31/05/2026
Verein EL-DE-Haus e.V. besucht Katja und Gunter Demnig im Wohnort Alsfeld
Als Gunter Demnig vor 30 Jahren am 16. Dezember 1992 vor dem Historischen Rathaus in Köln zusammen mit Rom e.V. einen quadratischen Stein ins Pflaster verlegte, ahnte keiner der Beteiligten, dass es sich bei dieser Aktion um den Auftakt einer Serie von mittlerweile über 116.000 Steinen in 31 Ländern Europas handelte. Doch dies ist nur ein Teil der künstlerischen Arbeit von Gunter, die uns interessiert und deshalb fuhren 18 Mitgliederinnen und Mitglieder in die ruhige Landschaft. Dort zeigen Gunter und Katja auf 350 qm die Ausstellung „Spuren und Wege“ von Gunter Demnig. Und es gibt viel zu sehen und zu hören, z.B. die großen Klangskulpturen, umgearbeitete Jahrmarktsautomaten, sein noch laufendes Projekt „Gesetzestafeln“, Beispiele für die Verlegungen der Stolpersteine, die vielen gelegten Spuren, Urkunden und Auszeichnungen, und für mich sehr beeindruckend: die Werkstatt in der die Stolpersteine von Hand Schritt für Schritt sorgfältig hergestellt werden.
„Die im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, die sogenannten Stolpersteine, sollen an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.“
Das Werk von Gunter wird weiter sehr notwendig sein und wird durch seine Stiftung „Spuren“ seine wichtige Wirkung entfalten.
Gunter und Katja freuen sich über jede Spende für die Stiftung:
https://www.stolpersteine.eu/die-stiftung/uber-stiftung-spuren-gunter-demnig
Wir danken Katja und Gunter herzlich für die liebevolle Bewirtung, die interessanten Gespräche und die Führung durch die Ausstellung.
Bilder: Jutta und Dieter Maretzky