08/05/2026
Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Hier in Brandenburg an der Havel war er schon am 1. Mai 1945 beendet.
Für viele Menschen bedeutete dieser Tag Befreiung und Hoffnung auf einen Neuanfang – zugleich blieben Verlust, Zerstörung und Erinnerungen an das Leid des Krieges bestehen. Der Neuanfang war durch Angst davor, Hunger, Sorge um Angehörige geprägt, gleichzeitig wurde die Erinnerung an 12 Jahre Diktatur, aber auch der eigene Beitrag dazu verdrängt. Bis zu 80 Millionen Menschen verloren ihr Leben: durch die Massenverbrechen, im Verlauf des Zweite Weltkriegs und durch die Kriegsfolgen.
Auch in Brandenburg an der Havel hinterließen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und der Krieg tiefe Spuren. Lange sichtbar blieben die Zerstörungen durch die Luftschläge gegen die Rüstungsindustrie und im Frühjahr 1945 gegen die Stadt, vor allem die der sinnlosen Kämpfe in der Neustadt in den letzten Kriegstagen gegen die Rote Armee. Weniger sichtbar blieben die Erinnerungen an ermordete, entrechtete und in das Exil getriebene Nachbarinnen und Nachbarn, deren Besitz man sich mitunter stillschweigend angeeignet hatte.
Als Stadtmuseum bewahren wir Zeugnisse dieser Zeit, seien es Fotos, Zeichnungen, verbrannte Objekte aus dem Neustädtischen Rathaus, aber auch Zeitzeugenberichte gegen das Vergessen.