31/07/2026
. . . als Schwester Paula bei den Bergleuten blieb 🖤
BERICHTE UND BILDER ZUR MAHNWACHE AUF
FÜRST LEOPOLD
Was bleibt, wenn ein Bergwerk schließt?
Für viele Menschen im Ruhrgebiet ist diese Frage nicht abstrakt. Sie berührt Arbeit, Familie, Zusammenhalt und eine Geschichte, die bis heute nachwirkt.
Von Oktober 1996 bis März 1997 protestierten Bergleute und Unterstützer:innen fünf Monate lang gegen die Schließung der Schachtanlage Fürst Leopold. Tisa von der Schulenburg, die seit 1950 als Schwester Paula im Dorstener Kloster St. Ursula lebte, stand sichtbar an ihrer Seite. In dicke Decken gehüllt, blieb sie bis in die kalten Abendstunden, demonstrierte mit, suchte die Öffentlichkeit und gab einer Auseinandersetzung Gewicht, in der es um mehr ging als um einen geschlossenen Industriestandort.
Vier Stimmen, vier Perspektiven.
Petra Eißing engagiert sich ehrenamtlich für die Tisa-Stiftung, begleitet Führungen durch die Dorstener Altstadt und auf den Spuren von Tisa. Sie spricht über Schwester Paula, ihr Leben und ihr Handeln während der Mahnwache.
Ludwig Ladzinski war langjähriger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der heutigen RAG Aktien-
gesellschaft und ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Er
ordnet die damaligen Zechenschließungen, gewerkschaftlichen Aktivitäten und auch die Folgen für Betroffene und deren Familien ein.
Vera Dwors bringt ihre Perspektive als Kind in einer Bergmannsfamilie ein und erzählt, wie die Mahnwache auch zu Hause, im Alltag und im Blick auf die Zukunft spürbar wurde.
Valentin Afalete Ntem eröffnet den Blick einer jüngeren, internationalen Generation. Er spricht über seine Berührungspunkte mit dem Steinkohlenbergbau und darüber, welche Bilder und Gefühle dieses Kapitel bei ihm auslöst.
👉Diesen SONNTAG, 2. AUGUST 2026, 15 BIS 17 UHR
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Start in der Sonderausstellung!
Wir bitten um Anmeldung per Mail bei der VFKK-Geschäftsstelle: [email protected]
Der Eintritt ist kostenfrei.