Erinnerungsort Topf & Söhne

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Erinnerungsort Topf & Söhne Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz
Ein Geschichtsmuseum der Landeshauptstadt

FORTBILDUNG Bildung mit Haltung. Wie mit der Instrumentalisierung des Neutralitätsgebots umgehen?für Lehrkräfte und päda...
08/10/2026

FORTBILDUNG Bildung mit Haltung. Wie mit der Instrumentalisierung des Neutralitätsgebots umgehen?
für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte (Thillm-Nr. 278100801)

mit Doreen Breuer, Koordinatorin Netzwerk Demokratie und
Courage bei Arbeit und Leben Thüringen e.V., und
Rebekka Schubert, Gedenkstättenpädagogin am Erinnerungsort Topf & Söhne

⏰ 29. Oktober, 14–17:30 Uhr
Anmeldung über
www.schulportal-thueringen.de

🏫 Schule ist ein Ort, an dem sich Menschen zu selbstbestimmten, kritisch denkenden und verantwortlichen Individuen entwickeln sollen. Sie darf deshalb demokratiefeindlichen und diskriminierenden Äußerungen keinen Raum geben. Doch Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, die sich dafür engagieren, wird zunehmend vorgeworfen, sie würden damit gegen ein Neutralitätsgebot verstoßen.

👉 Außerschulische Lernorte wie der Erinnerungsort Topf & Söhne bieten die Möglichkeit, durch eine dialogische Auseinandersetzung mit der Geschichte demokratische und menschenrechtsorientierte Haltungen zu stärken. Dennoch beobachtet das Team am Erinnerungsort seit einigen Jahren vermehrt Verweigerungs- und Abwehrhaltungen in pädagogischen Angeboten. Offen rechtsextreme Äußerungen sind dabei eher selten. Stattdessen zeigen sich Distanzierungen oder Versuche, historische Verantwortung und Erinnerungskultur infrage zu stellen.

❗ Angesichts dieser Herausforderungen können sich Schule und historisch-politische Bildungsarbeit gegenseitig unterstützen. Im ersten Teil der Fortbildung greift Doreen Breuer typische Situationen des Schulalltags auf und thematisiert die Instrumentalisierung des Neutralitätsgebots. Gemeinsam werden Argumentations- und Gesprächsstrategien entwickelt, um souverän auf Vorwürfe zu reagieren und demokratische Lernräume offenzuhalten. Im zweiten Teil stellt Rebekka Schubert Handlungsstrategien im Umgang mit Verweigerung, subtiler Abwertung und Angriffen auf die Erinnerungsarbeit vor. Gemeinsam wird diskutiert, welche präventiven, intervenierenden und nachbereitenden Ansätze Bildungseinrichtungen entwickeln können, um die demokratische Resilienz zu stärken.

In Zusammenarbeit mit
Arbeit und Leben Thüringen e.V.
Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

FILMVORFÜHRUNG Aufstand in Auschwitzund anschließendes Gespräch mit Gabi Schlag, Regisseurin, Prof. Dr. Annegret Schüle,...
06/10/2026

FILMVORFÜHRUNG Aufstand in Auschwitz
und anschließendes Gespräch mit Gabi Schlag, Regisseurin, Prof. Dr. Annegret Schüle, Historikerin und Leiterin des Erinnerungsortes Topf & Söhne, und Vincent Burmeister, Illustrator
Moderation: Jakob Menhart, Kinoklub Erfurt

⏰11. Oktober, 11 Uhr im Kinoklub Erfurt

🎫 Eintritt zum Film: 10 €, ermäßigt 8 €
Filmgespräch um 12:45 Uhr: Eintritt frei
Kartenvorverkauf online: www.kinoklub-erfurt.de/kino-extra

❗ Am 7. Oktober 1944 geschieht in Auschwitz-Birkenau das Unvorstellbare: Häftlinge des jüdischen Sonderkommandos erheben sich gegen ihre Mörder. Aufstand in Auschwitz erzählt die Geschichte dieses einzigen bewaffneten Aufstands im Vernichtungslager Auschwitz nicht als spekulatives Historienkino, sondern als konzentrierte, eindringliche dokumentarische Rekonstruktion. Im Film der Regisseurin Gabi Schlag stehen im Zentrum Männer, die als Zeugen des industrialisierten Massenmords selbst zum Tode bestimmt sind und dennoch den Entschluss fassen, Widerstand zu leisten, Zeugnis abzulegen und der Vernichtungsmaschine entgegenzutreten.

Gabi Schlag verbindet historische Forschung, internationale Stimmen und überlieferte Berichte der Beteiligten mit einer visuellen Form, die Distanz wahrt und zugleich Nähe schafft. So entsteht kein Film des Schocks, sondern ein Film der Erinnerung der Erkenntnis und der moralischen Zumutung. Die graphic novels von Vincent Burmeister unterstützen in ihren scharf geschnittenen Kontrasten diese Art des Erzählens.

🗨 „Für mich sind diese Männer des Sonderkommandos und die Frauen, die das Schwarzpulver aus der Munitionsfabrik geschmuggelt haben, Helden, die mit der Waffe in der Hand oder in ihren Schriften als Chronisten gegen ihre Unterdrücker kämpften und niemals aufgaben. Die Geschichte ihres Aufstandes wird zum ersten Mal dokumentarisch erzählt und sollte niemals in Vergessenheit geraten. Gerade in einer Zeit, wo es in Deutschland tatsächlich wieder gesichert rechtsradikale Parteien gibt.“ Gabi Schlag, Berlin

In Zusammenarbeit mit
Kinoklub Erfurt

DER OKTOBER IM ERINNERUNGSORT❓Was steht im kommenden Monat an? In unserem Überblick findet ihr alle Veranstaltungen und ...
30/09/2026

DER OKTOBER IM ERINNERUNGSORT

❓Was steht im kommenden Monat an? In unserem Überblick findet ihr alle Veranstaltungen und öffentlichen Führungen im Oktober auf einen Blick.

👉 Alle Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr auf unserer Website: https://www.topfundsoehne.de/ts127605

Wir freuen uns auf euren Besuch und auf den gemeinsamen Austausch!

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG durch die Sonderausstellung „Verfolgen und Aufklären“1. Oktober, 15 Uhr (Dauer: 60 Min)Im Rahmen der...
29/09/2026

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG durch die Sonderausstellung „Verfolgen und Aufklären“

1. Oktober, 15 Uhr (Dauer: 60 Min)
Im Rahmen der achava Festspiele Thüringen

❗️ Nach der Befreiung im Jahr 1945 fanden sich die wenigen Überlebenden am Rande des Abgrunds wieder: Sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden im Holocaust von den Nationalsozialisten ermordet. Die Lebenswelten und das kulturelle Umfeld der Überlebenden waren zerstört. In dieser Situation fühlten sich die Angehörigen der ersten Generation der Holocaustforschung zum Handeln aufgerufen. Sie fragten sich, wie sie der Ermordeten gedenken können. Gibt es einen angemessenen Weg, um an die ungezählten Toten und die ausgelöschten Gemeinschaften zu erinnern, ihnen ihre Namen und ihre Würde wiederzugeben? Sie waren bemüht, ein eigenes Bild des Holocaust zu zeichnen, das nicht von der Perspektive derjenigen geprägt ist, die die Verbrechen begangen haben. Sie wollten Beweismaterial für spätere juristische Verfahren sammeln und das Andenken an die zahllosen Toten und die vernichtete jüdische Kultur bewahren.

👣 Die Führung durch die der ersten Generation der Holocaustforschung gewidmeten Ausstellung „Verfolgen und Aufklären“ stellt ausgewählte Protagonistinnen und Protagonisten vor. Sie macht ihre Errungenschaften für Wissenschaft, Erinnerungskultur und Strafverfolgung sichtbar und zeigt die Widerstände auf, gegen die sie zu kämpfen hatten. Die Bedeutung und das Vermächtnis der ersten Generation der Holocaustforschung wird angesichts aktuell zunehmender Tendenzen der Verharmlosung und Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen reflektiert.

Foto: Erinnerungsort Topf & Söhne

FORTBILDUNG FÜR LEHRKRÄFTEMit Erinnerung menschenrechtsorientiertes Handeln stärkenForschendes Lernen zum Nationalsozial...
25/09/2026

FORTBILDUNG FÜR LEHRKRÄFTE
Mit Erinnerung menschenrechtsorientiertes Handeln stärken
Forschendes Lernen zum Nationalsozialismus mit Miriams Tagebuch und anderen digitalen Angeboten
mit Monika Urbich, freiberufliche Bildungsreferentin Arolsen Archives, und Rebekka Schubert, Gedenkstättenpädagogin

⏰ 1. Oktober, 12:30 – 15:30

⌨ Anmeldung über www.schulportal-thueringen.de (Thillm-Nr. 278700201)

❓ Wie kann Holocaustbildung junge Menschen heute erreichen? Welche Bedeutung haben persönliche Lebensgeschichten für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Menschenwürde und Verantwortung? Und wie lassen sich historische Quellen so erschließen, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch ethische Urteilsbildung und demokratische Haltungen fördern?

📖 Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen zwei praxisnahe Bildungsangebote. Rebekka Schubert stellt das Material „Antisemitismus als Menschenfeindlichkeit. Miriams Tagebuch, ein Zeugnis von Verfolgung und Selbstbehauptung“ vor. Ausgehend von den Tagebuchaufzeichnungen der Erfurter Jüdin Marion (Miriam) Feiner eröffnet das Bildungsangebot einen biografischen Zugang zur nationalsozialistischen Verfolgung. Historische Quellenarbeit wird dabei mit Fragen nach Identität, Ausgrenzung, Selbstbehauptung und persönlicher Verantwortung verbunden. Das Material zeigt, wie diese Themen sensibel und kompetenzorientiert im Unterricht aufgegriffen werden können.

👉Ergänzend informiert Monika Urbich über die Bildungsplattform Arolsen School der Arolsen Archives. Lehrkräfte lernen kostenfreie digitale Angebote kennen, die historische Dokumente, Biografien und forschendes Lernen miteinander verbinden und vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht bieten. Ein Fokus liegt dabei auf dem Lernmodul „Suspekt – Landschaft der Verbrechen“, das sich unter anderem mit dem KZ Ohrdruf beschäftigt. In vier interaktiven Landschaften erkunden Lernende die Geschichte des Außenlagers – anknüpfend an die Lebenswelt junger Menschen.

Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Lehrkräfte und alle in der Demokratiebildung und historisch-politischen Bildung Tätigen.

In Zusammenarbeit mit
Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung
und Medien

ÖFFENTLICHTE FÜHRUNG durch die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“❗...
24/09/2026

ÖFFENTLICHTE FÜHRUNG durch die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“

❗️ 1. Oktober, 15 Uhr (Dauer: 120 Min.)

Die Führung ist kostenfrei, eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

🏫 Der ehemalige Firmensitz von J. A. Topf & Söhne ist ein historischer Ort der Mittäterschaft der Industrie am Holocaust. Das Unternehmen stellte der SS leistungsstarke Öfen für die Beseitigung der Leichen in den Konzentrationslagern zur Verfügung und zögerte nicht, technische Lösungen zur „Optimierung“ des Mordens im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu liefern.

👣 In der Führung, die Teile des Außengeländes und die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘“ umfasst, steht die Auseinandersetzung mit zentralen historischen Dokumenten im Zentrum der Betrachtung. Es geht sowohl um die Motive der beteiligten Firmenchefs, Ingenieure, Monteure und Kaufleute als auch um ihre Handlungsoptionen. Die Besucher*innen haben dabei die Möglichkeit, sich über die Geschichte der Firma Topf & Söhne und deren Geschäftsbeziehungen zur SS zu informieren und die durch die Ausstellung aufgeworfene Frage nach der Verantwortung des einzelnen Menschen im beruflichen Alltag im Gespräch zu reflektieren.

ERÖFFNUNG DER SONDERAUSSTELLUNG FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE⏰ 27. September, 11 Uhr🎤 Ausstellungsgespräch mit Christian Lehsten,...
21/09/2026

ERÖFFNUNG DER SONDERAUSSTELLUNG FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE

⏰ 27. September, 11 Uhr

🎤 Ausstellungsgespräch mit Christian Lehsten, Kurator

1945 lebten in Rothen in Mecklenburg-Vorpommern 108 Menschen. 1946 waren es über 180, also fast doppelt so viele. Sehr viele Menschen in dieser Gegend sind Flüchtlinge oder Nachkommen von Flüchtlingen. Sie flohen damals vor Bomben und Hunger. Sie wurden vertrieben, die Frauen hatten Angst vor Vergewaltigung. Viele erzählen, wie schwer es für sie war, als Fremde anzukommen. Neben der materiellen Not war auch die gesellschaftliche Ausgrenzung und Diffamierung oft eine bedrückende und demütigende Erfahrung.

Als Christian Lehsten aus Rothen und Solveig Witt aus Dabel ihre Geschichten hörten, fragten sie sich 2015: Ist die Lage der Flüchtlinge heute nicht in vielem sehr ähnlich? In ihrer Ausstellung Flüchtlingsgespräche verbinden sie acht Geschichten und Portraits. Sie lassen vier ältere Menschen erzählen, die die Flucht 1945 als Kinder überstanden und in Rothen und den Nachbarorten eine Heimat fanden. Und es kommen vier junge Menschen zu Wort, die damals in der Asylbewerberunterkunft in Dabeln lebten.

👉 Die Sonderausstellung Flüchtlingsgespräche wird vom 28. September bis 1. November 2026 im Erinnerungsort gezeigt.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche der Landeshauptstadt Erfurt

NACHLESE „Bücher aus dem Feuer – Lesungen gegen das Vergessen“📖 Am 10. September 2026 wurde auf dem Vorplatz des Erinner...
18/09/2026

NACHLESE „Bücher aus dem Feuer – Lesungen gegen das Vergessen“

📖 Am 10. September 2026 wurde auf dem Vorplatz des Erinnerungsorts Topf & Söhne gelesen, erinnert und zugehört. Jugendliche des Theaters „Die Schotte“ brachten Texte von Autorinnen und Autoren zu Gehör, deren Werke von den Nationalsozialisten verbrannt und verboten wurden. Erfurt, damals preußisch und nicht zum Land Thüringen gehörend, war einer von elf Orten, an denen auf dem Gebiet des heutigen Freistaats 1933 Bücherverbrennungen stattfanden. In Erfurt wurde sie von der Hi**erjugend am 29. Juni organisiert.
Nach einer kurzen Einleitung zum historischen Hintergrund setzten sich die Darstellerinnen und Darsteller auf ihre „Leseinseln“ und warteten auf das neugierige Publikum. Sie lasen aus Werken von Erich Kästner, Stefan Zweig, Irmgard Keun, Erich Mühsam, Heinz Liepmann, Mascha Kaléko und Kurt Tucholsky und luden zur Reflexion ein. Jede Darbietung stellte die jeweiligen Autorinnen und Autoren vor und gab markante Passagen aus ihren Werken wieder.

🎭 Die Textauswahl und die ausdrucksvolle Inszenierung beeindruckten die zahlreichenden Besucherinnen und Besucher. Sie lauschten den verschiedenen Kurzinterpretationen mit großer Aufmerksamkeit und gingen gespannt von Bühne zu Bühne. Literatur, die zum Schweigen gebracht werden sollte, bekam durch die Jugendlichen eine Stimme.

❗ Am historischen Ort der Bücherverbrennung in Erfurt, damals ein Sportplatz, erinnert heute der Denkort Bücherverbrennung 1933 im egapark an diesen Akt der Zerstörung von Demokratie und Vielfalt.

👉 Wer mehr über die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen und ihre Bedeutung für die Zerstörung der Demokratie erfahren will, erhält hier Materialen für einen Workshop oder kann ein Seminar am Erinnerungsort Topf & Söhne buchen: https://www.topfundsoehne.de/ts149300

NACHLESEGespräch zur Geschichte der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler🟨 Einen Tag nach den Stolpersteinverlegu...
15/09/2026

NACHLESE

Gespräch zur Geschichte der Theresienstadt-Überlebenden Ingeburg Geißler

🟨 Einen Tag nach den Stolpersteinverlegungen für Ingeburg Geißler, geb. Frank, und ihren Vater Herbert Frank fand am 9. September im Erinnerungsort Topf & Söhne eine Schülerbegegnung statt, zu der Ingeburg Geißler sehr gerne persönlich gekommen wäre. Weil sie gesundheitliche Probleme daran hinderten, wurden Ausschnitte aus einem im vergangen Jahr am Erinnerungsort aufgenommenen lebensgeschichtlichen Interview mit ihr gezeigt und durch Sarah Friedrich, StiftungDenkmal - FoundationMemorial für die ermordeten Juden Europas, im Gespräch erläutert. Als DenkPate der kooperierenden Konrad-Adenauer-Stiftung hielt Michael Panse, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen, ein Grußwort.

📺 Anschließend folgten drei Interviewsequenzen, in denen Ingeburg Geißler von ihrer Kindheit in Erfurt und Marbach, der beginnenden Verfolgung sowie sehr eindrücklich von ihrer Deportation in das KZ Theresienstadt und ihren Erlebnissen dort erzählte. Zwischen diesen Sequenzen konnten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Gespräch mit Sarah Friedrich, welche Ingeburg Geißler seit vielen Jahren zu Zeitzeugenbegegnungen begleitet, mehr über die Überlebende erfahren und durch das Teilen von Geschichten auch einen sehr persönlichen Zugang zum Verfolgungsschicksal von Ingeburg Geißler erhalten.

🗣️ Zum Abschluss folgte ein längeres Gespräch über ihr Leben nach 1945 wie auch über auch die veränderte Form der Veranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler hoben die besondere Eindrücklichkeit einer unmittelbaren Begegnung mit einer Zeitzeugin hervor, bewerteten aber auch die Veranstaltung, in welcher Sarah Friedrich die Rolle einer „Zweitzeugin“ einnahm, durchweg positiv.

Fotos: Erinnerungsort Topf & Söhne

14/09/2026

EUES UNTERRICHTSANGEBOT
„Antisemitismus als Menschenfeindlichkeit. Miriams Tagebuch, ein Zeugnis von Verfolgung und Selbstbehauptung“

📖 Vor genau 87 Jahren am 13./14. September 1939 im Kibbutz Ginegar in Palästina schreibt Miriam ihren letzten Eintrag in ihr Tagebuch. „Ich war 6 Jahre alt, als wir nach Erfurt zogen. […] Es ging uns sehr gut. Lotte und ich wuchsen heran und in dem Alter, wo man aufhört, Kind zu sein, kam Hi**er und mit ihm Zerstörung, Not und Elend.“ Das schrieb Marion, die sich nach ihrer
Auswanderung nach Palästina Miriam nannte, in ihr Tagebuch.

❗ Über tausend Jüdinnen und Juden lebten in Erfurt, als die Nationalsozialisten im Januar 1933 an die Macht kamen, darunter die Eltern Adele und Joseph Feiner mit ihren Töchtern Charlotte und Marion.
Das Multimediales Seminar trägt ihre Geschichte weiter und setzt sich mit den Erfahrungen einer jüdischen Schülerin im nationalsozialistischen Erfurt im Spiegel ihres Tagebuchs auseinander.

✏️ Im Seminar arbeiten die Teilnehmenden mit Dokumenten und Stimmen der Familie Feiner aus mehreren Zeitschichten: dem 1935 in Erfurt begonnenen und 1939 in Palästina beendeten Tagebuch von Miriam als Webanwendung, ihrem Brief an eine Erfurter Gruppe von Schülerinnen von Dezember 2000 sowie dem Videozeugnis ihres Enkels Yonathan (Yoni) Saly aus Israel, der zur Stolpersteinverlegung für die Familie seiner Großmutter Erfurt im September 2025 besuchte. Zur Erarbeitung stehen den Jugendlichen thematische Arbeitsblätter und Hintergrundtexte zur Verfügung.

Das Unterrichtsangebot ist für drei Schulstunden konzipiert, eignet sich für Jugendliche ab der 8. Klasse und steht auf der Website des Erinnerungsortes online zur Verfügung.

🎞️ Stadtverwaltung Erfurt 🎵 Music by EchoWaveMutawe from Pixabay 📷© Familie Ziv
Buchcover mit Miriam Ziv (geb. Marion Feiner) bei der Feldarbeit, Palästina, 1945 |
Marion Feiner (links), ihre Mutter Adele und ihre Schwester Charlotte, 21. Oktober 1933 |
Marion Feiner (im Kreis) mit ihren Mitschülerinnen im Leichtathletik-Unterricht auf der Cyriaksburg, Juni 1937

Adresse

Sorbenweg 7
Erfurt
99099

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493616551681

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