Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

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Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden Aktuelle Öffnungszeiten: täglich 10:00 bis 18:00 Uhr Getragen wird die Gedenkstätte vom Verein „Erkenntnis durch Erinnerung e.

Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist eine Gedenkstätte an die Opfer des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der sächsischen Landeshauptstadt. Sie ist die einzige noch im Original erhaltene und für Besucher zugängliche Untersuchungshaftanstalt der „Stasi“ im Freistaat. V.“; an ihrer Finanzierung ist auch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft beteiligt, die in der Stadt eine weitere Gedenkstätte am Münchner Platz unterhält.

Marcus Sandmann (*1967) wuchs in Ost-Berlin als eines von fünf Kindern in einem musischen Elternhaus auf. ab der 7. Klas...
15/10/2026

Marcus Sandmann (*1967) wuchs in Ost-Berlin als eines von fünf Kindern in einem musischen Elternhaus auf. ab der 7. Klasse besuchte er eine Spezialschule für Musikerziehung. Hier stand er unter starkem ideologischem Druck. Um dem Dienst bei der Armee zu entgehen, plante der 17-jährige Marcus Sandmann gemeinsam mit einem Mitschüler und Freund, in den ‚Westen‘ zu fliehen.

Über Prag wollten sie ins tschechoslowakische Grenzgebiet gelangen.
Nachdem sie Dresden passiert hatten, schöpften die Kontrolleure des Zolls während der Passkontrolle Verdacht.
Die Freunde mussten in Bad Schandau aussteigen. Nach stundenlangem Verhör wurden sie vom MfS festgenommen.
Auf zweieinhalb Monate Untersuchungshaft in Dresden und Berlin folgte für Marcus Sandmann und seinen Freund die Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Er bekam Abiturverbot und machte daher eine Augenoptiker-lehre.

Im Anschluss an eine 15-monatige Zeit bei der Armee begann er 1990 ein Gesangs-studium in Berlin, das er 1997 abschloss. Seitdem wirkt er an verschiedenen Theatern und Opernhäusern. Anfang des Monats war er gemeinsam mit der Singakademie Dresden in der Gedenkstätte Bautzner Strasse zu Gast. An seinem ehemaligen Haftort, wurden Chorwerke zum Thema Freiheit aufgeführt.

Fotos: Marcus Sandmann, privat; BArch, MfS, BV Dresden, Abt. VI, Nr. 4444, S. 7; BArch, MfS, BV Dresden, Abt. VI, Nr. 5864, S. 12

Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichts- und Geschichtenerzählung.Der Te...
12/10/2026

Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichts- und Geschichtenerzählung.

Der Termin ist jeweils am ersten Mittwoch des Monats um 17:30 Uhr.

Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten aus ihrer Biografie, beleuchten dabei Themen wie ‚Kirche in der DDR‘ oder ‚Migration und Alltag‘. Sie kommen ungezwungener Atmosphäre in einer moderierten Runde mit den Cafégästen ins Gespräch.

Wir laden herzlich ein: zum Zuhören und Nachfragen oder zum Berichten eigener Erlebnisse und Erfahrungen.

4. November: Kirche, Glaube, Widerspruch

Was bedeutet es, aus dem eigenen Glauben heraus Haltung zu zeigen? Und wie konnte Kirche in der DDR zu einem Ort des Austauschs, der Ermutigung und des Widerstands werden? Beim Erzählcafé „Kirche, Glaube, Widerstand“ berichten Harald Bretschneider, Uwe Koch und Albrecht Nollau von ihren persönlichen Erfahrungen mit staatlicher Repression und politischem Widerstand. Sie erzählen von kirchlicher Friedensarbeit, Wehrdienstverweigerung und dem Versuch, sich dem politischen Druck des SED-Staates zu entziehen. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten von Überzeugung und Zivilcourage. Es geht aber auch um –manchmal sehr banale – Versuchee staatlicher Überwachung, um Verfolgung, Haft und die konkreten Folgen politischen Widerspruchs.
In offener Runde kommen die Zeitzeugen mit dem Publikum ins Gespräch.

Tag der Deutschen Einheit in TaschkentFeiern, Erinnern, Diskutieren zusammen mit dem Goetheinstitut Taschkent, der KAS Z...
04/10/2026

Tag der Deutschen Einheit in Taschkent

Feiern, Erinnern, Diskutieren zusammen mit dem Goetheinstitut Taschkent, der KAS Zentralasien sowie den Kolleginnen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Bundesarchivs/Stasi-Unterlagenarchivs und der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Danke für die Einladung und an die Organisatoren!

Wohin mit den Denkmälern einer Diktatur?

🗣️💬👂 Erzählcafé: Migration und Alltag in der DDRDie DDR verstand sich offiziell als antirassistisch, dennoch sah der All...
01/10/2026

🗣️💬👂 Erzählcafé: Migration und Alltag in der DDR

Die DDR verstand sich offiziell als antirassistisch, dennoch sah der Alltag meist anders aus. Im Mittelpunkt des Erzählcafés stehen persönliche Perspektiven auf eine oft wenig sichtbare Geschichte: Migration in einem Staat, der sich selbst als internationalistisch verstand, zugleich aber klare politische und gesellschaftliche Grenzen setzte.

📅 07.10.2026, 17:30-19:00 Uhr
📍 Cafeteria (Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden)
Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden

Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch und den Zeitzeugen Hung Cao The und Luiz Mazuze. Das Erzählcafé wird moderiert von Dr. Verena Böll. Gemeinsam mit Hung Cao The leitet sie unser Projekt „Đức-Việt. Deutsch‑vietnamesisches Leben in Sachsen“.

ℹ️ Mehr Infos auf unserer Website 👉 kulturaktiv.org/duc-viet

Veranstaltung im Rahmen von Interkulturelle Tage in Dresden und in Kooperation mit der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden: einem Ort der Erinnerung, Bildung und Begegnung. Sie erinnert an die Opfer der politischen Verfolgung in der SBZ und DDR, dokumentiert deren Schicksale und macht sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. Zudem bietet sie den Betroffenen Raum für Austausch und Begegnung. Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen sowie Ausstellungen ergänzen das Programm mit vielfältigen historischen und aktuellen Themen.

Ein Projekt in Kooperation mit Verein der Vietnamesen in Dresden e.V., Afropa e.V. – Verein für afrikanisch-europäische Verständigung e.V. und Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden und das Sozialministerium Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des Förderprogramms »Wir für Sachsen«.



Am Ende der Woche gibt es gleich zweimal die Gelegenheit, Filme im ehemaligen Merhzwecksaal der Bezirksverwaltung für St...
28/09/2026

Am Ende der Woche gibt es gleich zweimal die Gelegenheit, Filme im ehemaligen Merhzwecksaal der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit zu sehen.

Am Donnerstag wird die Veranstaltung zur Lage der Menschenrechte im Iran mit einem Kurzfilm von Narges Kalhor eröffnet und am Freitag feiert der Film ‚Akte Ray‘ von andreasoemmer Premiere.

Auch für uns als Gedenkstätte bringt die Studienfahrt wichtigen Austausch - es sind viele Themen dabei, die unsere Arbei...
27/09/2026

Auch für uns als Gedenkstätte bringt die Studienfahrt wichtigen Austausch - es sind viele Themen dabei, die unsere Arbeit betreffen, wie u.a. das Frauenlager Alžir.

ErzählcaféMigration und Alltag in der DDR07.10.202617:30Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Or...
25/09/2026

Erzählcafé
Migration und Alltag in der DDR
07.10.2026
17:30

Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichts- und Geschichtenerzählung.

Der Termin ist jeweils am ersten Mittwoch des Monats um 17:30 Uhr.

Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten aus ihrer Biografie, beleuchten dabei Themen wie ‚Kirche in der DDR‘ oder ‚Migration und Alltag‘. Sie kommen ungezwungener Atmosphäre in einer moderierten Runde mit den Cafégästen ins Gespräch.

Wir laden herzlich ein: zum Zuhören und Nachfragen oder zum Berichten eigener Erlebnisse und Erfahrungen.

7. Oktober: Migration und Alltag in der DDR

Die DDR verstand sich offiziell als antirassistisch, dennoch sah der Alltag meist anders aus. Im Mittelpunkt des Erzählcafés stehen persönliche Perspektiven auf eine oft wenig sichtbare Geschichte: Migration in einem Staat, der sich selbst als internationalistisch verstand, zugleich aber klare politische und gesellschaftliche Grenzen setzte.
In der DDR lebten Vertragsarbeiter:innen aus Ländern wie Vietnam, Mosambik oder Angola sowie ausländische Studierende, die im Rahmen staatlicher Abkommen ins Land kamen. Ihr Aufenthalt war in vieler Hinsicht reglementiert – sozial, beruflich und privat. Kontakte zur Mehrheitsgesellschaft blieben oft begrenzt, ein dauerhaftes Bleiberecht war in der Regel nicht vorgesehen. Zugleich existierte ein offizieller Diskurs, der Rassismus als Problem des „Westens“ darstellte, während Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung im Alltag häufig unsichtbar blieben. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, wie staatliche Institutionen damit umgingen: Wie blickte das Ministerium für Staatssicherheit auf die „ausländischen Werktätigen“, und wie wurde rassistische Gewalt eingeordnet?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Tage Dresden und in In Kooperation mit Volkshochschule Dresden e.V. und Kultur Aktiv e.V. statt.

Unsere Gedenkstättenleiterin Uljana Sieber ist auch dabei. Es wird sicherlich wieder viele neue Erkenntnisse, Eindrücke,...
23/09/2026

Unsere Gedenkstättenleiterin Uljana Sieber ist auch dabei. Es wird sicherlich wieder viele neue Erkenntnisse, Eindrücke, Fotos und fruchtbare Arbeitskontakte geben.
In unserem Newsletter werden wir über Höhepunkte der Reise berichten und hier weitere Beiträge der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu dieser Reise teilen.

Heute wurden in den Technischen Sammlungen Dresden die Ergebnisse von Forschungen des HAIT zur Haftzwangsarbeit in der S...
18/09/2026

Heute wurden in den Technischen Sammlungen Dresden die Ergebnisse von Forschungen des HAIT zur Haftzwangsarbeit in der StVE Cottbus vorgestellt. Dabei ging es um die Lieferkette zum Pentacon-Stammwerk in Dresden und dem Vertrieb im Westen. Vorangetrieben wurden die Forschungen von der UOKG, finanziert von der Sächsischen Staatskanzlei.

Die systematische Verletzung des Briefgeheiminisses durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Staa...
18/09/2026

Die systematische Verletzung des Briefgeheiminisses durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit ist bekannt.
Be-greifbar wird das in unserer Ausstellung anhand einer Reihe von Faksimile-Reproduktionen durchsuchter und zum Teil zurückgehaltener Briefe und Postkarten. Daneben steht ein Werkzeug dieses Vorgangs: Ein Heißluftgebläse zum spurenarmen Öffnen der Sendungen.

Adresse

Bautzner Straße 112a
Dresden
01099

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 18:00
Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493516465454

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