22/05/2026
read to/for
I read to sense the doubling of time
Anna Budniewski, Christine Sun Kim, Brandon LaBelle, Karolin Meunier, Luzie Meyer,
Miriam Stoney, Anna R. Winder
30.05.2026 – 09.08.2026
Herzliche Einladung zur Eröffnung Freitag, den 29. Mai 2026, um 19:00 Uhr in den Kunstverein Bielefeld
Die Gruppenausstellung read to/for – I read to sense the doubling of time versammelt Arbeiten von Anna Budniewski, Christine Sun Kim, Brandon LaBelle, Karolin Meunier, Luzie Meyer, Miriam Stoney und Anna R. Winder und reflektiert in Verbindung mit dem titelgebenden Satz der Dichterin Lisa Robertson Lesen als ästhetische Praxis.
Robertson beschreibt Lesen als einen Raum zeitlicher Überlagerungen, in dem Bedeutung beweglich bleibt, sich verschiebt, sammelt und zugleich entzieht. Im Lesen kreuzen sich unterschiedliche Zeitlichkeiten: die Zeit des Textes, ebenso wie die Zeit der Lektüre, die sich im Vollzug des Lesens immer wieder neu aktualisiert. Lesen ist demnach auch immer ein Nachträglich- und Gleichzeitigsein. Unterschiedliche Zeiten und Seinsweisen stehen dabei nicht für sich allein, sondern geraten in Schwingung, in Differenz und Nachhall und bilden eine rhythmische Bewegung.
So ist Lesen immer auch ein Hören im Kopf – ein innerer Takt mit eigenem Tempo, Pausen und Wiederholungen, der den Leseakt als auditive Praktik prägt sowie als multisensorische Erfahrung reflektiert.
In diesem Zusammenhang eröffnet die Ausstellung die diesjährige Auseinandersetzung des Kunstverein Bielefeld mit dem Sinnesorgan „Ohr“ und dessen Verbindung zum Lesen und Formen des (Zu-)hörens.
Die Ausstellung versteht sich als ein Produktions- und Experimentierraum, in dem installative Setzungen, Lesungen und Performances in wechselnde Konstellationen treten. Die eingeladenen Künstler:innen arbeiten jeweils mit Text als Bestandteil ihrer Praxis und verbinden Lese- und Schreibpraktiken mit Installation, Video und Sound.
Design: Max Schropp
Projektförderung/ Supported by:
Kunststiftung NRW und Stiftung Kunstfonds
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