙏❤️



Fotos J. Nützel; Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

👉Internationaler Museumtag am Sonntag, 17. Mai 2026 – Vortrag und Sonderführungen im Richard Wagner Museum! Ganztägig Fr...
14/05/2026

👉Internationaler Museumtag am Sonntag, 17. Mai 2026 – Vortrag und Sonderführungen im Richard Wagner Museum! Ganztägig Freier Eintritt!👈

Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ machen Museen weltweit auf ihre Rolle als einzigartige Lernorte aufmerksam und eröffnen Raum für Austausch und Verständigung. Das Richard Wagner Museum, Franz-Liszt-Museum und Jean-Paul-Museum laden an diesem Tag – wie auch in den Vorjahren – zu einem Museumsbesuch bei freiem Eintritt ein!

Im Richard Wagner Museum haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, das Museum aus besonderen Perspektiven kennenzulernen und sich zudem mit einem hochaktuellen Thema auseinanderzusetzen. Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich hält im Saal von Haus Wahnfried einen Vortrag zum Thema Judenhass gestern und heute – Richard Wagners ‚Erlösungsantisemitismus‘. Außerdem werden die Architekturführung „Vom Wohnhaus zum Museum – ein baugeschichtlicher Rundgang“ sowie Führungen durch das Museumsdepot angeboten.

Alle Informationen finden Sie auf www.wagnermuseum.de



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Bildnachweis: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth; Dr. Sven Friedrich: ©Andrea Forster

Stiftung für das Richard-Wagner-Museum Bayreuth errichtetPünktlich zum 50-jährigen Bestehen stiftet das New Yorker Ehepa...
24/04/2026

Stiftung für das Richard-Wagner-Museum Bayreuth errichtet

Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen stiftet das New Yorker Ehepaar Jeffrey und Nadežda Brinck sein beträchtliches Vermögen für die Arbeit von Museum und Archiv
Jeffrey und Nadežda Brinck sind enthusiastische Liebhaber der europäischen Kultur, der Oper und vor allem der Werke Richard Wagners. Viele Jahre lang besuchten sie auch die Bayreuther Festspiele und das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried.
Jeffrey Brinck ist überdies leidenschaftlicher Sammler und hatte dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth bereits 2011 42 Briefhandschriften aus seiner bemerkenswerten Wagner-Sammlung als Schenkung überlassen.

Obwohl infolge der Covid-Pandemie und aus Altersgründen das Reisen für sie schwieriger wurde, verfolgten Jeffrey und Nadežda Brinck die Arbeit von Museum und Archiv in freundschaftlicher Verbundenheit mit Direktor Dr. Sven Friedrich stets mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie, insbesondere auch die Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung zwischen 2010 und 2015. In der Folge beschlossen sie, ihre Sammlung und ihr Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch dem Museum und Archiv zu vermachen.

Auf Friedrichs Anregung wurde hierzu nun am 17. April die „J & N Brinck-Foundation“ mit Sitz in Bayreuth als Begünstigte des Vermächtnisses errichtet. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die anteilige Förderung des Erwerbs wertvoller Ergänzungen des Archivs, der Erhaltung und Pflege seiner Sammlungen, die Einführung verbesserter Mittel und Technologien zwecks Erleichterung der Verbreitung der Sammlung in der Öffentlichkeit und der Finanzierung von Instandhaltung und Betrieb des Museums. Den Vorstand bilden Museumsdirektor Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.

Jeffrey Brinck erklärte nach Unterzeichnung der Stiftungsurkunde in deutscher Sprache: „Mit aller angemessenen Demut möchte ich sagen, dass meine Frau und ich entzückt sind und, ja, auch stolz darauf, uns solch vornehmen Gönnern Wagners anzuschließen, wie zum Beispiel König Ludwig II., Otto Wesendonck, Franz Liszt, Julie Ritter, Eliza Wille, Hans von Bülow, Peter Cornelius, Theodor Apel, Theodor Uhlig, Wilhelm Fischer, Ferdinand Heine, Napoleon III., Fürstin Pauline Metternich, Anton Pusinelli, Ernst Benedikt Kietz, Gottfried Anders, Samuel Lehrs, Joseph Alois Tichatschek, Wilhelmine Schröder-Devrient, unter Übergehung von Friedrich August II. von Sachsen, Kaiser Wilhelm I. und seinem Minister Otto von Bismarck, um Richard Wagners vormaligen Lebensunterhalt und heutiges künstlerisches Erbe zu unterstützen. Wir wissen mit Gewissheit, dass Wagner, lebendig oder tot, diese Achtung für seine Kunst wertschätzen würde.“

Der geschäftsführende Vorstand der neuen Stiftung, Museumsdirektor Friedrich, zeigte sich hocherfreut und sagte: „Die überaus großherzige Entscheidung unserer hochgeschätzten Freunde und Gönner Jeffrey und Nadežda Brinck aus New York, ihr gesamtes beträchtliches Vermögen testamentarisch der heute von ihnen errichteten Stiftung zugunsten von Museum und Archiv zu vermachen, beweist gerade im Jahr des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele und des 50-Jährigen Bestehens des Richard-Wagner-Museums nicht nur die ungebrochene internationale Wirkung Richard Wagners, sondern ist auch eine nachgerade anrührende Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit. Gerade auch in wirtschaftlich immer schwierigeren Zeiten wird die „J & N Brinck-Foundation“ künftig einen Beitrag zur Zukunftssicherung von Museum und Archiv leisten können. So gilt Jeffrey und Nadežda Brinck auch ganz persönlich großer Dank für das in uns gesetzte Vertrauen. Es wird uns stets Ansporn sein, Museum und Archiv auch künftig in bewährter Weise weiterzuentwickeln.“



Foto: J. Nützel; ©Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

Heute Abend um 19.30 Uhr findet das Eröffnungskonzert des Festivals „Zeit für neue Musik“ im Haus Wahnfried statt. Samir...
17/04/2026

Heute Abend um 19.30 Uhr findet das Eröffnungskonzert des Festivals „Zeit für neue Musik“ im Haus Wahnfried statt. Samira Spiegel, Ernst Breidenbach und Lisa Wellisch spielen Uraufführungen von Johannes C. Brinkmann, Dorothea Hofmann, Ines Lütge, Maximilian Ponader, Joachim F. W. Schneider und Marko Zdralek. Es sind noch Restkarten an der Abendkasse (Wahnfried) verfügbar!

„Überall Wahnfried“ – Historisches Panoptikum zum Jubiläum „150 Jahre Bayreuther Festspiele“

Das Konzert lässt die Vergangenheit in aktuellen Kompositionen am historischen Originalschauplatz des Hauses Wahnfried lebendig werden. Ein akustischer Soundscape versetzt das Publikum in einen fiktiven Empfang in Wahnfried: Stimmengewirr, Gesprächsfetzen, gespannte Erwartung. Aus diesem Klangraum treten in sechs Auftragskompositionen für einen Transducer-Flügel der Firma Steingraeber jeweils zwei historische Persönlichkeiten hervor – jedoch nicht in szenischen Dialogen, sondern als musikalische Konstellationen.

Begegnungen entstehen etwa zwischen Cosima Wagner und Friedrich Nietzsche oder zwischen dem brasilianischen Kaiser Dom Pedro II. und Amalie Materna, der ersten Bayreuther Brünnhilde. So werden politische Repräsentanz, künstlerische Vision und persönliche Spannungen in Klang übersetzt.

Der in allen Kompositionen verwendete Transducer-Flügel ist ein spezieller Konzertflügel, der analogen und digitalen Klang verbindet. Über Schallwandler im Resonanzboden können Zuspielungen, elektronische Klänge oder live erzeugte Signale bis hin zu historischen und exotischen Stimmungen, Vierteltonmusik oder spontanen Synthesizer-Einblendungen direkt im Korpus des Instruments hörbar gemacht werden. Der Flügel wird so selbst zum Resonanzraum eines akustischen Panoramas zwischen 1876 und 2026.

Eine Veranstaltung von Zeit für neue Musik Bayreuth; in Kooperation mit und dem Richard Wagner Museum. Teil des Jubiläumsprogramms der Stadt Bayreuth zu „150 Jahre Bayreuther Festspiele“



Fotos: J. Nützel; Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen das Richard Wagner Museum mit diesem blumigen Gruß aus einem sonnigen Bayreuth! Ü...
05/04/2026

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen das Richard Wagner Museum mit diesem blumigen Gruß aus einem sonnigen Bayreuth! Über die Feiertage hat das Museum durchgehend (10-17 Uhr) geöffnet! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!



Zum Frühlingsbeginn senden wir Ihnen sonnige Abendgrüße aus dem Richard Wagner Museum! Und auch das  bietet ein schönes ...
20/03/2026

Zum Frühlingsbeginn senden wir Ihnen sonnige Abendgrüße aus dem Richard Wagner Museum! Und auch das bietet ein schönes Plätzchen zum Genießen und Entspannen auf dem Museumsplatz vor Haus Wahnfried – angepasst an die Öffnungszeiten des Museums hat es nach seiner Winterpause wieder durchgängig, dienstags bis Sonntags von 11 bis 18 Uhr, geöffnet! ☕️🍰☀️

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Fotos: J. Nützel; Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

Nachruf  | Wolfgang Schmidt ✝Nein, ein Belcantist war er nicht. Aber ein Sänger von außergewöhnlicher musikalischer Präz...
18/02/2026

Nachruf | Wolfgang Schmidt ✝

Nein, ein Belcantist war er nicht. Aber ein Sänger von außergewöhnlicher musikalischer Präzision, mit obertonreicher Stimme und einem lupenreinen hohen C, hoher Textverständlichkeit dank eines vorderen Stimmsitzes und mit marathonmäßigem Durchhaltevermögen. Kurz: ein Wagner-Heldentenor par excellence. Kein Schallplattensänger, sondern ein Bühnentier, dem es unbändige Freude machte, die Zügel schießen zu lassen, auch wenn das beträchtliche Metall in seinem Stimmklang dabei gelegentlich zu Stahl wurde, unverwechselbar mit dem Rachen-R, da er es mit der Zunge nicht rollen konnte.

Seine unbändige Energie und sein Humor machen ihn bis heute zum Urheber und Gegenstand zahlloser Anekdoten, seine Bühne fand er nicht nur im Festspielhaus, sondern auch mit Freunden bei der „Krenfleisch-Kerwa“ in Neustädtlein und anderen Lustbarkeiten, die ihm mindestens ebenso wichtig waren wie die Blutsbrüderschaft mit Gunther in der „Götterdämmerung“. Lediglich an Tagen vor einem Auftritt pflegte er sich strenge Karenz aufzuerlegen.

Seinem Geburtsort setzte er – vom Publikum in der Regel unbemerkt – gerne mit den Schlussworten Siegmunds im 1. Aufzug der „Walküre“ ein Denkmal: „So blühe denn, Melsungen-Blut!“. Nach dem Abitur hatte er Gesang bei Martin Gründler an der Frankfurter Musikhochschule studiert und erhielt schon damals eine Auszeichnung für besondere Leistungen von der Hindemith-Stiftung. Noch vor seinem Abschluss konzertierte er bereits in ganz Westeuropa und Übersee und sang auf der Bühne der „pocket opera company nürnberg“. Sein erstes festes Engagement erhielt er am Städtebundtheater Hof, wo sich wieder einmal zeigte, dass ein guter Operettentenor ein herausragender Wagner-Sänger werden kann. Später war er Ensemblemitglied in Kiel und Dortmund, von 1988 bis 2021 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, wo er nahezu alle bedeutenden Partien seines Fachs verkörpert hat. Hier wurde ihm 1996 auch der Titel eines Kammersängers verliehen (er bevorzugte die Bezeichnung „Folterkammersänger“), 2023 wurde er zu deren Ehrenmitglied ernannt. Außerdem war er ständiger Gast an der Wiener Staatsoper.

Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen 1992 als Tannhäuser kann getrost als sensationell bezeichnet werden und war für ihn der entscheidende Durchbruch für seine Weltkarriere. Von 1994 bis 2004 war er dann in 10 Festspieljahren in zwei aufeinanderfolgenden Produktionen des „Ring des Nibelungen“ der Siegfried vom Dienst. Keiner hat diese Partie in Bayreuth öfter gesungen als er. 1996 sprang er zusätzlich zum „jungen“ und „alten“ Siegfried überdies auch noch als Tristan ein, was ein Tenor stimmlich nur dann überleben kann, wenn er über eine erzgesunde, technisch einwandfrei geführte Stimme verfügt. Nach eigenem Bekunden hätte er aber auch noch den Siegmund übernommen…

Auf allen großen Bühnen der Opernhäuer weltweit sang er sämtliche Heldentenor-Partien Wagners und bewältigte das schwere Fach dabei stets mit erstaunlicher Leichtigkeit. So antwortete er einmal auf die Frage, woran er denn denke, wenn er nach getaner Arbeit und von Hagen wacker hingemordet in der „Götterdämmerung“ zum „Trauermarsch“ tatenlos und zumeist eine ganze Weile auf der Bühne liegen musste, ebenso trocken wie professionell: „An mein Bankkonto…!“ –

In der Saison 2003/2004 wechselte er dann ins Charaktertenor-Fach und erweiterte dadurch laufend sein Repertoire. So konnte man ihn jetzt auch als Loge im „Rheingold“ erleben, nach Bayreuth kehrte er noch einmal in den Jahren 2009 und 2010 als Mime zurück. Vor allem in der Spätphase seiner Karriere war er so ein gesuchter Vertreter des „Zwischenfachs“ und sang vor allem die Partien des Herodes (Salome), Tambourmajors (Wozzeck), Aegisth (Elektra), Peter Grimes, Schuiski (Boris Godunow) und Jim Mahoney.

Viele Sängerinnen und Sänger berichten von der Einsamkeit nach dem Schlussapplaus. Ein ausgesprochener Gesellschaftsmensch wie Wolfgang Schmidt muss diese besonders stark empfunden haben. Vor allem in seinen letzten, von schwerer und doch stets mit dem ihm eigenen Humor geduldig und tapfer ertragenen Krankheit ist er der Welt, die er und die ihn geliebt hat, zunehmend abhandengekommen. Da freilich nützen weder Geld, noch Ruhm oder Ehre.

Nun ist er in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar im 70. Lebensjahr nach Walhall gegangen. Möge er dort ewigen Frieden finden! Wir verlieren mit ihm einen großen Künstler, Menschen und Freund. Die Erinnerung aber ist nach Jean Paul „das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“

Sven Friedrich



Bildnachweis: Portraitfoto Wolfgang Schmidt, 2000 © Bayreuther Festspiele

Adresse

Richard-Wagner-Straße 48
Bayreuth
95444

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Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
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