13/05/2026
HEIMSPIEL – Mitarbeitende der Sammlung Philara
21. März – 17. Mai 2026
Mein Name ist Frederik Bahr. Für die Ausstellung „Heimspiel“ habe ich eine Skulptur realisiert, die in der Mitte der Halle zu sehen ist und den Titel „Sportbahn“ trägt. Die Skulptur orientiert sich an dem Kran, der die gesamte Halle überspannt und entlang der Halle verlaufen kann. Sie wurde mit Hilfe einer Schablone direkt vor Ort gezogen.
Die Form leitet sich von einer vorangegangenen Skulptur ab. Häufig gibt es in meinen Arbeiten selbstreferenzielle Momente, indem ich Formen, die ich mir bereits durch andere oder frühere Arbeiten angeeignet habe, in neue Arbeiten überführe und dort rekontextualisiere. Diese Skulptur lässt sich letztlich auf einen Scherenschnitt zurückführen – auf einen zweidimensionalen Ausschnitt, der plötzlich durch das Ziehen oder Drehen einer Schablone ins Dreidimensionale übertritt. Ähnlich verhält es sich hier auch mit der liegenden Textur innerhalb der Form.
Mir war dabei wichtig, dass die Arbeit weiterhin als dreidimensionale Skulptur funktioniert. Deshalb sollte auch die Unterseite, die nicht direkt sichtbar ist, mit einer Textur versehen und in die Gestaltung mit einbezogen werden.
Wenn ich generell an meinen Skulpturen arbeite, beginne ich meist nicht mit einem zentralen Punkt, um den herum ich die Skulptur aufbaue. Stattdessen versuche ich, verschiedene Fixpunkte zu setzen. Diese müssen nicht zwangsläufig rational miteinander verknüpft sein, eröffnen aber unterschiedliche Themen- und Assoziationsbereiche. Mit der Zeit überlagern sich diese Bereiche und finden in der Skulptur zusammen. Dadurch ist das skulpturale Element am Ende eher in ein Netzwerk von Assoziationen eingebettet, anstatt einen klaren, prägnanten Kern zu besitzen. So bleibt eine gewisse Ambivalenz erhalten.
Fotos: Frederic Bahr
Video: Katharina Köster
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