01/09/2026
30. September 2026, 18:30 Uhr | Schatz & Schande und Neue Kammer präsentieren:
"Ich bin mir selber fremd geworden" - Stimmen aus dem Frauenzuchthaus Hoheneck - Musiktheater, Zeitzeuginnengespräch und Gedenkveranstaltung - in Kooperation mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. - mit begleitender Fotoausstellung
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Ort: Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus
Das Frauengefängnis Hoheneck ist ein Sinnbild politischer Verfolgung in der DDR: mit drakonischen, menschenrechtswidrigen Strafmaßnahmen, unwürdigen Haftbedingungen und Zwangsarbeit versuchte der DDR-Machtapparat in vielen tausend Fällen, politische Gegnerinnen zu brechen. Eine außergewöhnliche Performance aus Zeitgenössischer Musik, Choreografie und Licht, konzipiert vom MusikTheater-Kollektiv Schatz & Schande und dem Ensemble Neue Kammer, sucht die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen.
Unter dem Titel „Ich bin mir selber fremd geworden“ rücken Gedichte ins Zentrum, die von inhaftierten Frauen während ihrer Zeit in Hoheneck verfasst und 2024 vom Komponisten Philipp Rücker vertont wurden. In vielfältiger Gestalt aus Stimmen und Streichinstrumenten treten die Gedichte in Dialog mit einer Lichtinstallation, die die Farblosigkeit, Enge und Monotonie des vergitterten Alltags plastisch werden lässt.
Im Anschluss an jede Vorstellung gibt es ein moderiertes Zeitzeuginnen-Gespräch mit ehemaligen Insassinnen Hohenecks, das einen wesentlichen, persönlichen Zugang ermöglicht und auch dem Publikum Raum gibt, Fragen zu stellen und das Gespräch zu suchen. Was entsteht, ist eine gewagte, neuartige Form innerhalb der Erinnerungskultur: Die Künstlerinnen und Künstler machen die beklemmende Gefangenschaft in Hoheneck mit Augen und Ohren greifbar, vermitteln eindringlich eine Ahnung von Ohnmacht und Gewalt - und errichten den inhaftierten Frauen aus ihren eigenen Worten ein machtvolles Denkmal.
Mit dieser Produktion soll gezielt Bildungsarbeit betrieben werden, um besonders auch junge Menschen für das Unrecht der DDR-Regimes und den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Daher werden an allen Veranstaltungsorten sowohl öffentliche Abendvorstellungen, als auch Vorstellungen für Schulklassen gegeben.
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Passend zur Aufführung startet im Menschenrechtszentrum Cottbus ab dem 30.9.2026 auch die Fotoausstellung "Die Frauen von Hoheneck".
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Tickets ab sofort erhältlich:
Die Karten kosten an der Abendkasse 15€, ermäßigt 9€. Ticketreservierungen unter [email protected] oder der Telefonnummer +49 (0) 355 290 133 - 0.
Vorverkauf:
Alternativ können Sie die Karten zzgl. Vorverkaufs- und Ticketgebühren auch im Vorverkauf online erwerben:
https://www.tixforgigs.com/de-de/Event/76360/ich-bin-mir-selber-fremd-geworden-menschenrechchts-zentrum-cottbus.
Tipp: Schulen können die Veranstaltung zudem am 1. Oktober um 10:30 Uhr kostenlos besuchen (Reservierung erforderlich).
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Gefördert von:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Kuturstiftung des Freistaates Sachsen
Kulturamt Leipzig
Leipzigstiftung
GLS Treuhandstiftung
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) (angefragt)