05/10/2026
Marc von Itter wird zum 1. März 2027 neuer Kaufmännischer Vorstand der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Das teilt der Stiftungsrat unter Vorsitz von Ministerpräsident Daniel Günther mit. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Vorstand Dr. Thorsten Sadowsky wird der 53-jährige von Itter künftig die Verantwortung für die weitere Entwicklung der drei Landesmuseen und ihrer Dependancen tragen. Von Itter folgt auf Svenja Kluckow, die zum Jahresende 2025 die Stiftung verlassen hat.
Der in Schleswig-Holstein geborene Kulturmanager ist seit 2019 Kaufmännischer Geschäftsführer und Vorstand des Museums am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK) in Hamburg. Dort hat er den Prozess der Neupositionierung und der anstehenden Modernisierung mitgestaltet. Zuvor war er Verwaltungsdirektor der Stiftung Historische Museen Hamburg sowie von 2012 an Kaufmännischer Geschäftsführer und stellvertretender Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Seine fundierte betriebswirtschaftliche Expertise, seine ausgewiesene Erfahrung in der Organisationsentwicklung, Digitalisierung, Vermarktung und Drittmittelakquise sowie in der Steuerung von Bau- und Modernisierungsvorhaben führten am Ende zu einer einstimmigen Entscheidung des Auswahlgremiums.
Entsprechend zufrieden äußert sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Vorsitzender des Stiftungsrates: „Mit Marc von Itter ist es uns gelungen, einen bestens vernetzten Museumsmann, der die Kulturszene im Norden seit vielen Jahren kennt und mitgestaltet, für unsere Landesmuseen zu gewinnen. Seine Führungserfahrung und sein Verständnis für die besonderen Anforderungen öffentlich getragener Museen sind hervorragende Voraussetzungen, um an der Seite seines Vorstandskollegen Dr. Sadowsky die vor uns liegenden Aufgaben zu meistern.“
Von Itter übernimmt sein Amt in einer für die Landesmuseen in Schleswig-Holstein überaus spannenden Zeit. Mit MUT – der Museumstransformation von Schloss Gottorf auf der Museumsinsel in Schleswig– wird das Schloss für fast 45 Millionen Euro mindestens bis Ende 2029 umfassend modernisiert und für die Anforderungen eines zeitgemäßen Museumsbetriebs weiterentwickelt. Darüber hinaus stehen die wirtschaftliche Konsolidierung der Stiftung, die digitale Transformation und die weitere Profilierung der verschiedenen Museumsstandorte auf der Agenda. Zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen zählen neben den Landesmuseen für Archäologie und Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig auch das Freilichtmuseum Molfsee vor den Toren Kiels, das deutschlandweit bekannte Wikinger Museum Haithabu, das Jüdische Museum in Rendsburg, das Eisenkunstguss Museum in Büdelsdorf sowie Kloster Cismar in der Gemeinde Grömitz an der Ostsee. In den vergangenen Jahren zählten diese Häuser jährlich zusammen rund eine halbe Million Besuchende. In der Spitze beschäftigt die Stiftung mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Dr. Thorsten Sadowsky, seit Herbst 2022 wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung, freut sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Marc von Itter bringt eine große Erfahrung mit komplexen Museumsorganisationen und anspruchsvollen Veränderungsprozessen mit. In einer Phase, in der wir Schloss Gottorf grundlegend modernisieren und zugleich aber die Landesmuseen generell in ihrer Gesamtheit weiterentwickeln, ist diese Expertise des Kollegen von besonderem Wert. Ich freue mich darauf, mit ihm gemeinsam die kommenden Aufgaben anzugehen.“
Marc von Itter studierte Ethnologie in Marburg und Hamburg und absolvierte einen MBA in International Management an der Nordakademie Elmshorn. Seit 2020 lehrt er zudem Museumsmanagement am Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Hamburg. Er sieht der neuen Herausforderung mit großer Vorfreude entgegen: „Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen vereinen bedeutende Sammlungen, außergewöhnliche Orte und spannende museale Profile. Diese große Vielfalt ist ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die Voraussetzungen dafür zu schaffen, diese Qualitäten weiter zu entfalten und neue Spielräume für die Zukunft zu eröffnen. Schloss Gottorf und die weiteren Standorte bieten dafür große Möglichkeiten, die wir gemeinsam nutzen wollen.“