01/06/2026
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt herzlich zu einer Buchvorstellung ein:
Hans Coppi jr.:
Annäherung an meine Eltern
Hans und Hilde Coppi
🎤Begrüßung: Dr. Julia Spohr, Direktorin der Stiftung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
🗣️Einführung: Prof. Dr. Johannes Tuchel, ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
📕Buchvorstellung: Dr. Geertje Andresen, Historikerin
📅 4.6.2026, 18 Uhr
📍 Gedenkstätte Deutscher Widerstand
👉 Infos & Anmeldung: https://t1p.de/igvjg
Im September 1942 werden Hans und Hilde Coppi verhaftet. Sie gehören zum Widerstandsnetzwerk um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack, das von der Gestapo unter dem Fahndungsbegriff „Rote Kapelle“ dem sowjetischen militärischen Nachrichtendienst in Westeuropa zugeordnet wird. Vom Reichskriegsgericht, dem obersten Gericht der Wehrmacht, werden sie zum Tode verurteilt. Hilde Coppi bringt am 27. November 1942 im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße ihren Sohn Hans zur Welt. Nur wenige Monate später, am 5. August 1943, wird sie in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil ermordet. Hans Coppi wird dort bereits am 22. Dezember 1942 enthauptet.
Hans Coppi jr. hat seine Eltern nie kennengelernt. Er wächst in der DDR auf, kennt vor allem die offizielle Darstellung seiner Eltern und wird wegen deren Widerstandstätigkeit zur öffentlichen Person. Erst Ende der 1980er Jahre beginnt er, das Wirken seiner Eltern innerhalb des Widerstandsnetzwerks zu erforschen. Nach dem Mauerfall arbeitet er an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand an diesem Thema weiter.
Dr. Geertje Andresen hat als langjährige freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und enge Kollegin von Hans Coppi jr. in Absprache mit ihm aus seinem Vorlass mehrere Arbeiten über Hans und Hilde Coppi und die „Rote Kapelle“ in einer Publikation herausgegeben, die sie an diesem Abend vorstellt.