Neben Ausstellungen möchte das Kunstmuseum Treffpunkt sein für Diskussionen mit und über Kunster:innen, sowie Gastgeber für Veranstaltungen wie u.a. Für die zukünftige Entwicklung des Kunstmuseums fragen wir uns, was eine städtische Kunstinstitution in Bochum sein kann, und für wen sie da ist. Wie können wir künstlerisches Denken und Handeln und den Austausch darüber in der Gesellschaft verankern?
Als Team des Museums mit unterschiedlichen Aufgaben und Perspektiven suchen wir darauf gemeinsam Antworten und möchten darüber mit bestehenden und neuen Publikumsgruppen in einen Dialog treten. Das Museum soll für die vielfältige Stadtgesellschaft und darüber hinaus ein noch attraktiverer Ort der Begegnung werden. Dafür werden für die Sammlung, das Programm und das Team neue Perspektiven entwickelt. Das Museum besteht aus zwei Gebäuden, der Villa Marckhoff und dem „Neubau“ von 1983, entworfen von den dänischen Architekten Wohlert und Bo. Seit 2020 ist in der Villa unsere vielfältige Sammlung ausgestellt, die u.a. Werke des Expressionismus, eine bedeutende Sammlung von Arbeiten osteuropäischer Künstler:innen (u.a. tschechischer Surrealismus, Kubismus, Nachkriegstendenzen aus Polen usw.), Cobra, Art Brut, konzeptionelle Arbeiten bis hin zu Ankäufen von zeitgenössischen Künstler:innen beinhaltet. Im Hauptgebäude machen wir pro Jahr 6 bis 8 Gruppen- und/oder Einzelausstellungen zu relevanten gesellschafts- und kunsthistorischen Themen. Das Team des Museums möchte mit einem prägnanten Ausstellungsprogramm, einem darauf abgestimmten Veranstaltungsprogramm mit eigenen - und Veranstaltungen verschiedener Partner und einem experimentellen Vermittlungsprogramm ein klareres, eigenwilligeres Profil entwickeln. Ziel ist es, das Museum grundlegend zu bewegen und für mehr Diversität zu öffnen.
2022 und 2023 stehen außerdem die Bestandsaufnahme und digitale Veröffentlichung der Museumssammlung und eine kritische Reflexion der Sammlung innerhalb des Ausstellungsprogramms in Fokus der Aktivitäten.