Museum DKM

Museum DKM Präsentation moderner, zeitgenössischer Kunst und "Alte" Kunst bis zu 4.000 Jahre alt.

Das Museum DKM liegt in einer ruhigen Seitenstraße im Zentrum der Duisburger Innenstadt zwischen Kant Park, Lehmbruck Museum und Hauptbahnhof. Unter dem Leitgedanken ''Linien stiller Schönheit'' zeigt die
Dauerausstellung das Ergebnis der rund 50-jährigen Sammlertätigkeit der Museumsgründer. Die Präsentation setzt auf das Gegenüber von zeitgenössischer und vergangener Formensprache, auf den Dialog zwischen traditioneller asiatischer und moderner europäischer Kunst.

Michel Sauer"Sänfte Mandarin"1992Holz, Lack, Metall200 cmMit dem Werk "Sänfte Mandarin" transformiert Michel Sauer die h...
10/05/2026

Michel Sauer
"Sänfte Mandarin"
1992
Holz, Lack, Metall
200 cm

Mit dem Werk "Sänfte Mandarin" transformiert Michel Sauer die historische Form der Sänfte in eine zeitgenössische skulpturale Situation. Zwischen Objekt, Erinnerung und räumlicher Erfahrung entfaltet die Arbeit eine stille, poetische Präsenz und thematisiert Bewegung, Abwesenheit und kulturelle Identität.
Nach ihrer Präsentation 2017 im Museum DKM im Rahmen der Ausstellung „70 Jahre Junger Westen“ kehrt die Arbeit nun in einen neuen Ausstellungszusammenhang zurück. Im Austausch mit Arbeiten von Gianfredo Camesi und Raimund Ku**er eröffnen sich neue Bezüge zu Raum, Körper und skulpturaler Wahrnehmung.

Timm Ulrichs"Anhäufung von Kilometersteinen"1969/202632 km-Steinsteine, Sandstein, FarbeZu Ehren des am 29.04.2026 verst...
09/05/2026

Timm Ulrichs
"Anhäufung von Kilometersteinen"
1969/2026
32 km-Steinsteine, Sandstein, Farbe

Zu Ehren des am 29.04.2026 verstorbenen Konzeptkünstlers Timm Ulrichs zeigt das Museum DKM seine Arbeit „Anhäufung von Kilometersteinen“.
Die Arbeit hinterfragt Ordnungssysteme, Maßstäbe und unsere Wahrnehmung von Orientierung. Präzise Zahlen und Entfernungen verlieren in der zufälligen Anordnung ihren festen Bezug – und machen sichtbar, wie sehr selbst scheinbar objektive Systeme von Perspektive und Kontext abhängen.
© Bild: SDKM

André Schweers, "Amas d´Apcher III", 2010, 100 x 152 x 5 cmFlüstern der LandschaftANDRÉ SCHWEERS14.03.2026 – 31.10.2026I...
17/03/2026

André Schweers, "Amas d´Apcher III", 2010, 100 x 152 x 5 cm
Flüstern der Landschaft
ANDRÉ SCHWEERS
14.03.2026 – 31.10.2026

Im spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfaltet André Schweers eine unverwechselbare Bildsprache – kraftvoll, vielschichtig und voller leiser Intensität. Seine Werke öffnen Räume für Assoziationen und laden dazu ein, neue Verbindungen über Zeit und Kulturen hinweg zu entdecken.

Im spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfaltet André Schweers eine unverwechselbare Bildsprache – kraftvoll, vielschichtig und voller leiser Intensität. Seine Werke öffnen Räume für Assoziationen und laden dazu ein, neue Verbindungen über Zeit und Kulturen hinweg zu entdecken.

Ein stilles Spiel aus Linien, Formen und Emotionen – erlebbar im Museum DKM.

!Linien stiller Schönheit!
Photo: ©André Schweers

Flüstern der LandschaftANDRÉ SCHWEERS14.03.2026 – 31.10.2026Im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt ...
17/03/2026

Flüstern der Landschaft
ANDRÉ SCHWEERS
14.03.2026 – 31.10.2026

Im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt André Schweers eine unverwechselbare Bildsprache. Seine Reliefs aus geschichtetem Material erinnern an Höhlen, Waben oder archaische Architekturformen – Spuren menschlichen Handelns, verdichtet zu einem stillen Archiv der Zeit.

Inspiriert von Orten wie den Höhlen von Göreme in Kappadokien, minoischen Ausgrabungsstätten oder mittelalterlichen Bauwerken entstehen Werke, die Geschichte, Materialität und Form miteinander verweben.

Im Zentrum steht ein archetypisches Motiv: der Bogen – Sinnbild für Stabilität, Dauer und die zeitübergreifende Kraft menschlicher Gestaltung.

Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche ModerneANDREAS MAIER | SVEN DRÜHL | YUJI TAKEOKA 01.03.2026 – 30.09.2026

Im Fluss der FormenHUANG MIN21.03.2026 – 04.10.2026Die neue Ausstellung widmet sich dem Werk der Künstlerin Huang Min (*...
17/03/2026

Im Fluss der Formen
HUANG MIN
21.03.2026 – 04.10.2026

Die neue Ausstellung widmet sich dem Werk der Künstlerin Huang Min (*1975, Chongqing, CN), die traditionelle chinesische Bildästhetik mit Fragen einer globalisierten Gegenwart verbindet.

Ihre Arbeiten – von Malerei über Aquarell bis hin zu Porzellan – bewegen sich zwischen Realismus, Erinnerung und kultureller Reflexion. Im Dialog mit der Sammlung des Museums eröffnen sie neue Perspektiven auf Materialität, Identität und künstlerische Transformation.

Kuratiert von Ronald Kiwitt
Koordination: Alexandra Grimmer

Mit freundlicher Unterstützung von BMCA – Blue Mountain Contemporary Art (Luxemburg) und privaten Sammlern.

Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche ModerneANDREAS MAIER | SVEN DRÜHL | YUJI TAKEOKA01.03.2026 – ...
26/02/2026

Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche Moderne
ANDREAS MAIER | SVEN DRÜHL | YUJI TAKEOKA
01.03.2026 – 30.09.2026

„Im goldenen Schein“ thematisiert den Dialog zwischen japanischer Tradition und moderner Malerei und Skulptur. Die Ausstellung untersucht die Verbindung historischer Bild- und Formtraditionen mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen.

Gold fungiert dabei als ästhetisches und kulturhistorisches Leitmotiv – als Material und Bedeutungsträger zwischen Spiritualität, Licht und Materialität.

Gezeigt wird ein Transformationsprozess, der den künstlerischen Austausch zwischen unterschiedlichen Traditionen sichtbar macht.

Sammlung DKMKöpfe aus Afghanistan oder Nordwestpakistan aus der späten Gandhāra-ZeitGandhāraKat.-Nr. 114Kopf einer Stift...
05/10/2025

Sammlung DKM
Köpfe aus Afghanistan oder Nordwestpakistan aus der späten Gandhāra-Zeit

Gandhāra
Kat.-Nr. 114
Kopf einer Stifterfigur – zentralasiatischer Kriegerfürst
Terrakotta
15 x 10,8 x 11 cm HBT
Später Gandhāra-Stil, 3. – 4. Jh. n.u.Z.
Inv.-Nr. 100.005.0012

Erhaltungszustand: Gut. Rotbraun bis graubraun gebrannter Ton mit Spuren von schwarzer Bemalung auf dem Haar und den Brauen. Kleinere Abplatzungen auf den Haaren. Verkrustet. Teile des Halses und des Lederhelms sind abgebrochen.

Dieser Kopf bildet einen Mann zentralasiatischer Herkunft ab, der sich besonders durch seine Augenpartie mit den kleineren, mandelförmigen, engstehenden Augen und den feinen, zusätzlich grau bemalten Augen brauen sowie durch das runde, flächige Gesicht von den anderen Köpfen unterscheidet.[1] Kinn und Ohren sowie die Ausformung des Haares scheinen dagegen standardisiert zu sein. Der Mann trägt einen bis in den Nacken reichenden Lederhelm, der die Ohren freilässt. Dieser Helm gehört zur typischen, zentralasiatischen Rüstung und weist darauf hin, dass es sich hier um einen Krieger der zentralasiatischen Nomaden handelt. Über den Ohren drängen die charakteristischen lockigen Haarsträhnen der späten Gandhāra-Kunst unter dem Helm hervor. Weitere Haarsträhnen kringeln sich direkt auf dem Scheitel des Kopfes zu einem kleinen Knoten. Dieser Knoten gehört zu den fürstlichen Merkmalen und weist zusammen mit den langgezogenen durchbohrten Ohrläppchen darauf hin, dass wir es hier nicht mit einem einfachen Krieger zu tun haben, sondern mit einem von fürstlichem Geblüt, einem Mitglied der nomadischen Oberschicht. Die Darstellung dieses Haarknotens schien dem Künstler oder auch dem Stifter selbst so wichtig gewesen zu sein, dass dafür die Lederkappe durchbrochen wurde, die damit eigentlich ihre Schutzfunktion verliert. Die ethnische Zuordnung der Figur ist schwierig. Eventuell handelt es sich um einen Mongolen.

Sylvia Winkelmann, 2009

[1] Vergleichbares Gesicht aus Bamiyān: Tarzi 1977, Bd. I, 112, Bd. II, 40, B 85.

Sammlung DKMKöpfe aus Afghanistan oder Nordwestpakistan aus der späten Gandhāra-ZeitGandhāraKat.-Nr. 109Kopf einer Stift...
27/09/2025

Sammlung DKM
Köpfe aus Afghanistan oder Nordwestpakistan aus der späten Gandhāra-Zeit

Gandhāra
Kat.-Nr. 109
Kopf einer Stifterfigur
Terrakotta
15 x 11,4 x 11,5 cm HBT
Später Gandhāra-Stil, 3.– 4. Jh. n.u.Z.
Inv.-Nr. 100.005.0007

Erhaltungszustand: Gut. Rotbraun gebrannter Ton. Reste schwarzer Bemalung auf dem Haar. Geringe Abplatzungen der Oberfläche im Gesicht und auf den Haaren. Verkrustungen im Haar. Die Locken des Hinterkopfs sind abgebrochen.

Kopf einer jungen Frau mit rundem Gesicht mit europäischen Gesichtszügen: einer feinen Nase, vollen Lippen, durch ihr Lächeln betonten Wangen, und einem kleinen, aber ausgeprägten Kinn über einem kräftigen Hals. Im Gegensatz zu diesen Zügen, die an griechische Vorfahren erinnern dürften, steht die Form der Augen mit ihrem schweren Lidern, die möglicherweise auf indischen Einschlag zurückgehen, wahrscheinlich aber eher dem damaligen stilistischen Kanon folgen. In hellenistischer Tradition steht das lange stark gelockte Haar, das durch einen Mittelscheitel geteilt ist und dessen vordere Partie um eine Stirnbinde gewunden ist, [1] hinter der die lockigen Strähnen in Ohrhöhe wieder hervortreten. Indischer Einfluss lässt sich wieder an den Ohren mit den lang ausgezogenen Ohrläppchen erkennen, an denen ein kostbarer Ohrschmuck in Form einer vierblättrigen Rosette befestigt ist. Schmuck dieser Art ist aus der Gandhāra-Kunst bekannt und wurde u.a. in Taxila gefunden. Der untere Teil der Rückseite des Kopfes ist beschädigt. Tiefe gewundene Furchen sind an den Stellen geblieben, an denen vormals die separat gefertigten Haarsträhnen angefügt waren. Vergleichbare Darstellungen für diesen Frauentypus und diese Frisur finden sich vor allen in den noch indo-parthisch beeinflussten frühen Gandhāra-Reliefs aus Butkara (Swāt, Nordwest-Pakistan), einigen Statuen aus Sirkap[2] und aus Kālawān[3] , und stärker stilisiert, in Hadda[4] (Afghanistan).

Sylvia Winkelmann, 2009 (Aus Katalog Gandhāra, Museum DKM, Duisburg)

___________
[1] Bongart-Levine 2004, Abb. 11: Athene-Figur aus Nisa.

[2] Faccenna 1964, Tf. CCXCIII (79), Stūpa 9, CD###VI, CD###VII, WS 100; Ingholt 1957, Nr. 347, 356, 367.

[3] Ingholt 1957, Nr. 510.

[4] Ähnliche, aber weitaus stärker stilisierte Frisur mit Mittelscheitel und Haarband in Hadda: Barthoux 1930, Tf. 49 a. Gleiche Frisuren auch bei den hellenistischen Figuren auf den Rhyta aus Nisa: Stawisky 1979, Abb. 65, 66.

„Schöpfung ist ein unkontrollierter Muskel.“Arik Levy
27/09/2025

„Schöpfung ist ein unkontrollierter Muskel.“
Arik Levy

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