Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Staatliche Kunstsammlungen Dresden 1 Verbund, 15 Museen: Entdecke die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit ihre Fülle an Sch?
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👒Die Keppmühle gehörte im 19. Jahrhundert zu den beliebten Ausflugszielen im Dresdner Umland. Vom Mühlenbach umflossen l...
27/05/2026

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Die Keppmühle gehörte im 19. Jahrhundert zu den beliebten Ausflugszielen im Dresdner Umland. Vom Mühlenbach umflossen liegt sie auf einer Felsklippe im Keppgrund zwischen Dresden und Pillnitz.
Um 1794 schuf der Schweizer Künstler Adrian Zingg diese durchkomponierte pittoreske Landschaftsansicht, die bei aller topographischen Genauigkeit dem Bedürfnis der Zeit Rechnung trägt, auch der „gewöhnlichen“ Landschaft einen Reiz abzugewinnen – sie wie ein klassisches Landschaftsgemälde zu betrachten. Mit winzigen Figuren thematisiert er die dort tätige Landbevölkerung, während städtisch gekleidete Ausflügler die verschiedenen Formen der Begegnung mit der sie umgebenden Landschaft zeigen: das genussvolle Betrachten des imposanten Wasserfalls mit der darüber thronenden Mühle, weiter im Vordergrund die Rast auf einem Wiesenstück gegenüber dem reizvoll beleuchteten Blätterwerk eines mächtigen Baums und Kinder, die genauer hinschauen, um Blumen in ein Körbchen zu sammeln.
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In the 19th century, the Keppmühle was one of the most popular excursion destinations for the people of Dresden. The mill stream flows around it and it lies on a rocky cliff in the Keppgrund between Dresden and Pillnitz. Around 1794, the Swiss artist Adrian Zingg created this thoroughly composed, picturesque landscape view, which, for all its topographical accuracy, takes into account the need of the time to give even the "ordinary" landscape a charm - to view it like a classical landscape painting. With tiny figures he thematises the rural population working there, while urban-dressed excursionists show the various forms of encounter with the landscape surrounding them: the pleasurable contemplation of the imposing waterfall with the mill enthroned above it, further in the foreground a rest on a stretch of meadow opposite the charmingly illuminated foliage of a mighty tree, and children looking more closely to gather flowers into a basket.
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Die Keppmühle bei Dresden-Hosterwitz, Adrian Zingg, um 1794.skd

👀Im Angesicht des Menschen – Sławomir Elsner / Albrecht DürerMit seinen unverwechselbaren Farbstiftzeichnungen eröffnet ...
23/05/2026

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Im Angesicht des Menschen – Sławomir Elsner / Albrecht Dürer
Mit seinen unverwechselbaren Farbstiftzeichnungen eröffnet Sławomir Elsner (*1976) eine neue Sicht auf Albrecht Dürer. Besonders widmet er sich einem frühen Werk des Renaissancemeisters in der Gemäldegalerie Alte Meister, den „Sieben Schmerzen der Maria“ (1495/96). Auf eigenwillige Weise ergänzt Elsner die Figur der Schmerzensmutter, die ursprünglich das Zentrum bildete. Weitere Zeichnungen beziehen sich auf Dürers „Adam“ und „Eva“ sowie seine Selbstbildnisse. Sie schärfen den Blick durch Unschärfe und eröffnen ein Spannungsfeld zwischen Schuld und Schmerz, Körper und Geist, Erkenntnis und Erlösung.
Die neue Kabinett-Ausstellung fragt, wie der Mensch heute zwischen Wissen, Schmerz und Hoffnung navigiert und wie sich Spiritualität im Zeitalter der Bilderflut noch artikulieren kann.
Wir freuen uns auf Euren Besuch!
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In the Face of Humanity – Sławomir Elsner / Albrecht Dürer
With his inimitable coloured-pencil drawings, Sławomir Elsner (b. 1976) offers a fresh perspective on Albrecht Dürer. He has devoted particular attention to an early work by the Renaissance master, the series entitled ‘The Seven Sorrows of Mary‘ (1495/96), held in the Gemäldegalerie Alte Meister. Employing his own unique style, Elsner has created a replacement for the missing depiction of Our Lady of Sorrows, which originally formed the centrepiece of the series. Other drawings in the exhibition allude to Dürer’s ‘Adam‘ and ‘Eve‘, and to his elf-portraits. Their blurred appearance sharpens the viewer’s gaze, inviting closer exploration of the complex relationship between guilt and pain, the body and the mind, knowledge and redemption.
The new exhibition explores how individuals navigate the tensions between knowledge, pain and hope in today’s world, and how spirituality can still find expression in an age of visual overload.
We look forward to seeing you there!
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📸: .killig

🌠Ruhig fließt die Elbe vor der markanten Stadtsilhouette Dresdens im Licht der Abendsonne. Geschickt setzt Bernardo Bell...
20/05/2026

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Ruhig fließt die Elbe vor der markanten Stadtsilhouette Dresdens im Licht der Abendsonne. Geschickt setzt Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, den Fluss als eine Art Bühne ein, auf der er das berühmte Panorama der Stadt entfaltet.
Einen gewichtigen Auftakt schafft er durch die noch im Bau befindliche Katholische Hofkirche. Rechts hinter ihr erhebt sich der Hausmannsturm, an den sich der Westflügel des Residenzschlosses anschließt. Links neben der Hofkirche ist der Georgenbau sichtbar, über dem im Hintergrund die Kreuzkirche aufragt.
Den zweiten Akzent im Bild setzt Bellotto mit der Kuppel der perspektivisch verkleinerten Frauenkirche. Vor ihr erstreckt sich die Brühlsche Terrasse entlang der Elbe. Über den Fluss spannt sich die Augustusbrücke – sie führt herüber zur „Königlichen Neustadt“ und einer lebendigen Szenerie am Flussufer.
Das Gemälde zeigt die wohl berühmteste Ansicht von Dresden und prägte maßgeblich den Begriff vom „Canaletto-Blick“ – es ist eine Ikone der Stadt.
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The Elbe flows calmly in front of the striking silhouette of Dresden in the light of the evening sun. Bernardo Bellotto, known as Canaletto, skilfully uses the river as a kind of stage on which he unfolds the famous panorama of the city.
He creates a powerful prelude with the Catholic Court Church, which is still under construction. Behind it on the right rises the Hausmannsturm, which is adjoined by the west wing of the Residenzschloss. To the left of the Hofkirche, the Georgenbau is visible, with the Kreuzkirche towering above it in the background.
Bellotto sets the second accent in the picture with the dome of the Frauenkirche, reduced in perspective. In front of it, the Brühl Terrace stretches along the Elbe.
The Augustus Bridge spans the river - it leads across to the ‘Royal New Town’ and a lively scenery on the riverbank. The painting shows what is probably the most famous view of Dresden and was instrumental in coining the term ‘Canaletto view’ - it is an icon of the city.
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Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, 1748.

🐉Mit ihren neun leuchtend farbigen Drachen zählt diese monumentale Doucai-Vase zu den seltensten Meisterwerken kaiserlic...
13/05/2026

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Mit ihren neun leuchtend farbigen Drachen zählt diese monumentale Doucai-Vase zu den seltensten Meisterwerken kaiserlicher Porzellankunst der Qing-Dynastie. Ihr Dekor vereint technische Perfektion mit reicher Symbolik.
Die Drachen erscheinen zwischen Wellen und Wolken, die traditionell mit diesen mythischen Wesen verbunden sind. Mit ihren schlangenartigen Körpern, fünf Krallen und ihrem kraftvollen Ausdruck verkörpern sie Energie und Autorität des Kaisers.
Dazwischen fliegen rote Fledermäuse. Im Chinesischen klingt das Wort für Fledermaus (fu) wie das Wort für „Glück“ oder „Segen“. So entsteht eine Anspielung auf die Redewendung „fu ru donghai“ (Mögen deine Segnungen tief sein wie das Ostmeer).
Die „fünffarbigen Wolken“, ein Himmelsphänomen in Regenbogenfarben, verhießen in China besonderes Glück.
Mit ihren Drachenmotiven wurde diese Vase für den Hof des Qianlong-Kaisers gefertigt. Solche mit kaiserlichen Symbolen geschmückten Gefäße dienten oft als kostbare Geschenke für hohe Würdenträger.
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With its nine vibrantly coloured dragons, this monumental ‘doucai‘ vase ranks among the rarest masterpieces of imperial porcelain art from the Qing Dynasty. Its decoration combines technical perfection with rich symbolism.
The dragons appear amidst waves and clouds, which are traditionally associated with these mythical creatures. With their serpentine bodies, five claws and powerful expression, they embody the energy and authority of the emperor.
Red bats fly amongst them. In Chinese, the word for bat (fu) sounds like the word for ‘blessing’ or ‘good fortune’. This creates an allusion to the saying ‘fu ru donghai’ (May your blessings be as deep as the Eastern Sea).
The ‘five-coloured clouds’, a celestial phenomenon in rainbow colours, were believed to promise properity and harmony in China.
With its dragon motifs, this vase was made for the court of the Qianlong Emperor. Vessels adorned with imperial symbols such as these often served as precious gifts for high-ranking dignitaries
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Drachenvase, China, Ära Qianlong (1736 - 1795).

😱Bedrohlich tritt uns eine Gruppe von Männern mit hohen Zylindern und Frauen oder Mädchen mit runden Hutkappen entgegen....
06/05/2026

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Bedrohlich tritt uns eine Gruppe von Männern mit hohen Zylindern und Frauen oder Mädchen mit runden Hutkappen entgegen. In Schwarz und Rot erscheinen die stark reduzierten, geschwungenen Formen der Landschaft und die leicht gewellten Wolkenzüge des Himmels. Die Kleidung der Figuren ist zu einer schwarzen, durch wenige zarte Kratzlinien strukturierten Fläche verschmolzen. Nur die bleichen, ernsten Gesichtszüge der streng frontal dargestellten Personen im Vordergrund bleiben in gebrochenen Pinselzügen wie in Andeutungen stehen. Edvard Munch unterstreicht damit die Isolation des Einzelnen, der einer unnahbaren, ja feindseligen schweigenden Masse gegenübertritt und ihr zugleich angehört. Die Bildkomposition geht auf das Gemälde „Angst“ von 1894 zurück, in dem der Künstler Elemente früherer Arbeiten und aus „Der Schrei“ aufnahm und Bildmotive wie den Uferblick am Oslofjord, den rotglühenden Abendhimmel und die Figurenkonstellation aus „Abend in der Karl-Johann-Straße“ miteinander verband.
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A group of men in tall top hats and women or girls in round hats appear menacingly before us. The strongly reduced, curved forms of the landscape and the slightly undulating clouds in the sky appear in black and red. The figures' clothing has merged into a black surface structured by a few delicate scratched lines. Only the pale, serious facial features of the strictly frontally shown figures in the foreground remain in broken brushstrokes, as if in allusions. Edvard Munch thus emphasises the isolation of the individual, who faces an aloof, even hostile, silent mass and at the same time belongs to it. The composition goes back to the painting "Anxiety" from 1894, in which the artist took up elements from earlier works and from "The Scream" and combined motifs such as the view of the Oslo fjord, the glowing red evening sky and the constellation of figures from "Evening on Karl Johann".
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Angst (Le soir, Angstgefühl), Edvard Munch, 1896.

👀Life Talks: Nation und IdentitätAusgehend von Edvard Munch, Maria Lassnig und Paula Modersohn-Becker geht der fünfte un...
02/05/2026

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Life Talks: Nation und Identität
Ausgehend von Edvard Munch, Maria Lassnig und Paula Modersohn-Becker geht der fünfte und letzte Life Talk am 10. Mai der Frage nach, welche Rolle Nation und Identität für Künstler*innen spielen und historisch gespielt haben. Zugleich wird überlegt, welche Bedeutung diese Begriffe heute im gesellschaftlichen Alltag und im öffentlichen Diskurs haben.
Auf dem Podium diskutieren Katja Paul (Ausstellungsassistenz, Albertinum Dresden), Johanna Hornauer (Assistenzkuratorin, Hamburger Kunsthalle) und Verena Issel (deutsch-norwegische Künstlerin, Professorin für Bildende Kunst BTU Cottbus-Senftenberg).
Begrüßung & Einführung der Kurator*innen in die jeweiligen Ausstellungen: Brigitte Kölle (Leitung Sammlung Kunst der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle) und Andreas Dehmer (Konservator, SKD)
Moderation: Clemens Bomsdorf (Referent Presse- und Kultur, Norwegische Botschaft Berlin)
Ort: Werner-Otto-Saal
Wir freuen uns auf Euch!
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Life Talks: Nation and Identity
Based on Edvard Munch, Maria Lassnig and Paula Modersohn-Becker, the fifth and final Life Talk on 10 May explores the role that nation and identity play – and have historically played – for artists. At the same time, it examines the significance of these concepts in everyday social life and public discourse today.
The panellists are Katja Paul (Exhibition Assistant, Albertinum Dresden), Johanna Hornauer (Assistant Curator, Hamburger Kunsthalle) and Verena Issel (German-Norwegian artist, Professor of Fine Art at BTU Cottbus-Senftenberg).
Welcoming remarks & introduction to the respective exhibitions by the curators: Brigitte Kölle (Head of the Contemporary Art Collection, Hamburger Kunsthalle) and Andreas Dehmer (Conservator, SKD)
Moderator: Clemens Bomsdorf (Press and Culture Officer, Norwegian Embassy Berlin)
Venue: Werner-Otto-Saal
We look forward to seeing you there!
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🤝 In Kooperation mit
Fjordlandschaft, Edvard Munch, 1906.
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Selbstbildnis nach halblinks, Paula Modersohn-Becker, 1897.
© .boettcherstrasse
Tanz am Abend, Edvard Munch, 1904.
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🖤Mit dem Tod von Georg Baselitz verliert die bildende Kunst eine ihrer prägenden, eigenwilligsten und bewusst unbequemen...
01/05/2026

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Mit dem Tod von Georg Baselitz verliert die bildende Kunst eine ihrer prägenden, eigenwilligsten und bewusst unbequemen Stimmen. Als radikal denkender Künstler hat er die Ordnung und Wahrnehmung des Bilds „auf den Kopf gestellt“. Sein Werk ist von außerordentlicher Kenntnis künstlerischer Traditionen getragen, die er reflektierte, herausforderte und aus der er Neues entwickelte.
Für Sachsen, Dresden und uns als SKD hat Baselitz große Bedeutung. 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz bei Kamenz geboren, blieb er seiner Herkunft stets verbunden. Die Dresdner Sammlungen, die er schon als Jugendlicher besuchte, bezeichnete er später als Fundament seines Werks.
Jahrzehntelang war Baselitz den SKD eng verbunden: durch wichtige Ausstellungen, seine Präsenz im Albertinum und im Kupferstich-Kabinett und die Stiftung Günther und Annemarie Gercken.
Wir trauern um einen Weltkünstler, der die Kunst der Gegenwart verändert hat, dessen Verbindung zu Dresden und den SKD ein bedeutender Teil dieser Geschichte bleibt.
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With the death of Georg Baselitz, the visual arts lose one of their most influential, idiosyncratic and deliberately provocative voices. As a radical thinker, he turned the order and perception of the image ‘on its head’. His work is based on an extraordinary knowledge of artistic traditions, which he reflected upon, challenged and used as a foundation for developing something new.
Baselitz is of great significance to Saxony, Dresden and us at the SKD. Born in 1938 as Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz near Kamenz, he always remained connected to his roots. He later described the Dresden Collections, which he visited as a teenager, as the foundation of his work.
For decades, Baselitz was closely associated with the SKD: through major exhibitions, his presence at the Albertinum and the Kupferstich-Kabinett, and the Günther and Annemarie Gercken Foundation.
We mourn the loss of a world-renowned artist who transformed contemporary art, whose connection to Dresden and the SKD remains a significant part of this history.
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📸: .killig

🐲Auf den ersten Blick unscheinbar, gehört diese kleine Schale aus glasiertem Steinzeug zu den seltensten und kostbarsten...
29/04/2026

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Auf den ersten Blick unscheinbar, gehört diese kleine Schale aus glasiertem Steinzeug zu den seltensten und kostbarsten Objekten chinesischer Keramik.
Rund 900 Jahre alt, diente sie als Pinselwaschschale und zählt zu nur 89 bekannten Ru-Keramiken weltweit. Sie sind nach ihrem Herkunftsort benannt, der Präfektur Ru nahe der früheren Hauptstadt Bianjing (heute Kaifeng), in der Provinz Henan. Ihre Produktion währte nur ca. 20 Jahre.
Die wenigen hergestellten und geretteten Stücke avancierten zu mythisch aufgeladenen Erinnerungen an die frühere Größe des Reichs.
Unser perfekt erhaltenes Schälchen besticht durch schlichte Eleganz. Die sanft schimmernde, fein kraquelierte Glasur in einem sehr schönen bläulich-grünen Ton erinnert an winterliche Farben und aufbrechendes Eis. Die zurückhaltende Ästhetik spiegelt ein kulturelles Ideal am Hof eines der kunstsinnigsten Kaiser Chinas, Huizong (reg. 1101–1126) wider, das Bescheidenheit und Authentizität höher schätzte als prunkvolle Zurschaustellung.
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At first glance unremarkable, this small bowl made of glazed stoneware is one of the rarest and most precious examples of Chinese ceramics.
Around 900 years old, it served as a brush washer and is one of only 89 known Ru wares in the world. They are named after their place of origin, Ru Prefecture near the former capital Bianjing (now Kaifeng) in Henan Province. Their production lasted only about 20 years.
The few pieces produced and preserved have become mythically charged reminders of the empire’s former grandeur.
Our perfectly preserved little bowl captivates with its simple elegance. The gently shimmering, finely crackled glaze in a very beautiful bluish-green hue is reminiscent of winter colours and breaking ice. The understated aesthetic reflects a cultural ideal at the court of one of China’s most art-loving emperors, Huizong (reigned 1101–1126), who valued modesty and authenticity more highly than ostentatious display.
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Ru-Schale, Pinselwaschgefäß, China, 1100-1125.

🌞Die höfische Festkultur der frühen Neuzeit war reich und phantasievoll. Bei Maskenbällen, inszenierten Turnieren oder R...
22/04/2026

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Die höfische Festkultur der frühen Neuzeit war reich und phantasievoll. Bei Maskenbällen, inszenierten Turnieren oder Reitvorführungen verwandelten sich die Fürsten in Helden und Götter oder verkleideten sich als Herrscher ferner Völker. Obwohl nur wenige Zeugnisse dieser Kultur erhalten sind, finden sich in unserer Rüstkammer erstaunlich viele Objekte, die bei solchen Festen zum Einsatz kamen.
Diese aus Kupferblech getriebene und vergoldete Maske mit den Gesichtszügen Augusts des Starken schuf der sächsische Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger im Jahr 1709. Mit ihrem doppelten Strahlenkranz nimmt sie die Gestalt der Sonne an und verwandelt den Träger in den Sonnengott Apollo.
Der Kurfürst von Sachsen und König von Polen trug sie am 22. Juni 1709 bei einem Götteraufzug zu Ehren von König Frederik IV. von Dänemark.
Diese Verkleidung hatte prominente Vorbilder. So ging Ludwig XIV., der im „Ballett de la Nuit“ 1653 den Sonnengott personifizierte, als solcher in die Geschichte ein.
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The courtly festive culture of the early modern period was rich and imaginative. At masquerade balls, staged tournaments or equestrian shows, princes transformed themselves into heroes and gods or dressed up as rulers of far-away peoples. Although only a few testimonies of this culture have survived, our armory contains an astonishing number of objects that were used during such festivities.
This mask with the facial features of August the Strong, chased from sheet copper and gilded, was created by the Saxon court jeweler Johann Melchior Dinglinger in 1709. With its double halo of rays, it takes on the shape of the sun and transforms the wearer into the sun god Apollo.
The Elector of Saxony and King of Poland wore it on June 22, 1709, at a divine procession in honor of King Frederik IV of Denmark.
This disguise had prominent models. Thus Louis XIV, who personified the sun god in the "Ballet de la Nuit" in 1653, went down in history as such.
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Sonnenmaske mit den Gesichtszügen Augusts II., des Starken, Johann Melchior Dinglinger, 1709.

👑 ERÖFFNET! 👑Gemeinsam mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch haben wir d...
21/04/2026

👑 ERÖFFNET! 👑
Gemeinsam mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch haben wir die Festetage und die neue Dauerausstellung der Rüstkammer „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ eröffnet.
Mit der Vollendung von Großem Ballsaal und Propositionssaal in der Gestalt des 19. Jh. schließt sich der Rundgang in der Festetage des Dresdner Residenzschlosses. Die gezeigten Kunstwerke, viele aufwändig restauriert, zählen zu den kostbarsten Zeugnissen europäischer Festkultur und jahrhundertealter Repräsentation fürstlicher Macht.
Wie früher geleitet die Englische Treppe in eine einzigartige Folge prächtiger Festsäle: vom Riesensaal mit seinen Turnierszenen in das Audienzzimmer der Königin und den prunkvollen Kleinen Ballsaal, in den Großen Ballsaal mit eindrücklichen Resten originaler Dekoration, das lichterfüllte Porzellankabinett und den würdigen Propositionssaal, der in die barocken Paraderäume August des Starken führt.
Hereinspaziert!
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OPENED!
Along with Wolfram Weimer, Minister of State for Culture, and Barbara Klepsch, Saxony’s Minister for Culture, we have opened the bel étage and the new permanent exhibition of the Rüstkammer, ‘Masks and Crowns: Court festival culture and representations of power’.
With the completion of the Grand Ballroom and the Proposition Hall in their 19th-century form, the tour of the Festetage at the Residenzschloss is now complete. The artworks on display, many meticulously restored, are among the most precious examples to European festival culture and centuries of courtly display.
As in former days, the English Staircase leads into a unique suite of impressive interiors: from the Riesensaal with its tournament scenes to the Queen’s Audience Chamber and the magnificent Small Ballroom, to the Grand Ballroom with striking remnants of its original décor, the light-filled Porcelain Cabinet and the stately Proposition Hall, which leads into the Baroque State Apartments of Augustus the Strong.
Come on in!
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📸: .killig

🏙Den Blick durch eine Eisenbahnbrücke auf das Gebäude am Abzweig Roßthaler/Löbtauer Straße in Dresden-Friedrichstadt fan...
15/04/2026

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Den Blick durch eine Eisenbahnbrücke auf das Gebäude am Abzweig Roßthaler/Löbtauer Straße in Dresden-Friedrichstadt fand Ernst Ludwig Kirchner ganz nah bei seinem Atelier. In diesem Stadtteil verbrachte Paula Becker bis 1888 ihre ersten 12 Lebensjahre.
Leicht untersichtig zeigt Kirchner die Brücke, die Kreuzung dagegen in der Draufsicht und schafft so Spannung. Seine Landschaftsbilder um 1910 zeichneten sich durch sehr offenen Farbauftrag aus, der heute kaum nachzuempfinden ist, weil der Künstler seine Gemälde 1926 überarbeitete.
Er schloss Farbflächen und verstärkte Kontraste, etwa der blauen Flächen zu den gelben Ziegeln der Unterführung. Die Umrisslinien betonte er nachträglich und erhöhte damit die Flächigkeit. So scheinen die Fußgängerinnen im weißen Mantel voneinander isoliert, die Silhouette des roten Manns schattenhaft. Mit dieser Überarbeitung erinnern sie an Figuren der zeitgenössischen Literatur, die für die Entfremdung des Menschen in der modernen Großstadt stehen.
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Ernst Ludwig Kirchner found the view of the building at the Roßthaler/Löbtauer Straße junction in Dresden-Friedrichstadt through a railway bridge very close to his studio. Paula Becker spent the first 12 years of her life in this quarter until 1888.
Kirchner shows the bridge slightly from below, while the junction is seen from above, thereby creating a sense of tension. His landscape paintings from around 1910 were characterised by a very loose application of paint, which is difficult to sense today because the artist revised his paintings in 1926.
He closed areas of colour and heightened contrasts, such as the blue surfaces against the yellow bricks of the subway. He subsequently emphasised the outlines, thereby enhancing the two-dimensionality. Thus, the women in white coats appear isolated from each other, and the silhouette of the man in red seems shadow-like. This reworking is reminiscent of figures from contemporary literature that symbolise the alienation of people in the modern city.
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Eisenbahnüberführung Löbtauer Straße in Dresden, Ernst Ludwig Kirchner, 1910/26.skd

Adresse

Residenzschloss, Taschenberg 2
Dresden
01067

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