Dokumentation Obersalzberg

Dokumentation Obersalzberg Idyll und Verbrechen - Die Dauerausstellung über die Geschichte des Obersalzbergs und die NS-Zeit.
(471)

Die Dokumentation Obersalzberg ist ein Lern- und Erinnerungsort in Berchtesgaden. Das Museum informiert über die Geschichte des Obersalzberges, dem ehemaligen Wohnort Adolf Hi**ers und Machtzentrum der NS-Diktatur. Die Ausstellung mit den historischen Bunkeranlagen zeigt, wie in der idyllischen Berglandschaft Massenverbrechen geplant und angeordnet wurden. Wechselausstellungen, Vorträge und Verans

taltungen sowie ein umfangreiches Bildungsprogramm bieten ein breites Vermittlungsangebot. Die fachliche Betreuung und Leitung obliegen dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Wegen Umbauarbeiten ist die Dokumentation Obersalzberg in den nächsten Monaten leider geschlossen.

__

The Dokumentation Obersalzberg is a place of learning and remembrance in Berchtesgaden. The museum informs about the history of Obersalzberg, the former residence of Adolf Hi**er and center of power of the National Socialist dictatorship. The exhibition with the historic bunkers shows how mass crimes were planned and ordered in the idyllic mountain landscape. Temporary exhibitions, lectures and events as well as an comprehensive educational program offer a wide range of learning opportunities. The Leibniz Institute for Contemporary History in Munich is responsible for the professional supervision and management. Due to construction work, the Obersalzberg Documentation will unfortunately be closed for the next few months.

Achtung Fake: Wer fehlt hier?Das Foto zeigt Hi**er mit dem Mädchen „Bernile“ am Obersalzberg. Es wurde während der NS-Ze...
27/05/2026

Achtung Fake: Wer fehlt hier?
Das Foto zeigt Hi**er mit dem Mädchen „Bernile“ am Obersalzberg. Es wurde während der NS-Zeit gezielt für die Propaganda eingesetzt. Hi**er sollte hierdurch als kinderlieber und fürsorglicher Mensch inszenieren werden - ein Bild, das nichts mit der Realität zu tun hatte.

Um diese Wirkung zu erzielen, wurden eine Person und ihr Schatten aufwendig retuschiert – damals noch in Handarbeit. Dafür kratzte man die Person aus dem Bild und malte den Hintergrund sorgfältig nach. Auf der Fotografie sind die feinen Pinselstriche bis heute erkennbar.

Wer ursprünglich auf dem Bild zu sehen war, ist nicht bekannt. Vermutlich handelte es sich um einen von Hi**ers Leibwächtern. Ein Mann in SS-Uniform hätte die Inszenierung des vermeintlich „friedlichen” Hi**ers gestört.

Inszenierung einer idealisierten Wirklichkeit: Durch Retusche und gezieltes Entfernen störender Elemente entstand das propagandistische Bild eines volksnahen und fürsorglichen Hi**ers, das mit der Realität nichts zu tun hatte.

Bild: © Heinrich Hoffmann/Bayerische Staatsbibliothek

Am 17. Mai heißt es: Türen auf zum Internationalen Museumstag 🏛️In Berchtesgaden beteiligen sich das Museum Schloss Adel...
14/05/2026

Am 17. Mai heißt es: Türen auf zum Internationalen Museumstag 🏛️
In Berchtesgaden beteiligen sich das Museum Schloss Adelsheim und die Dokumentation Obersalzberg.

Im Museum Schloss Adelsheim ist der Eintritt von 11 bis 16 Uhr frei. 🎟️Um 11 Uhr hält Dr. Hubert Zierl einen Vortrag zum Thema „Geschichte der Jagd in Berchtesgaden“. Im Anschluss wird der neugestaltete Waffenraum offiziell eingeweiht. Ein kleiner Umtrunk rundet die Veranstaltung ab. 🗝️

Auch die Dokumentation Obersalzberg kann an diesem Tag bei freiem Eintritt besucht werden. 🚶Zusätzlich werden kostenfreie Rundgänge angeboten:

10 und 13 Uhr: Rundgang Standard
11 Uhr: Rundgang Plus „Pflicht erfüllt? Verbrechen der Wehrmacht“
12 Uhr: Rundgang Plus „Wo geht’s zum Berghof?“
14 Uhr: Rundgang Plus „Hinters Bild blicken!“

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Internationale Museumstag macht jedes Jahr auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. Nutze den Tag, um Geschichte, Kultur und besondere Orte in Berchtesgaden neu zu entdecken. 🏦

13/05/2026

Obersalzberger Gespräch: Verbotene Beziehungen- Weibliche Homosexualität im nationalsozialistischen Österreich

📆 21.Mai 2026, 19 Uhr
📍 Dokumentation Obersalzberg
📢 [email protected]
Eintritt frei

Ist euch aufgefallen, dass wir bisher kaum über homosexuelle Frauen in der NS-Zeit gesprochen haben?
Die Verfolgung homosexueller Frauen im NS ist bis heute schwer zu fassen – die Quellenlage ist lückenhaft und oft von Täterperspektiven geprägt. Hinzu kommt die unterschiedliche Gesetzgebung: In Deutschland war Homosexualität nur für Männer strafbar, in Österreich auch für Frauen.
Natascha Bobrowsky macht in ihrem Buch „Verbotene Beziehungen" genau diese kaum beachteten Geschichten sichtbar – etwa das Schicksal von Berta H. aus dem Salzburger Land. Wegen Gerüchten über Beziehungen zu Frauen wurde sie verfolgt und 1944 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Ihre Bewährungsfrist galt bis 1948. Nach 1945 wurden Urteile aus der NS-Zeit kaum hinterfragt, auch weil Homosexualität in Österreich bis in die 1970er strafbar blieb.

Ausgezeichnet!2025 haben wir gemeinsam mit dem Berchtesgadener Anzeiger einen historischen Ticker zum Kriegsende in Berc...
12/05/2026

Ausgezeichnet!

2025 haben wir gemeinsam mit dem Berchtesgadener Anzeiger einen historischen Ticker zum Kriegsende in Berchtesgaden gemacht.

In 19 Zeitungsartikeln habe wir die Ereignisse und Schicksale von Menschen in und aus der Region zwischen 20. April und 8. Mai 1945 nacherzählt.

Die Artikelserie hat eine große Resonanz erhalten und wurde nun mit dem 3. Platz beim Preis für Lokaljournalismus der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.

Demnächst erscheint die Serie als Buch.

Wo stand Hi**ers Berghof? Wie manipulierten die N***s Fotos? Welche Rolle hatte die Wehrmacht bei den Nazi-Verbrechen? Z...
11/05/2026

Wo stand Hi**ers Berghof? Wie manipulierten die N***s Fotos? Welche Rolle hatte die Wehrmacht bei den Nazi-Verbrechen?

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag 17. Mai bieten wir wieder ein abwechslungsreiches Programm. Der Eintritt ist kostenlos.

Zudem gibt es kostenlose Rundgänge zu verschiedenen Themen:
10 Uhr und 13 Uhr: Rundgang durch die Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ (90 Minuten)
11 Uhr: RundgangPlus „Pflicht erfüllt? Verbrechen der Wehrmacht“ (120 Minuten)
12 Uhr: RundgangPlus „Wo geht‘s zum Berghof?“ (120 Minuten, inkl. Geländerundgang, gute Schuhe!)
14 Uhr: RundgangPlus „Hinters Bild blicken!“ (120 Minuten)

Alle Rundgänge beinhalten auch den Bunker.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir haben von 9 bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass 16 Uhr).

Kommt vorbei!

07/05/2026

– Was ist das Kehlsteinhaus?

Ab heute fahren die Busse wieder hoch zum Kehlsteinhaus, das auf einem Gipfel über den Berchtesgadener Talkessel thront. Die Aussicht ist eindrucksvoll.
Aber was ist das für ein Haus? Und wie hängt es mit Hi**ers Führersperrgebiet am Obersalzberg zusammen?

Heute kennt man das Kehlsteinhaus auch unter dem Namen Eagle’s Nest. Gebaut wurde es 1938 als Teehaus für Adolf Hi**er. Bis heute ist es wohl das bekannteste Gebäude im Führersperrgebiet am Obersalzberg. Ursprünglich bauten es die N***s als Ausflugsziel für die Berghof-Gesellschaft, also den innersten Kreis um den Diktator Adolf Hi**er. Außerdem prahlte Hi**er damit vor ausländischen Gästen. Selbst fuhr Hi**er nur wenige Male hoch.

Damit wird klar, dass das Kehlsteinhaus am Obersalzberg eher eine untergeordnete Rolle spielte. Die wichtigen politischen Besprechungen der N***s wurden in Hi**ers Berghof abgehalten. Dort traf man Entscheidungen, die zu den schwersten Verbrechen der N***s führten.

Schon mehr als 25.000 Views!Habt Ihr schon unseren neuen Ausstellungsfilm auf Youtube gesehen?Für unsere neue Dauerausst...
05/05/2026

Schon mehr als 25.000 Views!

Habt Ihr schon unseren neuen Ausstellungsfilm auf Youtube gesehen?

Für unsere neue Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ haben wir auch einen neuen Film zur Geschichte des Obersalzbergs gemacht. Seit Mitte Februar ist er auch online frei verfügbar:

319 likes, 43 comments. "Idyll und Verbrechen - Hi**er und der Obersalzberg"

30/04/2026

Der Panzerschrank im Bunker

Ein Teil der ehemaligen Bunkeranlage am Obersalzberg ist heute noch öffentlich zugänglich. Wie alle anderen Bunkerteile, ist auch dieser leer. Man erkennt nur noch Rese von Fußböden, Türstöcken oder diesen Panzerschrank. Der Schrank war vermutlich zu schwer, um bei den Plünderungen nach dem Krieg mitgenommen werden zu können. Der Schrank war Teil der Ausstattung der Parteikanzlei der NSDAP, die im Bunker Büros hatte, da die Parteigeschäfte auch im Bunker weitergehen sollten.
Ein Blick durch das Loch in der Rückwand des Schranks zeigt, dass dieser leer ist, bis auf ein paar Sektkorken. Laut Anekdoten zeugen diese von der Nutzung des Bunkers nach 1945.

Nach dem Krieg bis 1995 war der Obersalzberg eine „US-Armed Forces Recreation-Area“ für das US-Militär. Wenn höherrangige Gäste zu Besuch waren, gehörte auch ein Rundgang durch die Bunker zum Programm. Nicht selten haben diese Rundgänge in diesem Raum geendet und mit einem Griff in das Loch, wurde dann eine zuvor dort platzierte Sektflasche aus dem Panzerschrank geholt.

Was wurde aus der alten Doku? 🤔Seit 2023 ist im Neubau unsere Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ zu sehen. Das früh...
23/04/2026

Was wurde aus der alten Doku? 🤔Seit 2023 ist im Neubau unsere Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ zu sehen. Das frühere Gebäude, in dem von 1999 bis 2021 die Ausstellung untergebracht war, ist heute ein modernes Bildungszentrum mit mehreren Seminarräumen. Knapp 7.000 Teilnehmende haben seit der Eröffnung an unseren Workshops teilgenommen 🥳

Die alten Mauern verraten es: Die Geschichte des Hauses reicht viel weiter zurück: Vor über 100 Jahren diente es als Gästehaus für Tourist*innen. Ab 1933 nutzte die Parteikanzlei der NSDAP das Gebäude, nach 1945 war es lange eine Ruine.

Heute ist das Gebäude neugestaltet und mit unserer neuen Beschriftung auch klar als Bildungszentrum erkennbar. Wir freuen uns darauf, euch auch in Zukunft hier begrüßen zu dürfen!

Geburtstag und TerrorAm 20. April 1944 feierte Adolf Hi**er zum letzten Mal seinen Geburtstag am Obersalzberg. Im Bergho...
20/04/2026

Geburtstag und Terror
Am 20. April 1944 feierte Adolf Hi**er zum letzten Mal seinen Geburtstag am Obersalzberg. Im Berghof versammelte sich sein engster Kreis und überreichte ihm opulente Blumensträuße, Aquarelle und weitere Geschenke. Zeitungsartikel im ganzen Reich überhöhten Hi**er als Heilsbringer.

Parallel zu Hi**ers Geburtstagsfeier erreichte der nationalsozialistische Massenmord eine neue Dimension: In den Wochen zuvor hatte Hi**er am Obersalzberg die Ermordung aller ungarischen Jüdinnen und Juden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vorbereitet. In nicht einmal zwei Monaten wurden so fast 440.000 Menschen deportiert. Fast alle wurden ermordet.

© Heinrich Hoffmann/Bayerische Staatsbibliothek

Mythos Untersberg: Vereinnahmung und MissbrauchDer Untersberg liegt an der bayerisch-österreichischen Grenze in den Berc...
16/04/2026

Mythos Untersberg: Vereinnahmung und Missbrauch
Der Untersberg liegt an der bayerisch-österreichischen Grenze in den Berchtesgadener Alpen. Ein Berg voller Naturwunder, mit unzähligen Höhlen und jahrhundertealten Sagen. Nicht zufällig ließ Adolf Hi**er am Obersalzberg ein monumentales Panoramafenster errichten – mit direktem Blick auf den Untersberg.

Seit der keltischen Mythologie ranken sich Sagen um diesen besonderen Ort. Überaus hartnäckig: Die Legende um Kaiser Karl, der im Inneren des Berges schlafen und eines Tages zurückkehren soll. Doch Mythen sind nicht harmlos – sie können vereinnahmt und missbraucht werden.

Im 20. Jahrhundert wurde der Untersberg von Esoterikern und Nationalsozialisten zum „Schicksalsberg“ verklärt. Die NS-Propaganda deutete die alte Sage um: Kaiser Karl wird zu Hi**er, das Reich Karls des Großen zum „Tausendjährigen Reich“.

Auch heute leben solche Mythen weiter – mit Verschwörungserzählungen und politischen Vereinnahmungen von rechtsextremen Kreisen. Der Untersberg selbst aber ist kein „Schicksalsberg“. Er ist ein Naturraum. Ein Kulturraum. Ein Ort mit Geschichte – und mit Verantwortung im Umgang mit ihr.

Mythen erzählen viel über die Zeit, in der sie gedeutet werden. Umso wichtiger ist es, sie kritisch zu betrachten – damit aus Geschichten keine Ideologien werden.

Foto: Nadine Tauchner

Adresse

Salzbergstraße 41
Berchtesgaden
83471

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00
Sonntag 09:00 - 17:00

Telefon

+498652947960

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Dokumentation Obersalzberg erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie