27/05/2026
Zwei Collagen von widmen sich der ebenso lehrreichen wie schaurigen Welt des „Struwwelpeter“. Mit feinem Gespür für Atmosphäre und Material erschafft die Künstlerin Bildräume, die zwischen Kindheitserinnerung, Märchen und dunkler Fantasie schweben. Zu sehen
Alte und neue Papiere, gerissen und geschnitten, treffen auf sparsame, präzise gesetzte Pinselstriche, Schablonen, Patina und plötzliche Farbexplosionen. Durch das Überlagern, Freilegen und Wegreißen entsteht eine besondere Tiefe: Vergangenes scheint durch die Oberfläche hindurch und verbindet sich mit einer neuen, geheimnisvollen Bildsprache. So entstehen Werke voller Spannung und poetischer Dunkelheit, die den Betrachter unweigerlich in ihre eigene Erzählwelt ziehen.
Christiane Wachter wurde 1966 in Erfurt geboren. Nach einer Handweber- und Töpferlehre arbeitete sie als Weberin in einer Textil- und Gobelinmanufaktur, bevor sie an der Burg Giebichenstein in Halle studierte. Seit 1994 ist sie freischaffend tätig und lebt und arbeitet heute im sächsischen Muldental.