19/04/2026
Spende von 500,00 Euro für die Pflege des jüdischen Friedhofs von Dornum
Jüdische Friedhöfe gehören zu den Erinnerungsorten, die uns von den jüdischen Menschen geblieben sind, die mehr als 400 Jahre in unseren Städten und Dörfern gelebt haben. Sie haben über die Jahrhunderte Spuren hinterlassen, die wir sorgsam bewahren und pflegen
müssen.
So ist der Friedhof mehr als nur ein Ort, wo die Toten begraben liegen. Für jüdische Menschen heißt der Friedhof „Beth Chaim“ – Haus des Lebens, oder auch „Beth Olam“ – Haus der Ewigkeit. Für die Christen ist es ein Ort der Besinnung.
Das Grab eines Verstorbenen ist für die Ewigkeit bis zur Auferstehung angelegt. Jüdische Gräber dürfen nicht eingeebnet werden, die Verstorbenen dürfen auch nicht umgebettet werden.
Wir in Dornum haben einen der vielen jüdischen Friedhöfe, die es in Ostfriesland gibt. Der älteste Grabstein ist aus dem Jahre 1721 mit einer Grab- inschrift, die auf „elf ertrunkene Seelen“ aus der jüdischen Gemeinde in der Flut von 1717 hinweist. Die fast verwitterte Inschrift ist aus dem „Lied der Lieder“ entnommen, dem „Hohen Lied Salomos“ und sagt aus,
dass die Liebe mehr ist als der Tod.
Jedoch braucht der Stein dringend eine Restaurierung, damit er für die Ewigkeit erhalten bleibt. Wir freuen uns über jede Beihilfe, die uns zugeteilt wird.
Die Mitglieder des Vereins „Synagoge Dornum“ e.V. danken dem stellvertretenden Bürgermeister Helmut Bents für seine Bemühungen und insbesondere dem Spender Ronald Philipp von der Geschäftsstelle der Cura Versicherungsvermittlung für seine großzügige Unterstützung.