Margarete-Blank-Gedenkstätte

Margarete-Blank-Gedenkstätte In ihrem ehemaligen Wohnhaus betreibt der Verein Dr.-Margarete-Blank-Gedenkstätte Panitzsch e. V.

eine Gedenkstätte, die gleichzeitig Begegnungs- und Bildungszentrum ist.

Adresse

Dr./Margarete-Blank-Straße 15
Borsdorf
04451

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Margarete-Blank-Gedenkstätte

Margarete Blank, genannt Margot (* 21. Februar 1901 in Kiew; † 8. Februar 1945 in Dresden) war eine deutsche Ärztin.

Die Tochter deutsch-baltischer Eltern – eines Ingenieurs und einer Zahnärztin – übersiedelte 1919 zusammen mit ihrem Vater und ihren Geschwistern Herbert und Eleonore nach Deutschland. Hier war sie anfangs staatenlos und wurde 1924 deutsche Staatsbürgerin. Der Vater ging nach kurzer Zeit nach Berlin, die Geschwister nach Leipzig. Dort lernten Margarete und Eleonore Blank auch die Brüder Georg und Valentin Sacke kennen, auch Deutsch-Balten, die in Leipzig studierten.

1921 nahm sie an der Universität Leipzig ein Medizinstudium auf. Nach Abschluss des Studiums 1927 arbeitete sie an der Universität als Medizinalpraktikantin in der Chirurgischen Klinik. Ab 1929 war sie dann als Ärztin mit eigener Landarztpraxis in Panitzsch bei Leipzig (heute Ortsteil der Gemeinde Borsdorf) tätig und erlangte 1932 an der Universität Leipzig im Fach Medizingeschichte bei Henry E. Sigerist mit einer Dissertation zum Thema „Eine Krankengeschichte Herman Boerhaaves und ihre Stellung in der Geschichte der Klinik“ ihre Doktorwürde.

In der Zeit des Nationalsozialismus betreute sie Kinder verhafteter Antifaschisten. Das Institut für Marxismus-Leninismus behauptete in den von ihm herausgegebenen DDR-Standardwerken, Blank habe sich 1935 der Widerstandsgruppe um Alfred Frank angeschlossen, tatsächlich aber stand sie dem NS-Regime sehr ablehnend gegenüber, war jedoch in keiner Widerstandsgruppe aktiv.