06/05/2026
In Zeiten von hohen Mineralölpreisen und Tankrabatten erscheint dieser sonnige Aufruf zum Kauf billiger Kohle weit weg. Er stammt aus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) der späten 1950er Jahre, wo nach der Teilung Deutschlands vor allem mit heimischer Braunkohle geheizt wurde. Dank staatlicher Subventionen wurde diese günstig verkauft – im Sommer sogar zu „Sommerpreisen”.
Das Plakat ist eine Studienarbeit von Achim Frank, der zwischen 1956 und 1961 an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee Gebrauchsgrafik studierte. Es ist zu vermuten, dass die Arbeit in der Lehre bei Klaus Wittkugel entstand, der von 1949 bis 1975 Generationen von Grafikstudierenden an der Kunsthochschule prägte.
Das Plakat von Achim Frank und mehrere Gestaltungsentwürfe von Klaus Wittkugel, unter die Leuchtschrift des Café Moskau und des Kino International, sind in der neuen Sonderausstellung „Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee“ im Werkbundarchiv – Museum der Dinge zu sehen.
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In times of high oil prices and state subsidies for petrol, this cheerful call to buy cheap coal seems a far cry from reality. It dates from the German Democratic Republic (GDR) in the late 1950s, when domestic brown coal was the primary fuel used for heating following the division of Germany. Thanks to state subsidies, it was sold at a low price – in summer, at reduced “summer prices”.
The poster is a student project by Achim Frank, who studied applied graphic design at the Academy of Art Berlin-Weißensee between 1956 and 1961. The work was likely produced under Klaus Wittkugel, who shaped generations of graphic design students at the art college from 1949 to 1975.
Achim Frank’s poster and several designs by Klaus Wittkugel, including the neon signage for Café Moskau and the Kino International, are on display in the new special exhibition “Designing for Berlin. Design from the Academy of Art Berlin-Weißensee” at the Werkbundarchiv – Museum der Dinge.
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Abb.: Plakat „Kohlen jetzt billig kaufen“, um 1958. Gestaltung: Achim Frank
Foto: Armin Herrmann