13/10/2026
Antoinette und Richard 😊
👉Gaaaanz frisch aus der Restaurierung im zu uns in die Ausstellung gekommen! Heute erfahrt Ihr etwas über eine spannende Malerin des 19. Jahrhunderts, vielleicht habt Ihr ihr Porträt noch aus der letztjährigen Ausstellung „Künstlerinnen: Von Monjé bis Münter“ im im Blick. Antoinette Woodville-Schnitzler (1827-1881) wurde in Düsseldorf als Tochter des Baumeisters Anton Schnitzler (1796-1873), der z.B. die Goldene Brücke im Hofgarten entwarf, geboren. Im Malunterricht lernte sie den bereits verheirateten, aus Baltimore nach Düsseldorf gezogenen US-Amerikaner Richard Caton Woodville (1825-1855) kennen und – bald schon – lieben. 1851 gingen die beiden gemeinsam – wohin? Na, klar, in die Stadt der Liebe, nach Paris, anschließend zogen sie weiter nach London. 1853 wurde dort ihre Tochter geboren, erst im Jahr darauf heirateten sie. Aber schon kurze Zeit später, im Jahr 1855 (mit gerade 30 Jahren!) verstarb Richard an einer Überdosis Morphium. Laut Presseberichten hatte er diese unbeabsichtigt eingenommen. Wenig später gebar Antoinette ihren Sohn, der seinen Vater also gar nicht mehr kennengelernt hat. Dann zog sie zunächst mit den beiden Kindern nach St. Petersburg, in die Heimatstadt ihrer Mutter, kehrte aber 1859 wieder zurück nach Düsseldorf.
Die beiden von Antoinette gemalten Porträts bekam das Stadtmuseum 1989 direkt vom Ur-Enkel der Malerin. In unserer Ausstellung sind nun beide Gemälde wieder glücklich neben einander vereint!
*innen
Bild 1:
Selbstbildnis
Künstler*in: Antoinette Woodville-Schnitzler (1827-1881) 1849
Objektnummer: SMD.B 899
Bild 2:
Richard Caton Woodville im Kostüm des 16. Jahrhunderts
Künstler*in: Antoinette Woodville-Schnitzler (1827-1881) 1849
Objektnummer: SMD.B 898
Bild 3:
Blick in die Dauerausstellung des Stadtmuseums Düsseldorf, Raum 106, 1. OG, Foto: Stadtmuseum
Bild4:
Blick in die Dauerausstellung des Stadtmuseums Düsseldorf, Raum 106, 1. OG, Foto: Stadtmuseum