21/07/2025
Seit 2022 lief das Projekt "iNUVERSUMM - Raum und Zeit für Insekten".
Bis Anfang '25 sollte es gehen, mit der Hoffnung auf langfristige Weiterführung. Eine leise Hoffnung, die mit dem Haushalt 2025/26 erstarb. Eine Verlängerung bis Ende Juli konnte noch erwirkt werden, für mehr reichen die Mittel nicht.
Der BUND Chemnitz blickt nun zurück auf 3 tolle Jahre, stolz auf alles, was erreicht wurde, und wehmütig darüber, dass es zu Ende ist.
Ein kurzer Sprung zurück: 2022 lief das Projekt "Puppenstuben gesucht" aus, und als Nachfolgeprojekt stand bereits "iNUVERSUMM" in den Startlöchern.
Zunächst ging es vor allem um eins: Menschen anzusprechen insektenfreundliche Flächen anzulegen. Was in Chemnitz gar nicht so einfach war. Wohnungsgenossenschaften hatten mit einzelnen Blühwiesen, die sie z.T. vor Jahren angelegt und vergessen hatten "genug" für den Insektenschutz getan; wollten nichts mehr von dem Thema hören. Kleingartenanlagen hatten andere Vorstellungen davon, wie ein wertvoller Garten aussah, Einzelpersonen oft nicht die Kapazität, die es gebraucht hätte.
Viele Flächen, so schien es, waren außerdem für Projekte der Kulturhauptstadt reserviert.
Und so schienen die vielen insektenfreundlich gepflegten Flächen, zu deren Umsetzung und Pflege der BUND Chemnitz beraten sollte, völlig utopisch.
Anders sah es mit Veranstaltungen aus. Sowohl Sensenkurse, als auch Tage der Schmetterlingswiese oder die Woche der Biodiversität waren gern genutzte Angebote.
Hier kam man mit Menschen ins Gespräch, sprach über das "iNUVERSUMM", Insektenschutz, Artenvielfalt, und was jede*r Einzelne dafür tun kann. Und was Politik eigentlich tun sollte.
Der BUND Chemnitz organisierte einen ökologischen Stadtrundgang, mehrere Pflanzentauschmärkte, hielt viele Vorträge und nahm an verschiedenen Messen oder Veranstaltungen anderer Initiativen teil.
Bis schließlich doch die ersten erfolgreichen Beratungen durchgeführt werden konnten, der Botanische Garten seine Mahd anpasste, die Grundschule Röhrsdorf eine Blühfläche anlegte, Baumscheiben bepflanzt wurden.
Und nun auf den letzten Metern sogar noch eine Fassadenbegrünung angelegt wird.
In jedem Fall: Wir sagen Danke, und Goodbee!