Barbara Fischbach - Seelencoaching und Trauerbegleitung

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Barbara Fischbach - Seelencoaching und Trauerbegleitung Ich unterstütze Menschen auf ihrem spirituellen Weg, begleite Trauernde u Angehörige v Demenzkranken.

05/10/2026

Gib nicht auf, lebe deine Trauerschübe, du darfst traurig sein, du darfst das auch noch 10 Jahre später. Trauer kennt keinen Zeitrahmen , ist kein Problem, bei dem sich Lösungen zeigen.
Trauer ist Liebe, und Liebe stirbt nie.
Herzlichst Barbara

04/10/2026
09/09/2026

Es gibt eine Frage in der Trauer, die die Trauer selbst noch mehr belastet: Was stimmt nicht mit mir?

Du warst wütend auf jemanden, der nichts dafür konnte. Du hast bei einer Werbung geweint und bei der Beerdigung keine Träne gehabt. Du hast dich beim Lachen erwischt und dich sofort dafür geschämt.

Ich habe diese Frage tausende Male gehört, über Jahre, am Telefon. Nicht als Trauerbegleiter, ich bin keiner. Menschen haben mir erzählt, was mit ihnen passiert, und irgendwann habe ich verstanden: Es sind zwei Lasten, nicht eine.

Die eine ist der Schmerz. Der Mensch fehlt, an mindestens dreißig Stellen am Tag. Der bleibt, in wechselnder Lautstärke. Er ist der Preis dafür, geliebt zu haben.

Die andere ist der Schrecken. Der Schrecken ist nicht: Er fehlt mir. Der Schrecken ist: Ich weiß nicht, was gerade mit mir passiert. Dass du nachts mit klopfendem Herzen aufwachst, ohne geträumt zu haben. Dass du eine Nachricht dreimal liest und trotzdem nicht weißt, was drinsteht. Dass du deinen Verstorbenen für anderthalb Sekunden in der Fußgängerzone siehst und danach überzeugt bist, den Verstand zu verlieren.

Nichts davon ist der Verlust. Das alles sind Nebenwirkungen des Verlusts. Und weil dir niemand gesagt hat, dass es sie gibt, hältst du sie für Beweise, dass mit dir etwas nicht stimmt.

Verstehen nimmt nicht den Schmerz. Verstehen nimmt den Schrecken.

Solange du dich für kaputt hältst, führst du zwei Kämpfe. Den einen gegen den Verlust, der ohnehin alles fordert, was du hast. Und den zweiten gegen dich selbst. Dieser zweite Kampf ist erfunden. Er bringt nichts ein und kostet mehr als die Hälfte von dem, was du hast.

Du bist ganz normal. Du bist in einer Lage, in der genau das passiert, was dir passiert. Das holt niemanden zurück und macht keine Nacht kürzer. Aber es nimmt dir das Gefühl, dass du zusätzlich zu allem anderen auch noch versagst.

Und falls du das nicht allein sortieren magst: In unserer Community sind Menschen, denen du nichts erklären musst. Sie nicken an den Stellen, an denen andere zusammenzucken.

07/09/2026

Seit dem Tod sprichst du eine eigene Sprache. Sie besteht aus deinem Verlust, aus dieser einen Beziehung, die es nur einmal gab, aus deiner Art zu fühlen und aus einem Leben, das es so nicht mehr gibt.

Deshalb nickt dein Gegenüber an der falschen Stelle. Deshalb kommt ein Ratschlag, obwohl du gar keine Frage gestellt hattest. Manchmal merkst du mitten im Reden, dass du deine Trauer gerade übersetzt, damit sie ankommt. Und dann bist du müde und hörst auf zu reden.

Die Menschen um dich herum scheitern nicht an dir. Sie scheitern an einer Sprache, die sie nie gelernt haben.

Von der anderen Seite höre ich in Gesprächen immer wieder dasselbe: Ohnmacht. Sie wollen helfen, es hat es ihnen nur nie jemand beigebracht. Also sagen sie etwas Unpassendes, merken es im selben Augenblick, und dann kommt das schlechte Gewissen dazu. Ohnmacht allein wäre auszuhalten. Ohnmacht und schlechtes Gewissen zusammen sind es nicht. Also ziehen sie sich zurück. Nicht als Entscheidung. Es passiert einfach.

Das Ergebnis kennst du: Du bist umgeben von Menschen und sprichst mit niemandem in deiner Sprache.

Es gibt aber Menschen, die sie verstehen, ohne dass du sie ihnen beibringen musst. Es sind die, die selbst verloren haben. Dein bester Freund kann sich Hitze vorstellen, wenn ihm jemand von einem Sommer erzählt. Wer selbst verloren hat, ist in der Hitze. Der muss sich nichts vorstellen.

Und was zwischen zwei Trauernden entsteht, ist nicht in erster Linie Trost. Es ist Entlastung. Die Erkenntnis, dass die eigene Reaktion, für die du dich seit Wochen schämst, bei anderen genauso vorkommt. Dass du nicht der einzige Mensch auf der Welt bist, der erleichtert war. Oder wütend auf einen Toten. Oder nach vier Monaten immer noch nicht in der Lage, den Kleiderschrank zu öffnen.

Falls dir gerade niemand einfällt, mit dem das geht: In der TrostHelden-Community sind die Menschen, die deine Sprache sprechen, und du darfst dort erst einmal nur lesen.

Einen ausführlichen Beitrag findest du in unserer kostenfreien Community!

14/08/2026

„Meld dich, wenn du was brauchst."

Kaum ein Satz löst bei Trauernden so viel aus. Enttäuschung. Manchmal Wut. Er fühlt sich an wie eine Tür, die höflich zugezogen wird.

Und trotzdem steckt darin eine Unlogik, über die ich immer wieder stolpere.
Wir ärgern uns über diesen Satz und den Rückzug – und dichten unserem Umfeld gleichzeitig hellseherische Fähigkeiten an. „Warum siehst du nicht, was ich brauche?" Obwohl wir es selbst nicht sehen. Wir sind wütend über eine Frage und erwarten gleichzeitig, dass sie gar nicht erst gestellt werden muss.

Ich sage das ohne Vorwurf. Trauer macht sprachlos. Und in dieser Sprachlosigkeit wünschen wir uns jemanden, der uns die Worte erspart. Das ist zutiefst menschlich. Es funktioniert nur nicht.

Denn das Verhältnis zwischen Trauerndem und Umfeld ist nach einem Verlust meist zerrüttet. Nicht schlecht. Nicht wertlos. So meine ich das nicht. Aber durch dieses Verhältnis geht ein Erdbeben: Ohnmacht auf beiden Seiten. Sich nicht richtig verstehen – oder gar nicht. Schlechtes Gewissen. Stille. Vorhalte.

Nicht, weil sich niemand Mühe gibt. Sondern weil wir als Gesellschaft kaum etwas über Trauer wissen.

Freunde sind keine Trauerbegleitung. Das können und müssen sie nicht sein. Aber sie können etwas anderes, und das ist unbezahlbar: Sie können dir Kapazität schaffen.

Hast du mal aufgeschrieben, was du im Alltag brauchst? Nicht die großen Dinge. Die kleinen. Oder auch mal die großen.

Einkaufen. Wäsche. Der Behördenkram, an dem du seit Wochen scheiterst. Jemand, der dich zum Friedhof begleitet. Jemand, der danebensitzt und nichts sagt.

Schreib es auf. Erstmal nur für dich. Und dann raus damit in die Welt!
Denn die Aufgabe, das Hilfebedürfnis auszusprechen, liegt bei dir. Ich weiß, wie unfair sich das anfühlt. Ausgerechnet du sollst jetzt auch noch organisieren. Aber es ist der einzige Weg, auf dem Hilfe wirklich bei dir ankommt.

Dein Umfeld wartet. Es weiß nur nicht, worauf.

Hast du schon mal in deiner Trauer eine Aufgabe ganz konkret verteilt? Was war es?

06/06/2026

Warum Menschen mit Demenz weglaufen.

06/06/2026
03/05/2026

Wie du Abschied nehmen kannst, wenn der Mensch noch da ist 💔🕊️

»Es ist Zeit, Abschied zu nehmen« – aber wie macht man das, wenn jemand mit Demenz körperlich noch da ist, aber innerlich langsam geht?

In diesem sehr persönlichen Tagebuchtext nimmt Ursula E. Kehrli uns mit auf ihre Reise:
👉 Zwischen Liebe, Loslassen und der leisen Trauer mitten im Alltag.
💬 Sie schreibt über Momente, in denen Nähe plötzlich fremd wirkt – und über das Ringen um Würde und Verbundenheit.
💡 Ein Text, der tröstet, weil er ehrlich ist.

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