Kruse & Müller

Kruse & Müller Büro für Gestaltung

23/09/2020
25/08/2020

Die Vielen appellieren an die Vernunft!
Wir fordern angesichts der geplanten rechtsoffenen Demonstration der Corona Leugner in Berlin am 29.8. die Durchsetzung von Hygieneregeln auch bei Demonstrationen. Es kann nicht sein, dass während sich Kulturschaffende intensiv mit der Entwicklung und Anwendung von Hygienekonzepten beschäftigen, Coronaleugner*innen mit ihrem rücksichtslosen Verhalten das Leben Vieler gefährden. Dass während z.B. das Gedenken an die Opfer von Hanau aus Gründen der pandemischen Gefährdung abgesagt wird, rechtsoffene Demonstrant*innen unter offenkundiger Missachtung jeglicher Hygieneregeln mit Rechtsextremen durch unsere Bundeshauptstadt ziehen dürfen.

Die das Schreiben "Appell an die Vernunft" unterzeichnenden Kunst- und Kultureinrichtungen und Künstler*innen appellieren an den Regierenden Bürgermeister und den Senat der Stadt Berlin, ein überzeugendes Hygienekonzept von den Veranstalter*innen einzufordern und gesundheitsgefährdende Regelverstöße zu unterbinden.



Der ganze Appell im Originalwortlaut hier:

APPELL DER VIELEN AN DIE VERNUNFT – Gemeinsamer Appell von Kultur- und Bildungsinstitutionen anlässlich der Demonstration „Versammlung für die Freiheit“ am 29. August 2020

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Michael Müller,
Sehr geehrter Herr Senator Andreas Geisel,
Sehr geehrte Frau Senatorin Dilek Kalayci,
Sehr geehrter Herr Senator Klaus Lederer,
Sehr geehrte Frau Senatorin Sandra Scheeres,

keine Frage: das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit sind ein hohes Gut unserer Gesellschaft und zum Glück hat jede*r das Recht, Ansichten frei zu äußern und sich zu diesem Zwecke öffentlichen zu versammeln. Allerdings nur, wenn die Veranstaltung nicht gegen geltendes Recht verstößt. Tatsächlich wurde von Redner*innen und Teilnehmer*innen der sogenannten "Hygiene-Demos“ gegen Recht und Gesetz schon mehrfach verstoßen und teilweise sind diese Proteste in Berlin bereits mit einem Versammlungsverbot belegt worden.

Als Kultur- und Bildungseinrichtungen folgen wir allesamt den Pandemie-Eindämmungs- maßnahmen, nicht wenige bis zur Gefährdung jahrelanger Arbeitsstrukturen an Veranstaltungsorten, Theatern, Musikclubs, Museen, Bibliotheken, Galerien und vielen weiteren Kulturorten. Viele nehmen erhebliche persönliche Einbußen in Kauf, um die Gefährdung für Besucher*innen, Zuschauende wie Zuhörende und alle Beteiligte so gering wie möglich zu halten.

Die Demonstrant*innen, die am 1. August zu ein paar tausenden ohne Mund- und Nasenschutz sowie ohne die Einhaltung der Distanzregeln durch Berlin liefen, wollen nun am 29. August wieder kommen, auch deshalb, weil die Ordnungskräfte die Massenveranstaltung nicht entschieden genug unterbunden haben. Hier wird massiv gegen die notwendigen Eindämmungsmaßnahmen gearbeitet.

Während Theater und Kultureinrichtungen sich mit hohem gemeinschaftlichen und individuellem Einsatz und großen Anstrengungen dafür einsetzen, unter erschwerten Bedingungen ein Programm stattfinden zu lassen, das sich wirtschaftlich für viele nicht rechnet, schauen der Regierende Bürgermeister, der Senat und Ordnungskräfte dabei zu, wie diese Demonstrationen zu ansteigenden Ansteckungen mit Covid-19 beitragen und damit das Gemeinwohl sowie die bereits geleistete Arbeit so vieler solidarischer Mitbürger*innen gefährden.

Die dieses Schreiben unterzeichnenden Kunst- und Kultureinrichtungen appellieren an den Regierenden Bürgermeister und den Senat der Stadt Berlin, ein überzeugendes Hygienekonzept von den Veranstalter*innen einzufordern und gesundheitsgefährdende Regelverstöße zu unterbinden.

Abgesehen von den nicht eingehaltenen Hygienemaßnahmen werden auf diesen Veranstaltungen fragwürdige Inhalte bis zu antisemitischen, verschwörungstheoretischen und rassistischen Positionen zur Schau getragen. Wir erkennen darin eine klare rechtsextreme Struktur, die bewusst die Ängste und Nöte einiger Demonstrant*innen instrumentalisiert. In letzter Konsequenz zielt diese rechtsextreme Strategie auf die Diskreditierung und Einschränkung der Meinungsfreiheit von demokratischen Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und öffentlich-rechtlichen Medien und reicht bis ans Ende der menschlichen Vernunft.

DIE VIELEN e.V. und über 50 Berliner Kunst- und Kultureinrichtung und Künstler*innen fordern den Regierenden Bürgermeister und den Senat der Stadt Berlin daher dringend und unverzüglich dazu auf, am 29. August keine Verstöße gegen Hygieneauflagen und geltendes Recht zuzulassen und alle Regelmissachtungen der Veranstalter*innen sowie Redner*innen entsprechend strafrechtlich zu verfolgen.

DIE VIELEN e.V.

mit den folgenden Unterzeichner*innen:

Artists at Risk (AR)
Akademie der Künste Berlin
Akademie für Alte Musik Berlin
ada Studio
ADKV - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine e.V.
Ballhaus Ost
bbk berlin - berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V.
Berliner Ensemble
BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner
Bund Deutscher Amateurtheater e.V.
Bundesverband zeitgenössischer Zirkus ( BUZZ e.V.)
CHAMÄLON Productions
CHAMÄLEON Theater
Copy & Waste
Deutscher Künstlerbund e.V.
Michael de Vivie, Künstlerischer Betriebsdirektor Deutsches Theater Berlin
DISTEL Kabarett-Theater
English Theatre Berlin | International Performing Arts Center
ensemble-netzwerk e.V.
Fakultät Bildende Kunst, Universität der Künste Berlin
FEZ-Berlin
Gob Squad Arts Collective GmbH
GRIPS Theater
Annemie Vanackere (Intendanz & Geschäftsführung) und das Team des HAU Hebbel am Ufer Haus für Poesie
IG Jazz
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI)
Jazzgeschichten, Anja Gallenkamp
Koalition der Freien Szene Berlin
laborgras GbR
LAKE Studios Berlin
Netzwerk freie Literaturszene berlin e.V. Radialsystem V
RambaZamba Theater
Elisabeth Tietmeyer, Direktorin Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin
Prof. Dr. Stefan Simon, Direktor Rathgen-Forschungslabor Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Schaubude Berlin
She She Pop (Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou, Berit Stumpf, Elke Weber)
Sophiensæle
Danilo Vetter, Fachbereichsleitung Stadtbibliothek Pankow
Storytelling Arena
TAK – Theater Aufbau Kreuzberg
Tanzfabrik Berlin e.V.
TATWERK | Performative Forschung
Michael Müller, Künstlerische Leitung Theaterdiscounter
Theater Strahl
Theater Thikwa
Theaterwerkstatt KURINGA
TIPI AM KANZLERAMT
Internationales Kulturcentrum ufaFabrik e.V.
Uferstudios GmbH, Simone Willeit
Universität der Künste Berlin
Prof. Dr. Barbara Helwing, Direktorin Vorderasiatisches Museum Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.

und

Holger Bergmann, Geschäftsführer Fonds Darstellende Künste
Anne Brammen, Presse Ballhaus Ost
Canan Erek - Choreografin und Festival Leiterin Purple Tanzfestival
Moritz Frei, Bildender Künstler
Eva Hartmann, Künstlerin
Kathrin Köller, Autorin & Übersetzerin
Florian Malzacher, Kurator & Autor
Ricarda Marzillier
Claudia Max, Übersetzerin
Barbara Morgenstern, Musikerin
Jorinde Nisse, Designerin
Moritz Pankok, Theatermacher & Kurator
Jean Peters, Peng
Isabel Raabe, Kuratorin und Kulturproduzentin
Christina Runge, freie Dramaturgin und Produzentin
Anne Schneider, freie Regisseurin
Andrea Schomburg, Kinder-und Jugendbuchautorin
Gerhild Steinbuch, Autorin
Berit Stumpf, Gob Squad
Kerstin Wiehe, k&k kultkom
Katrin Wunderlich, Schauspielerin

09/04/2020

Care [kɛ(r)] s - Ku**er, Sorge, Schutz, Versorgung,

Das »Wörterbuch der Fürsorge/ Woordenboek der Zorg« ist eine Koproduktion von Burg Hülshoff - Center for Literature und ...
04/04/2020

Das »Wörterbuch der Fürsorge/ Woordenboek der Zorg« ist eine Koproduktion von Burg Hülshoff - Center for Literature und The Big Draw Nijmegen.
Dieses Wörterbuch ist in mehreren Workshops in den Niederlanden und Deutschland entstanden & wir haben es gestaltet.


––––––––––––––––
Hier kommt unser Beitrag #2 für free care!

Das »Wörterbuch der Fürsorge/ Woordenboek der Zorg« ist in mehreren Workshops in den Niederlanden und Deutschland entstanden.
Gemeinsam haben die Teilnehmer*innen, egal, ob jung oder alt, egal mit welchen Vorkenntnissen, gezeichnet und geschrieben. Gemeinsam haben sie Geschichten, Schnipsel und Splitter zu Fürsorge gesammelt.

Blättert doch mal rein:
http://www.burg-huelshoff.de/programm/free-care/woerterbuch-der-fuersorge

Stay tuned! Stay healthy!

––––––––––––––––
// English version

Here comes our contribution #2 for free care!

The "Wörterbuch der Fürsorge/ Woordenboek der Zorg" was created in several workshops in the Netherlands and Germany.
Together the participants, whether young or old, with any previous knowledge, drew and wrote. Together they collected stories, snippets and fragments of care.

Have a look inside:
http://www.burg-huelshoff.de/programm/free-care/woerterbuch-der-fuersorge

Stay tuned! Stay healthy!

🙌 to Annika Nagel
28/06/2018

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From August 2018 on, Center for Literature on Burg Hülshoff offers you literature and: film, performance, dance, music, media art, society. COME CROSS ME. This…

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16/05/2018

Coming : Ängst is now a Weltanschauung

Eine Literaturkonferenz zur Erosion des Demokratischen: 4 Tage, 40 Autor*innen, 1 Ort für Diskurs und Vernetzung. Zur Debatte steht die Verantwortung von Literatur und Kunst. Gegen die Erosion des Demokratischen. Für Allianzen der Möglichkeiten.

14. bis 17. Juni 2018 im Ballhaus Ost
Poster by kruseundmueller


konferenz.nazisundgoldmund.net

06/02/2018
06/02/2018
»STRANGE PLANTS ARE MY HOBBY«Symposium, Copyshop of Horrors10./11. November 2017von copy & waste
24/11/2017

»STRANGE PLANTS ARE MY HOBBY«
Symposium, Copyshop of Horrors

10./11. November 2017

von copy & waste

Symposium, Copyshop of Horrors
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© Roman Hagenbrock

 24. September 2017ab 16:00 Uhr überall im Ballhaus OstAlternativlose Wahlparty mit Kaffee und Kuchen, Performance und I...
20/09/2017



24. September 2017
ab 16:00 Uhr überall im Ballhaus Ost

Alternativlose Wahlparty mit Kaffee und Kuchen, Performance und Installation, Diskussion, Prognosen und Barbetrieb.
Mit dem Team vom Ballhaus Ost, Club Real, Once We Were Islands, virtuellestheater, Paul Wiersbinski, Linda Scholz, vorschlag:hammer, objective spectacle, und viele mehr.
Alle sind eingeladen, niemand soll an diesem Sonntag alleine
fernsehen müssen.

Plakat kommt von uns! Grafik von Anne Brammen

Super Z
21/03/2017

Super Z

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