Abila ist ein Kunstwort, welches aus den beiden türkischen Wörtern Abla (= große Schwester) und Abi (= großer Bruder) zusammengesetzt ist. Durch diese Namenswahl wird die Verbindung zum städtischen Kinder- und Jugendzentrum SELAM (= Willkommen) verdeutlicht, welches in der Unterstützung türkischer und tunesischer Familien einen besonderen Schwerpunkt sieht. Das Haus sowie die Beratungs- und Freize
itangebote des SELAM stehen allerdings allen Kindern und Jugendlichen offen und genauso richtet sich auch Abila an alle interessierten Kinder unabhängig jeglicher Herkunft.
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Was ist das Anliegen des Vereins Abila? Idee dieses Projektes ist die Vermittlung von Freiwilligen an Kinder, die mit schwierigen Situationen im Alltagsleben, insbesondere in der Schule, konfrontiert sind. Sie fungieren also, falls der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen ihnen und den Kindern bzw. Familien gelingt, als eine Art große Geschwister. Je ein Kind und ein*e Freiwillige*r bilden ein Tandem. In manchen Fällen betreuen Abilas aber auch mehrere Kinder einer Familie. In der Regel besuchen die Abilas die Kinder wöchentlich für mindestens zwei Stunden zu Hause in ihren Familien. Außerhalb der Öffnungszeiten der Kinderetage sind auch Treffen im SELAM möglich. Generell vereinbaren die Tandems ihre Treffen und ihre Aktivitäten selbst. Bezüglich der Aktivitäten werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
- Schulische Unterstützung: Fachliches Lernen und Besprechung schulischer Probleme
- Sprachliche Förderung: Insbesondere durch gemeinsames Lesen
- Ausgleich: Sport, Musik, Spielen etc.
- Besuch Außerschulischer Lernorte: Zoo, Theater, Museum etc. Jegliche Kosten, die bei den Aktivitäten anfallen, werden nach Absprache mit der Projektorganisation vom Verein übernommen. Mit Hilfe der Mitarbeiter*innen des SELAMs überlegen die Abilas fortlaufend und individuell für jedes Kind, durch welche Aktivitäten es die größte Bereicherung erfahren kann. Dabei sollen nach Einverständnis der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten außerdem Einschätzungen von Lehrkräften einbezogen werden. Die Tandembeziehung zwischen den Kindern und den Abilas ist zeitlich nicht beschränkt und kann von beiden Seiten nach Absprache mit der Projektorganisation aufgelöst werden. Damit aber ein Vertrauensverhältnis innerhalb der Tandems entstehen kann, ist eine Mindestdauer von einem Jahr angedacht. Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses kann dazu führen, dass die Abilas zu Bezugspersonen der Kinder werden. Für die sich daraus ergebende besondere Verantwortung werden die Abilas sensibilisiert.
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Welche Kinder können an Abila teilnehmen? Insbesondere richtet sich das Projekt an Kinder mit nicht-akademischem oder „nicht-deutschmuttersprachlichem“ Hintergrund. Generell können aber alle Kinder, die zur Schule gehen, an Abila teilnehmen. Über die jeweilige Förderungswürdigkeit der Kinder entscheidet die Projektorganisation.
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Wer sind die Abilas ? Letztlich werden alle Freiwilligen, die ein Tandem eingehen, Abilas genannt. Abilas sind von der Projektorganisation ausgewählte zuverlässige und verantwortungsbewusste Freiwillige ab 16 Jahren, von denen dem Verein ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorliegt. Zudem ist die finanzielle Förderung eines Erste-Hilfe-Kurses für alle Abilas sowie einer Jugendleiterkarte (JuLeiKa) für einzelne interessierte Freiwillige gegeben. Die Abilas können in Weiterbildungsseminaren Qualifikationen in Bereichen wie Methodentraining, Interkulturalität etc. erwerben. Immer an dem zweiten Mittwoch eines Monats findet um 18.30Uhr im SELAM ein Informationstreffen für Neuinteressierte statt und ab 19.00Uhr ein treffen sich die aktuellen Abilas, um Erfahrungen untereinander auszutauschen. So kommen Neuinteressierte mit akutellen Abilas sofort in Kontakt und können sich ein Bild von der Tätigkeit als Abila machen.
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Weitere Tätigkeiten des Vereins
Abila e.V. vermittelt im Einzelfall auch Freiwillige an erwachsene Personen, die schulische Unterstützung oder sprachliche Förderung erhalten möchten. Weiter setzt sich Abila e.V. für die Bildung von Sprachtandems für Erwachsene ein.