14/11/2025
Gestern fand die öffentliche Gedenkfeier für die Kinder vom Eichborndamm statt.
Gedacht wurde der getöteten Kinder der ehemaligen „Städtischen Nervenklinik für Kinder“. In die 1941 eingerichtete sogenannte „Kinderfachabteilung“ am Eichborndamm 238/240 in Reinickendorf wurden Kinder eingewiesen, die nach den Richtlinien der nationalsozialistischen Erb- und Rassenlehre als „lebensunwert“ eingestuft wurden und infolge medizinischer Versuche und fehlender ärztlicher Hilfe getötet wurden.
Das Museum Reinickendorf und die Künstlerin Karen Scheper initiierten 2018 am heutigen Gedenkort mit Geschichtslabor Eichborndamm 238 das Patenschaftsprojekt „Mein liebes Kind“, an dem sich Berliner Schulen beteiligen, die eine Patenschaft für eines der getöteten Kinder übernehmen möchten.
Wir danken Harald Muschner, Stadtrat für Bildung, Sport, Kultur und Facility Management für seine Grußworte und die Einführung durch Dr. Sabine Ziegenrücker, Leiterin des Fachbereichs Kunst und Geschichte Reinickendorf.
Claudia Wasow-Kania sprach zur Bildung und Vermittlung im Geschichtslabor und das Patenschaftsprojekt "Mein liebes Kind".
Schülerinnen und Schülern des Thomas-Mann-Gymnasiums präsentierten im Gespräch mit den Projektleiterinnen Imke Küster und Heike Barndt ihre Patenschaft „Hinter verschlossenen Türen - zum Gedenken an Christa O.“ Sie hatten aus der Krankenakte über das kurze Leben von Christa erfahren und dazu Fotografien und Texte umgesetzt.
Schülerinnen und Schülern des Georg-Herwegh-Gymnasiums stellten danach ihre Patenschaft für Gerhard Voss vor, das nun von einem neuen Jahrgang fortgesetzt wird.
Allen Jugendlichen und Lehrkräften danken wir für ihr großes Engagement.
Danke auch für die musikalische Begleitung der Feier durch Maurice Pappé (Violine Solo).
Viele legten Blumen an der Gedenktafel und den Stolpersteinen nieder und nahmen an der Führung durch die Gedenkräume mit Florina Limberg teil.
📷: Heike Barndt 1-4, 6-7, 11, 13-14, 16-17 & Christy Wahl 5, 8-10, 12, 15