12/10/2026
Eine Sammlung für die Zukunft in Bewegung zu halten, bedeutet auch, sich ihrer Lücken bewusst zu werden: Wir haben festgestellt, dass noch eine ganze Menge Künstler*innen in der Sammlung fehlen.
Das auf regionale zeitgenössische Kunst spezialisierte Kunstmuseum Erlangen ist gemäß seiner Ausrichtung und Sammlungsagenda für viele regionale Künstler*innen und den Fortbestand ihres Werkes in der Sammlung zuständig. Eine Verantwortung, die wir ernst nehmen. Eine Verantwortung aber auch, der gerecht zu werden gerade in Zeiten begrenzter finanzieller Möglichkeiten fast unmöglich scheint.
Darunter, dass wir die Lücken in der Sammlung derzeit nicht adäquat schließen können, leidet nicht nur die Vollständigkeit unserer Sammlung, sondern natürlich auch oder besonders die Künstler*innen, deren Werke nicht für die Sammlung angekauft werden können.
Ein Teil unseres Zukunfts-Bereiches der Ausstellung zeigt daher je ein Werk von 18 künstlerischen Positionen, die noch in der Sammlung fehlen und deren Werke ihr alle hier in diesem Post sehen könnt.
Auch wenn 18 erst einmal viel klingt, handelt es sich nur um einen Bruchteil der Anzahl der in der Sammlung fehlenden Künstler*innen. Wir wollen diese gleichzeitig große und kleine Zahl 18 als Geste gegenüber der Künstler*innenschaft verstanden wissen. Eine Geste, die zeigen soll, dass wir unsere Verantwortung kennen und annehmen – und nach Lösungen suchen.
Wir versuchen mit dieser Ausstellung auch die Herausforderungen und Probleme der Arbeit mit der Sammlung zu thematisieren und hoffen, dass sie zum Gesprächsanlass über diese Herausforderungen wird und über die Wege, sie gemeinsam zu überwinden. Außerdem haben wir uns als Erweiterung der Geste noch etwas überlegt. Aber dazu mehr im nächsten Post...