02/09/2025
Wir sehen die große Halle der Riemenfabrik "A. Cahen-Leudesdorff AG" im Jahr 1923 oder 1924 an der Kreuzung Heidelberger Straße und Frankfurter Straße die direkt neben der Bahnunterführung, die nach Buchforst führt, liegt. Architekten waren die Herren Hans Erberich und Hubert Scheben. Fertiggestellt wurde der Bau 1923. Haupterzeugnisse des Unternehmens waren Ledertreibriemen für Transmissionsanlagen in Fabriken.
Die Fabrik ist seit 1986 als "ACLA, Rheinische Maschinenleder.- und Riemenfabrik" ein Baudenkmal.
Der Gründer der Fabrik Abraham Cahen-Leudesdorff war Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Mülheim. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Familie Cahen enteignet und fast völlig ausgelöscht.
Das zweite Bild zeigt uns dasselbe Gebäude im Mai 2025. Heute ist es ein Teil des ACLA Werks, das technische Kunststoffe herstellt.
Interessant ist, woher sich der heutige Name "ACLA" herleitet: Der Name ist die alte Telegrammgrammadresse der "A. Cahen-Leudesdorff AG"
[KH]
Foto (alt): Fotograf unbekannt, Köln, Bauliche Entwicklung 1888-1927, Seite 174, Herausgeber: Architekten- und Ingenieurverein für den Niederrhein, Westfalen und Köln, Deutscher Architektur- und Industrieverlag, Berlin-Halensee, 1927
Foto (neu): Klaus Hausmann, WEGEN de LEUT media, 05/2025
Recherche, Fotorestaurierung und Kolorierung des alten Fotos: WEGEN de LEUT media, Klaus Hausmann