Der Verein wurde am 29. März 2007 von interessierten Bürgern aus dem Stadtgebiet Bergheims und den Nachbargemeinden, die überwiegend Mitglied im Bergheimer Geschichtsverein sind, gegründet. Über die Doppelmitgliedschaft vieler der inzwischen auf 200 angestiegenen Mitglieder bleiben beide Vereine eng verbunden, sie haben jedoch deutlich unterschiedliche Zielsetzungen. Zur Abstimmung unserer Ziele u
nd der daraus abzuleitenden Tätigkeiten legte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern, Vorstand und Beirat, das Grundkonzept für ein historisches Museum in Bergheim fest. Auf Grund der geschichtlichen Bedeutung des Siedlungsraumes um Bergheim, spätestens seit Eroberung durch die Römer unter Cäsar, sollen im geplanten Museum vom Altertum beginnend alle Epochen bis zum 20. Jahrhundert durchgehend betrachtet werden. Etwa ab Beginn des 19. Jahrhunderts soll die Themenauswahl bzw. deren Darstellung breiter erfolgen und das bürgerliche und öffentliche Leben dieser Epoche gezeigt werden. Dazu sollen schwerpunktmäßig Themen der jüngeren Geschichte, begleitend zur Ausstellung, den Besuchern nahe gebracht werden. Für den letztgenannten Zeitraum, aber grundsätzlich, sammelt der Verein alle geeigneten Ausstellungsobjekte, welche die Zeit überdauert haben und jetzt eventuell ausgesondert und möglicherweise in den Müll wandern würden. Hierzu gehören alle Gegenstände des öffentlichen und bürgerlichen Lebens, Handwerkzeug, Dokumente, u.s.w. Lediglich landwirtschaftliche Großgeräte werden nicht angenommen, deren Ausstellung ist nicht Bestandteil des o.g. Die finanzielle Ausstattung des Vereins erlaubt es jedoch nicht, wertvolle Ausstellungsobjekte zu erwerben. Stifter erhalten aber aufgrund der anerkannten Gemeinnützigkeit des Vereins wertgerechte steuerwirksame Spendenquittungen. Der Verein sucht laufend nach Lagerräumen (bisher ist ein Kellerraum mit 24 qm in Kenten im Sportlerheim vorhanden, sowie 40 qm im Maria-Hilf-Krankenhaus, ein Kellerraum in der Dresdener Strasse ca. 30 qm, ein Kellerraum in der Turmallee ca. 10 qm und ab März 2011 eine größere Fläche in einer Scheune des Gutes Asperschlag ca. 100 qm für die gestifteten Gegenstände, die laufend in einem Archivierungssystem mit Kennzeichnung, Beschreibung, Bild und Stifter erfasst werden. Der Verein überzeugte die Verwaltung, sich für die Anmietung der früheren Druckerei Doepgen in der Hauptstrasse 57- 59 im Kulturausschuss und im Rat der Stadt einzusetzen. Am 30.04.09 verabschiedete der Rat der Stadt, das Gebäude für den Zeitraum von 20 Jahren anzumieten und den Verein „Museum der Stadt Bergheim e.V.“ als Betreiber einzusetzen. Ab 01.07.09 läuft der Mietvertrag mit dem Maria-Hilf-Krankenhaus. Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten bleibt die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Handzetteln, die auch an vielen Stellen mit Publikumsverkehr ausliegen, und Info-Ständen wird bei öffentlichen Veranstaltungen für die Ziele des Vereins und um Unterstützung geworben. In der Vergangenheit haben wir mehrfach Tage der offenen Tür mit Ausstellung und Verköstigung veranstaltet. An den jeweiligen Tagen waren über 1000 Besucher gekommen. Es wurden Flohmärkte erfolgreich im zukünftigen Museum abgehalten, ebenso spielten Bands bei „Bergheim live 4 you“ und beim „Summer in the City“ von 20.00 Uhr bis 24.00 Uhr. Zu diesem Ereignis kamen rund 600 Gäste. Auch unser Kasperle-Theater sowie der Auftritt der Kabarett-Gruppe „Zugabe“ hatten großen Zuspruch. Mit Hilfe dieser Aktionen kamen wir unserem Ziel näher, die vom Landschaftsverband Rheinland geforderten 30.000, 00 Euro Eigenkapital zu erreichen. Uns wurde dann insgesamt in 2 Jahren ein Zuschuss von 110.000,00 Euro zugesagt. Die monatlichen Treffen für Mitglieder und interessierte Gäste werden in der Tagespresse bekannt gegeben (jeden letzten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im „Brauhaus Zur Krone“). Jeden Dienstag Nachmittag ab 14.00 Uhr treffen sich fleißige Helfer, die die gestifteten Gegenstände säubern, fotografieren, archivieren und verpacken. Vom 29.03.07 bis zum März 2009 fand im Erdgeschoß des Rathauses in Bergheim eine kleine Ausstellung des Vereins statt, und seit Februar 2010 belegen wir 2 Vitrinen im Rathaus sowie einen Schaukasten am ehemaligen Telekom-Haus in der Hauptstraße. Unter www.museum-stadt-bergheim.de betreibt der Verein diese Webseite. Ein weiteres Werbemittel sind die vom Verein verlegten Grußkarten mit historischen und älteren Gebäudeansichten, Straßenzügen, Kirchen und Denkmälern aus dem gesamten Stadtgebiet. Unser in 2011 verstorbenes Mitglied Gunther Kreis hat diese Zeichnungen an Hand von alten Postkarten und Fotos nachempfunden (es sind über 750 Ansichten). Doppelkarten mit Kuvert Stück 50 Cent. Auf Anfrage werden auch Karten mit individueller Widmung (z.B. Weihnachtsgrüße u. s. w.) oder vergrößerte Reproduktionen geliefert. Auch Wünsche, das eigene Haus zeichnen zu lassen (nach Foto) und Karten anzufertigen zu lassen, wird gegen eine Gebühr von 50,00 Euro erledigt. Jährlich macht der Verein ca. 10 - 12 teils Nachmittagsausflüge oder Ganztagesausflüge in mittlere und kleinere Museen, um Ideen für das zukünftige Museum zu suchen. Zum 700 jährigen Jubiläum der Stadt Bergheim, das in diesem Jahr gefeiert wird, hat der Verein ein Buch mit Zeichnungen der Gebäude veröffentlicht. Der Verein versucht, sporadisch mit Vorträgen, Kleinausstellungen und Sonderaktionen auf sich aufmerksam zu machen und Mitglieder zu werben und Sponsoren zu gewinnen. Nach Renovierung und Ausstattung des Museums war am 25.05.2012 Eröffnung.