Stiftung Ettersberg - Gedenkstätte Andreasstraße

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Stiftung Ettersberg - Gedenkstätte Andreasstraße Offizielle FB-Seite der Stiftung Ettersberg mit ihrer Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße. Es posten: Kathrin Schwarz und Laura Scheuermeyer

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Seit 2012 ist die Stiftung Ettersberg Trägerin der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Erfurt. Die »Andreasstraße« ist ein Erinnerungsort, der zwei scheinbar gegensätzliche Themen verbindet: Unterdrückung und Befreiung. Der Ort erinnert an die Opfer der SED-Diktatur in Stasi-U-Haft und zugleich an die mutigen Frauen und Männer, die hier 1989 die erste Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung wagten. Diese doppelte Erinnerung macht den authentischen Ort »Andreasstraße« einzigartig in der deutschen Erinnerungslandschaft. Impressum:
STIFTUNG ETTERSBERG
Europäische Diktaturforschung
Aufarbeitung der SED-Diktatur
Gedenkstätte Andreasstraße
Jenaer Str. 4
99425 Weimar
Tel.: +49-(0)3643 4975-0

Vertretungsberechtigter:
Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Franka Maubach

Inhaltlich verantwortlich:
Kathrin Schwarz
Veranstaltungen & Öffentlichkeitsarbeit
Andreasstraße 37a
99084 Erfurt
Tel.: 0361 219212-14
Fax: 0361 219212-20
E-Mail: [email protected]

Die Beiträge auf dieser Seite werden von Kathrin Schwarz und Laura Scheuermeyer erstellt. Fotonachweis: © Stiftung Ettersberg / Foto: Claus Bach

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Quelle: Kostenloser Facebook Fanpage Disclaimer von der Juraforum.de-Anwaltssuche.

Wir freuen uns schon seit ein paar Wochen über unser neues Design und wir hoffen, euch gefällt es auch so gut wie uns! H...
08/10/2026

Wir freuen uns schon seit ein paar Wochen über unser neues Design und wir hoffen, euch gefällt es auch so gut wie uns! Heute wollten wir euch noch den ›Mastermind‹ dahinter vorstellen - Sandra Bach und ihr Team von sandruschka.

Sandra hat uns, wie schon in den letzten Jahren, kreativ durch diesen Prozess begleitet und ihre Mitarbeiterin Maria hat uns dann das Design erstellt. Wir sind glücklich damit und freuen uns, euch immer wieder neue Inhalte damit vorstellen zu können.

Einen lieben Dank auch an Jenpix, die mit uns noch mal in die Algorithmen abgetaucht sind.

Harald Ipolt ist 18 Jahre alt, als er am 16. Juni 1978 im Westfernsehen einen Beitrag über den Volksaufstand vom 17. Jun...
06/10/2026

Harald Ipolt ist 18 Jahre alt, als er am 16. Juni 1978 im Westfernsehen einen Beitrag über den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sieht. In der DDR wird über die damaligen Proteste kaum gesprochen. Ipolt will das nicht hinnehmen.

Er schreibt »Es lebe der 17. Juni!« auf mehrere Zettel und mit Kreide auf die Straße. Vier Tage später wird er von der Stasi verhaftet und in der Andreasstraße inhaftiert. Nach fünf Monaten Untersuchungshaft wird er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Ipolt bleibt auch in den Jahren nach der Haft unangepasst. 1989 gehört er zu den Akteuren der Friedlichen Revolution in Gotha. Später setzt er sich dafür ein, dass aus der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaft in der Andreasstraße eine Gedenk- und Bildungsstätte wird. Heute erzählt er seine Geschichte vor unterschiedlichen Gruppen als Zeitzeuge in unserem Haus.

(Bildnachweis: alle Fotos sind private Bilder von Harald Ipolt)

06/10/2026

Thomas Nolte besucht 1987 als Jugendlicher ein Konzert, dort kommt es zu Protesten. Die Folge: Stasi-UHaft in der Andreasstraße. Seine Tochter hat nun einen Podcast zu seiner Geschichte gemacht.

Die Fotografin und Schriftstellerin Ingrid Bahß wurde 1949 in Werben (Saschsen-Anhalt) geboren. Sie verließ rasch ihr El...
02/10/2026

Die Fotografin und Schriftstellerin Ingrid Bahß wurde 1949 in Werben (Saschsen-Anhalt) geboren. Sie verließ rasch ihr Elternhaus und die Enge der Provinz. Zum Studieren ging sie nach Magdeburg, gründete eine Familie. In der Galerie und der Familienwohnung trafen sich bald künstlerische Kreise, man diskutierte, die Stasi beobachtete, hielt jede Bewegung in Akten fest.

Als das Ehepaar 1983 die Entlassungsurkunden aus der Staatsbürgerschaft erhielt, war das ein Schock: »Wir wussten nicht, was auf uns zukommt!« Sie mussten in die Bundesrepublik ausreisen und landeten in Köln. Dort sah Ingrid zum ersten Mal Obdachlose und begann, sie fotografisch zu porträtieren, sogar Freundschaften entwickelten sich.

Sie zeigte ihre Arbeiten in vielen Ausstellungen, u.a. im Projekt »Einschluss« mit Manfred May. 20 Jahre später konnte er sie auch überzeugen, sich an der Ausstellung »fragile. Die Häutung der Schlange« zu beteiligen.

Im Jahr 2025 verpackt die Regisseurin Ellen Rudnitzki das wechselvolle Leben von Ingrid Bahß in ihrer Dokumentation. Gemeinsam mit Enkelin Anna besucht Ingrid für die Dokumentation die Stätten ihres früheren und heutigen Wirkens.

Wir zeigen den Film am 6. Oktober 2026 um 18:00 Uhr. Ellen Rudnitzki und Ingrid Bahß sind für ein Gespräch vor Ort, bringt also gerne eure Fragen mit! Die Moderation übernimmt Jule Hentschel.

(Bildnachweise: Slide 1, 2 und 4: Stiftung Ettersberg/Norman Hera; Slide 5 und 6 Filmstilss von »Anna und Oma«

Unser Programm im Oktober, ein kurzer Überblick:📆 Am 3.10.26 findet um 14 Uhr eine Öffentliche Führung zur Sonderausstel...
01/10/2026

Unser Programm im Oktober, ein kurzer Überblick:

📆 Am 3.10.26 findet um 14 Uhr eine Öffentliche Führung zur Sonderausstellung »fragile. Die Häutung der Schlange« mit dem Kurator Manfred May statt.
Um 15 Uhr lädt e.V. zum Treffen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein. In diesem Rahmen wird der Journalist Thomas Purschke einen Vortrag halten.

📆 Am 6.10. zeigen wir den Film »Anna und Oma«: Die 25-jährige Anna nähert sich der Vergangenheit ihrer Großmutter Ingrid Bahß, einer heute über 70-jährigen Fotografin. Einst betrieb Ingrid gemeinsam mit ihrem Mann eine private Galerie in der DDR, wurde 1983 jedoch als ›Staatsfeindin‹ ausgewiesen und baute sich in Köln ein neues Leben auf.

📆 Der »Erfurter Gedenktag für die Opfer rechter Gewalt«: fragt: Wem gehört der Öffentliche Raum? Ihr seid eingeladen am 24.10. bei Gedenkreden, einer Podiumsdiskussion, der Ausstellung »Rechtes Land« des Fotografen Julius Schien und einem Markt der Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen und an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Der Tag wird gemeinschaftlich organisiert von Blinde Flecken e.V., ezra und Queerweg - Verein für Thüringen e.V.

📆 Am 27.10. stellt das Theater-Recherche-Kollektiv Vajswerk das Stück »Mikrokosmos 1990« vor. Wie geht jetzt – im Jahr 1990 – alles weiter – alles zuende? War das eigene Land, das sich auf einmal endlich neu zeigte, so jung wie man selbst, plötzlich schon wieder alt? Bleibt einem nur die individuelle Freiheit und die Politik überlässt man jenen, die bald zu ›denen da oben‹ werden?

📆 Wir laden am 31.10. nach Weimar zu einem Rendez-vous mit der Geschichte. Leere Regale, lange Wartezeiten vor den Läden, Privilegien für Funktionäre, verfallende Städte, Wohnungsmangel, Umweltverschmutzung, ödes Fernsehprogramm: Die Mängelliste der späten DDR war lang – und sie gerät angesichts des Mythos einer vermeintlich gerechten Gesellschaft in der DDR heute schnell in Vergessenheit. Wir lassen Quellen sprechen, die zeigen, wie groß der Unmut war.

(Bildnachweise: Slide 1 und 3 Stills aus dem Film "Anna und Oma"/Slide 4 Foto von Julius Schien/Slide 5 Foto von Vajswerk/ Slide 6 Foto von Rendez-vous mit der Geschichte)

GERHARD LAUE, ein Erfurter WeltbürgerEr war ein begnadeter Erzähler. Ganz gleich ob vor der Kamera, vor Schulklassen ode...
29/09/2026

GERHARD LAUE, ein Erfurter Weltbürger

Er war ein begnadeter Erzähler. Ganz gleich ob vor der Kamera, vor Schulklassen oder großen Auditorien – wenn er über seine Jugend in Erfurt in der Zeit des Nationalsozialismus sprach oder von den Jahren des Wiederaufbaus in der Zeit ab 1945, hörten wir ihm gebannt zu. Gerhard Laue wurde 1928 in Erfurt geboren und ging auf die Handelsschule in der Talstraße, wo er sich die Schulbank mit Karl Metzner teilte. Als dieser 1943 mit vier weiteren Klassenkameraden eine Flugblattaktion gegen die N***s startete, wurde auch Gerhard Laue von der Gestapo verhört. Gerhard Laue hielt dicht und hatte Glück, dass er nicht, wie seine Freunde, ins Gefängnis kam, doch er wurde von der Schule verwiesen. Jahrzehnte später, längst war er in den Westen geflohen und in Wuppertal ein erfolgreicher Kaufmann mit internationale Verbindungen geworden, engagierte er sich in seiner alten Heimat Erfurt als Unternehmer und immer wieder auch als Zeitzeuge. Unvergessen seine Mitwirkung in unserem Dokumentarfilm NIEDER MIT HI**ER – 5 ERFURTER SCHÜLER IM WIDERSTAND GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS und seine Auftritte bei Lesungen und Zeitzeugengesprächen. Seinem unermüdlichen Einsatz gegen das Vergessen ist es zu verdanken, dass wir 2023 eine Gedenktafel für die Erfurter Widerstandsgruppe an seiner ehemaligen Schule in der Talstraße einweihen konnten. Gerhard Laue hat an diesem Tag in einer bewegenden Rede an den Mut der damals 16-jährigen erinnert. Gerhard Laue war, nicht zuletzt auch als Buchautor, ein leidenschaftlicher Chronist seiner eigenen spannenden Lebensgeschichte, aber nicht nur das. Als überzeugter Anhänger der liberalen Demokratie kam es ihm darauf an, gerade junge Leute über die Gefahren totalitärer Ideologien und Parteien aufzuklären. Am 17. September 2026 ist Gerhard Laue im Alter von 98 Jahren in Wuppertal gestorben. Sein Sendungsbewusstsein, seine große Freundlichkeit und Zugewandtheit wie auch seine wunderbar nachdenklich heitere Art, von früher zu erzählen, sie werden uns fehlen. Wir trauern mit seiner Familie und sind dankbar, dass wir Gerhard Laue erleben und begleiten durften.

(Fotos: Joachim Köhler)

25/09/2026

Ein kleiner Rückblick auf unsere Ausstellungseröffnung vor 2 Wochen. Vielen Dank vor allem an die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland für die wertschätzenden Worte zur Eröffnung und die Förderung der Ausstellung.

Wer mehr über die Ausstellung erfahren möchte, kann am 3. Oktober um 14 Uhr an einer öffentlichen Führung mit unserem Kurator Manfred May teilnehmen.
Ihr könnt die Ausstellung bis zum 31. Januar 2027 bei uns sehen.

(Bilder: Norman Hera)

Polens Solidarność, die Orangene Revolution und der Euromaidan in der Ukraine, der Demokratisierungsprozess in Thailand,...
23/09/2026

Polens Solidarność, die Orangene Revolution und der Euromaidan in der Ukraine, der Demokratisierungsprozess in Thailand, der Arabische Frühling; dies sind nur einige Beispiele für demokratische Erhebungen seit den 1970er Jahren, die auch heute noch nachwirken. Manche brachten Umbrüche mit sich, andere wurden gewaltsam niedergeschlagen. Wir schauen beim diesjährigen Internationalen Symposium nach den unterschiedlichen politischen Gegebenheiten der demokratischen Bewegungen und fragen nach deren Ausgang und die Erinnerungen daran. Welches historische Selbstverständnis entwickelte sich daraus in den jeweiligen nationalen Erzählungen? Wie wird bei gewaltsamen Auseinandersetzungen der Toten gedacht?

Wir laden am 6. und 7. November 2026 in das Reithaus in Weimar dazu ein, mit uns und vielen internationalen Wissenschaftler*innen über »Demokratische Erhebungen und ihre Denkmäler. Ein globaler Blick auf die Zeit seit den 1970er Jahren« zu diskutieren.

Wir veranstalten die Tagung gemeinsam mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Zentrum für interdisziplinäre Ukrainestudien »Denkraum Ukraine« an der Universität Regensburg.

(Fotos: Skulptur auf dem 18.-Mai-Nationalfriedhof von Gwangju in Südkorea © M. Hettling)

Am 18. September 1973 werden DDR und BRD Mitglieder der UNO. Für die DDR ist das ein wichtiger Schritt: Ihre Aufnahme be...
18/09/2026

Am 18. September 1973 werden DDR und BRD Mitglieder der UNO. Für die DDR ist das ein wichtiger Schritt: Ihre Aufnahme bedeutet internationale Anerkennung und einen deutlichen Prestigegewinn.

Dass beide deutschen Staaten derselben internationalen Organisation angehören, ist im Kalten Krieg alles andere als selbstverständlich. Die DDR und die BRD stehen sich politisch und militärisch gegenüber – die BRD ist Mitglied der NATO, die DDR des Warschauer Pakts. Trotzdem gehören nun beide zur UNO.

Vorausgegangen ist eine Veränderung in der deutsch-deutschen Politik. Die neue Ostpolitik der Bundesregierung und der Grundlagenvertrag von 1972 schaffen die Voraussetzungen für die Aufnahme beider Staaten.

Hier setzt das Verbundprojekt »Reframe, Reflect, Connect – Transforming Memory Culture on (East) Germany’s Transformatio...
15/09/2026

Hier setzt das Verbundprojekt »Reframe, Reflect, Connect – Transforming Memory Culture on (East) Germany’s Transformation« an,. Es verbindet Forschung, Bildung und Zivilgesellschaft, um neue Perspektiven auf Transformationsgeschichte zu eröffnen und den demokratischen Dialog nachhaltig zu fördern.

Unsere Kooperationspartner bei diesem Projekt sind das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, das Kultur Forum Dresden ›riesa efau‹, die Professur für Didaktik der Geschichte an der Universität Göttingen und die Evangelische Akademie in Loccum.

Gefördert werden wir von der VW-Stiftung in der Förderlinie »Transformationswissen über Demokratien im Wandel«, gestartet ist das Projekt am 1.9.26.

Wir planen gerade an unterschiedlichen Formaten und Veranstaltungen, die im Verbund stattfinden sollen. Ihr bekommt hier natürlich alle Informationen.

(Foto: Ulrich Kneise)

Adresse

Andreasstraße 37A
Erfurt
99084

Öffnungszeiten

Dienstag 12:00 - 20:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 12:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493612192120

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